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Wie die Zeit vergeht. Hier finden Sie unseren Archiv.

Natur in der Nähe von Perth (14.09.2025 – 20.09.2025)

Sonntag, 14.09.2025

Es ist unser zweiter Tag in der Shark Bay. Nach einer windigen Nacht und einem leckeren Frühstück fahren wir zum Peron Heritage Precinct Homestead. Der Weg dorthin führt etwa 6 km über eine unbefestigte Straße. Am Ende erwartet uns eine Art kleines Museum mit einer artesischen Warmquelle. Anschließend geht es weiter Richtung Little Lagoon. Dort stoßen wir auf eine Warnung vor Steinfischen – Fische, die wie Steine aussehen und bei Berührung extreme Schmerzen verursachen können. Während Chris versucht, einen großen Fisch zu angeln, unternehmen die Damen einen langen Spaziergang. Am Abend bereiten wir uns auf die Weiterreise in den Kalbarri National Park vor.

Montag, 15.09.2025

Wir erreichen Kalbarri, ein kleines Städtchen am Eingang des Nationalparks. Unser Caravan Park liegt direkt am Fluss, der hier in den Ozean mündet. Es ist kühl und windig. Nach der langen Fahrt sind wir erschöpft und gehen früh schlafen, um am nächsten Tag fit für die Erkundung des Nationalparks zu sein.

Dienstag, 16.09.2025

Mit großen Erwartungen starten wir nach dem Frühstück. Es wird vermutlich unser letzter Nationalpark an der Westküste Australiens mit spektakulären Schluchten und beeindruckenden Felsformationen sein. Zuerst besuchen wir den Kalbarri Skywalk mit seiner Aussichtsplattform, dann Nature’s Window, anschließend den Z-Bend und schließlich den Hawk’s Head Lookout. Fotos können nur bedingt wiedergeben, was man hier wirklich erlebt.

Mittwoch, 17.09.2025

Heute erkunden wir den westlichen Teil des Kalbarri Nationalparks entlang des Indian Ocean Coastal Track. Gleich am ersten Aussichtspunkt haben wir Glück und entdecken einen großen Wal direkt vor der Küste. Faszinierend, wie nah er am Strand schwimmt! Am Vortag sollen sogar Delfine gesichtet worden sein – wir hatten diesmal leider kein Glück.

Donnerstag, 18.09.2025

Unser Ziel ist Port Denison bei Dongara. Zuvor besuchen wir jedoch die berühmte Hutt Lagoon, besser bekannt als Pink Lake. Die Resonanz auf unsere Fotos in den sozialen Medien zeigt: Dieser Anblick ist wirklich beeindruckend. Das Wasser ist nicht etwa verschmutzt, sondern die Färbung entsteht durch spezielle Algen – ein echtes Naturwunder.

Anschließend geht es nach Geraldton, die erste größere Stadt seit Darwin. Hier kaufen wir groß ein – endlich wieder zu halbwegs normalen Preisen. Im Norden Westaustraliens sind die Lebenshaltungskosten wirklich enorm hoch.

Gegen 15 Uhr erreichen wir unseren Caravan Park in Port Denison. Hier erledigen wir ein paar organisatorische Dinge.

Samstag, 20.09.2025

Wir fahren entlang der Küste nach Cervantes. Morgen steht der Besuch des Pinnacles National Park auf dem Programm – wir freuen uns schon sehr darauf!

In kleinen Schritten nach Süden (7.09.2025 – 13.09.2025)

Am Sonntag, den 7. September, verließen wir Exmouth. Es war eine spannende Zeit, und wir werden die Stadt sowie die umliegende Umgebung in guter Erinnerung behalten. Unser Weg führte uns zum Blow Holes Nationalpark.

Die Blow Holes sind eine seltene Felsformation an der Küste, bei der durch Wasserdruckunterschiede das Meerwasser meterhoch in die Luft schießt. Wir hatten im Caravan Park des Nationalparks einen Platz gebucht – in der Annahme, die Zufahrt sei unkompliziert. Vor Ort stellten wir jedoch fest, dass es deutlich schwieriger war, als gedacht. Nach einigen Versuchen schafften wir es schließlich. Unser Wohnwagen konnte dabei seine Offroad-Qualitäten bestens unter Beweis stellen. Wir standen nur etwa 50 Meter vom Strand entfernt und waren gleichzeitig durch die Dünen gut vor dem Wind geschützt – ein herrlicher Platz mitten in der Natur.

Direkt nach dem Aufstellen starteten wir einen ersten Rundgang, um die Umgebung zu erkunden. Die Quobba Blow Holes und weitere Abschnitte dieses Küstenabschnitts wollten wir uns am nächsten Tag genauer ansehen.

Montag, 8. September

Wir beginnen unsere Tour entlang der Quobba-Küste.

Zuerst besuchen wir die Quobba Blow Holes. Das Farbenspiel und die Dynamik des Wassers sind beeindruckend – die Bilder unten sprechen für sich.

Danach fahren wir auf einer unbefestigten Straße Richtung Norden. Wir bewegen uns auf dem Küstenstreifen, der den Lake Macleod vom Indischen Ozean trennt. In der Trockenzeit wird dort Salz abgebaut. Über breite Transportstraßen wird es zum provisorischen Hafen gebracht, dem sogenannten Jetty.

Der Weg ist zunächst gut befahrbar, doch als Google uns nach links zum Meer leiten wollte, standen wir plötzlich vor einem Fahrverbot. Wir überquerten die Transportstraße, fragten Einheimische nach dem Weg und fuhren schließlich das letzte Stück bis zur Steilküste. Dort erwartete uns eine Warnung: Angeln vom Cliff aus könne lebensgefährlich sein. Links sahen wir den Jetty, vor uns den offenen Indischen Ozean und rechts eine Bucht, umringt von Klippen.

Vorsichtig ging es zurück über die unbefestigte Straße. Obwohl wir uns in einer abgelegenen Gegend befanden, begegneten uns viele Fahrzeuge – und alle fuhren erstaunlich schnell. Ein Wunder, dass es hier nicht mehr Unfälle gibt. Zurück bei den Blow Holes gönnten wir uns Fish & Chips aus einem mobilen Verkaufsstand.

Für die Nacht war starker Wind vorhergesagt. Wir schlossen daher das Pop-Top-Dach unseres Wohnwagens. Unsere Nachbarn, die ihres offenließen, überstanden die Nacht ebenfalls ohne Probleme.

Dienstag, 9. September

Wir machen uns auf den Weg nach Carnarvon. Unsere Vorräte sind fast aufgebraucht und müssen dringend aufgefüllt werden. Carnarvon gilt als eines der Zentren der australischen Obst- und Gemüseproduktion.

Der Fluss Gascoyne wirkt auf den ersten Blick ausgetrocknet. Doch laut Einheimischen fließt unter dem Flussbett ein unterirdischer Strom, der die Bauern zuverlässig mit Wasser versorgt.

Wir decken uns mit frischem Gemüse ein und essen abends auf unserem Campingplatz beim Chinesen „Frau Fang“. Leider war das Essen nicht von bester Qualität.

Mittwoch, 10. September

Wir erkunden die Gegend weiter und besuchen das stillgelegte Molo, das einst als eines der besten Fischereigebiete galt. Dort befindet sich auch ein Denkmal für Aborigines, die Anfang des 20. Jahrhunderts in einem Krankenhaus auf der anderen Flussseite zwangsweise isoliert wurden.

Am Abend treffen wir Ivonne und Chris zum Pizzaessen. Der Abend verläuft sehr harmonisch – die Nacht für unsere Freunde leider weniger. Jugendliche der lokalen Community stahlen ein Fahrrad. Chris bemerkte etwas und verfolgte die Diebe die halbe Nacht, leider ohne Erfolg. Immer wieder hört man von ähnlichen Vorfällen.

Donnerstag, 11. September

Heute fahren wir nach Shark Bay – ein Highlight an der Westküste Australiens. Nachdem wir unseren Wohnwagen aufgestellt haben, erkunden wir die kleine, touristisch geprägte Stadt. Es gibt zahlreiche Caravan Parks, Hotels und Restaurants sowie einen kleinen Hafen mit Mole und einem langen, aber schmalen Strand.

Freitag, 12. September

Früh am Morgen geht es nach Monkey Mia, etwa 26 km von Denham entfernt. Dort hoffen wir, mit Delfinen zu „frühstücken“. Bereits mehr als 100 Besucher warten am Steg. Delfine sind zwar in der Ferne zu sehen, kommen aber lange nicht zum Strand. Gegen 9 Uhr schwimmen sie schließlich in den geschützten Bereich.

Jeder Delfin hat einen Namen, und sie leben dauerhaft in dieser Bucht. Besucher dürfen ins Wasser treten, während die Tiere gefüttert werden. Bis zu drei Mal täglich zwischen 8 und 12 Uhr kann das passieren – heute allerdings nur einmal. Es sind schließlich wilde Tiere, die nicht auf Knopfdruck erscheinen.

Nach einem Spaziergang kehren wir zurück nach Denham und bereiten das Abendessen vor. Ivonne und Chris kommen zum BBQ vorbei.

Samstag, 13. September

Gemeinsam mit Ivonne und Chris fahren wir 45 km zum Shell Beach – ein märchenhafter, rund 70 km langer Strand. Statt Sand gibt es hier Millionen kleiner, strahlend weißer Muscheln, die stellenweise bis zu 10 Meter tief liegen.

Das Wasser ist glasklar. Kleine Haie schwimmen nahe am Ufer, verschwinden aber, sobald wir ins Wasser gehen – wir sind also keine Beute. Auch Stachelrochen tummeln sich in Strandnähe, sind jedoch ebenfalls scheu und suchen sofort das Weite.

Der Strand ist ruhig, kaum Touristen, ideal zum Entspannen. Die Männer lassen die Drohne steigen, um die scheuen Tiere von oben zu filmen.

Nach einem kleinen Lunch fahren wir zurück nach Denham und halten unterwegs in Eagle Bluff. Von den spektakulären Klippen aus hat man einen großartigen Blick über den Denham Sound. Auf der Promenade, die über dem Meer liegt, beobachten wir Haie und Rochen. Aus der Ferne wirken sie klein, doch durchs Fernglas wird klar: Die Tiere sind zwei bis drei Meter lang. Ob sie gefährlich für Menschen sind, bleibt offen.

Das Wetter zieht zu, Regenwolken nähern sich, und bald beginnt es zu nieseln. Wir fahren zurück nach Denham, holen Kuchen aus der Bäckerei und entspannen noch eine Weile mit Ivonne und Chris.

Den wunderschönen Tag lassen wir bei einem gemeinsamen Seafood-Essen ausklingen – mit vielen Gesprächen und viel Lachen.

Australia – Wunder der Natur (31.08.2025- 6.09.2025)

Am Sonntag, den 31. August, stehen wir früh auf. Heute ist Schwimmen mit Walen geplant. Man könnte sagen: „Schon wieder“ – und das stimmt. Es ist unser dritter Versuch in Australien. Die ersten beiden waren nicht besonders erfolgreich, also hoffen wir diesmal auf mehr Glück.

Zunächst hatten wir bei einem anderen Unternehmen gebucht, die Tour wurde jedoch wegen zu weniger Teilnehmer abgesagt. Als Ersatz wurde uns Ningaloo Marine Interactions angeboten. Um 7:30 Uhr treffen wir dort ein. Die Gruppe ist klein: acht Leute, vier Paare, dazu zwei Betreuerinnen – Studentinnen der Meeresbiologie. Eine kommt aus Australien, die andere aus New York.

Bevor es losgeht, werden wir nach Allergien oder Essensunverträglichkeiten gefragt. Danach steigen wir in einen Bus, der uns zum „Hafen“ bringt – wobei Hafen fast übertrieben ist. Es handelt sich um einen einfachen Steg in der Lagune mit einer Rampe, über die Boote ins Wasser gelassen werden. Dort wartet ein Katamaran-Motorboot auf uns. Schuhe aus, kurze Sicherheitseinweisung – und schon geht es los.

Zunächst fahren wir etwa 30 Minuten über eine markierte Wasserstraße Richtung Riff, wo wir rund 40 Minuten schnorcheln. In der Ferne können wir von Bord aus sogar springende Wale beobachten. Nach dem Schnorcheln – alle bibbernd vor Kälte – geht es weiter. Aber nicht direkt, denn das Boot muss strikt der markierten Route folgen, um das Riff nicht zu beschädigen. Über eine Stunde dauert es, bis wir das Riff hinter uns lassen und ins offene Meer hinausfahren. Heute ist das Wasser ruhig, der Wellengang gering.

Die Wale, die wir zuvor gesehen hatten, sind verschwunden. Doch nach einer Weile entdecken wir die ersten Tiere. Das Ziel der Tour ist nicht nur, die Wale zu beobachten, sondern auch mit ihnen zu schwimmen. Wie das funktioniert, ist spannend: Der Kapitän steht ständig in Kontakt mit einem Flugzeug, das die Wale aus der Luft sichtet und ihre Richtung vorhersagt. Sobald die Tiere etwa 300 Meter entfernt sind, gehen wir in voller Ausrüstung ins Wasser und positionieren uns in einer Reihe zwischen den Betreuerinnen. Wenn die Prognose stimmt, schwimmen die Wale direkt an uns vorbei – und das in glasklarem Wasser, in dem man tief hinabschauen kann.

Heute klappt es tatsächlich, und wir schwimmen mit Walen! Ein unvergessliches Erlebnis. Doch die Tour ist damit nicht vorbei: Wir suchen weiter nach springenden Walen. Warum sie springen? Laut unseren Begleiterinnen gibt es zwei Gründe: Entweder um ihre Haut zu pflegen oder um ihre Stärke zu demonstrieren. Nach einer Weile treffen wir tatsächlich auf eine kleine Gruppe, die ausgelassen im Wasser spielt. Alle sind begeistert – auch wenn es nicht leicht ist, Fotos zu machen, da das Boot einen Sicherheitsabstand halten muss.

Zwischendurch gibt es ein schnelles Mittagessen, und anschließend geht es zurück Richtung Riff. Wer möchte, kann dort noch einmal schnorcheln, bevor wir nach rund 30 Minuten den Rückweg antreten. Fazit: Es war die beste Walbeobachtung, die wir bisher erlebt haben.

Am Montag, den 1. September, geht es weiter nach Exmouth. Die Strecke ist mit 150 km kurz, wir brauchen nur zwei Stunden. Bevor wir den Caravan Park ansteuern, gönnen wir unserem Wohnwagen eine gründliche Wäsche – nach der langen Zeit im Outback war das dringend nötig.

Wir richten uns ein und bummeln später durch den Ort, kaufen ein paar Dinge ein. Ein typischer Ferienort, kurz vor Ende der Saison. Leider war an diesem Tag Inventur, sodass wir mit unseren Vorräten bis zum nächsten Tag auskommen mussten.

Dienstag verbringen wir entspannt am Pool.

Am Mittwoch besuchen wir den Cape Range National Park mit seinen wunderschönen Stränden. Besonders die Turquoise Bay mit weißem Sand und türkisblauem Wasser verzaubert uns. Wir machen einen längeren Spaziergang und genießen Sonne und Wind. Am Nachmittag wollen wir noch das Wrack der SS Mildura sehen. Doch der erste Versuch geht schief: Wir landen auf einem Militärgelände und werden freundlich gebeten, umzukehren. Ein netter Sicherheitsbeamter erklärt uns den richtigen Weg – und bald stehen wir tatsächlich vor dem Wrack.

Das Schiff war einst mit 500 Rindern unterwegs, lief auf ein Riff und saß mehrere Tage fest. Besatzung, Passagiere und Wertsachen konnten gerettet werden – die Tiere leider nicht.

Am Donnerstag spielen wir nach langer Pause wieder Golf – und erleben eine Überraschung: Das „Green“ ist hier schwarz, aus schwarzem Sand! Eine neue Erfahrung, denn der Ball rollt darauf ganz anders als auf Rasen. Abends treffen wir Iwona und Krzysztof, Bekannte von Bekannten aus Melbourne. Wir verstehen uns sofort gut und verbringen einen schönen Abend zusammen.

Am Freitag stehen wir früh auf und wandern im Charles Knife Canyon im Cape Range NP. Die Tour ist nicht schwierig, aber bei Hitze und trockener Luft trotzdem anstrengend.

Am Sonntag, den 7. September, verlassen wir Exmouth. Den Samstag nutzen wir, um unseren Wohnwagen zu putzen und den Wassertank zu füllen.

In kleinen Etappen geht es langsam Richtung Perth. Dort planen wir den Verkauf unseres Wohnwagens und Autos – die erste Verkaufsanzeige haben wir schon geschaltet. Wir sind sehr gespannt…

Willkommen in Coral Bay (24.08.2025-30.08.2025)

Heute ist Sonntag, der 24. August 2025. Wir stehen morgen früh auf dem Campingplatz im Karijini-Nationalpark auf. Alles ist von roter Erde umgeben – das gehört hier einfach dazu. Die rote Erde ist überall. Unser Wohnwagen und unsere Kleidung mussten schon einige gründliche Reinigungen über sich ergehen lassen.

Heute ist unser letzter Tag im Karijini-Nationalpark. Wir haben bereits fast alles besucht, nur zwei Schluchten fehlen noch: die Joffre Gorge und die Kalamina Gorge. Diese stehen heute auf dem Plan. Wir fahren mit dem Auto von Donna und Alan.

Die Joffre Gorge liegt etwa 30 km von unserem Caravan Park entfernt und ist über eine asphaltierte Straße leicht erreichbar. Das ist wichtig, da es in den letzten Tagen viel geregnet hat – sogar letzte Nacht. Unbefestigte Straßen verwandeln sich hier schnell in unpassierbare Schlammpisten.

An der Joffre Gorge treffen wir einen Schweizer, der seit 40 Jahren in Australien lebt und früher Reisen organisiert hat. Wie so oft hört man von der „guten alten Zeit“: Früher war alles schwieriger, die Natur nur für wirklich Begeisterte erreichbar, da fast alle Straßen Schotterpisten waren. Heute kann zwar fast jeder in die meisten Nationalparks fahren, doch das Bild trügt. Viele Parks sind weiterhin nur über schwierige Zufahrtsstraßen erreichbar – zum Beispiel der Bungle-Bungle-Nationalpark, dessen Zugang über 70 km unbefestigte Straßen führt. Mit Wohnwagen darf man dort nur mit einachsigen Fahrzeugen fahren, vermutlich wegen der zahlreichen Wasserüberquerungen.

Die Joffre Gorge bietet fantastische Ausblicke. Viele Besucher steigen hinunter zum Fuß des Wasserfalls, der am Ende der Trockenzeit jedoch kein Wasser mehr führt. Wegen Beatas verletztem Knie wagen wir das nicht.

Wir fahren weiter zur Knox Gorge. Die Landschaft ist dort völlig anders, aber nicht weniger beeindruckend. Auf der Aussichtsplattform treffen wir ein deutsches Ehepaar mit sechs Kindern. Sie haben in der Nähe von München alles verkauft und sind nach Australien ausgewandert. Die Kinder machen Homeschooling, was hier recht verbreitet ist, und die ganze Familie reist gemeinsam durch Australien. Spannend!

Nachdem wir die Aussicht ausgiebig genossen haben, geht es weiter zur Kalamina Gorge. Die Zufahrt ist diesmal schwieriger, da sie über eine unbefestigte Straße führt. Am Ende werden wir mit der Kalamina-Schlucht und einem Wasserfall belohnt. Ein wunderschöner Tag, den wir mit einem Heuballen-Feuer bei Alan und Donna ausklingen lassen.

Es ist Montag, der 25. August 2025. Wir sind in Western Australia – hier funktioniert vieles ein bisschen anders als an der Ostküste. Bereits am Freitag wollte ich online einen Platz im Caravan Park in Coral Bay buchen. Dabei stellte sich heraus, dass Onlinebuchungen nur für Zeiträume ab sieben Tagen im Voraus möglich sind. Wer kurzfristiger buchen will, muss zwischen 9 und 17 Uhr telefonisch anrufen.

Am Freitag habe ich kurz nach 17 Uhr angerufen, aber nur den Anrufbeantworter erreicht. Über das Wochenende wussten wir deshalb nicht, wohin wir am Montag fahren würden. Alan ist schon früher losgefahren, um in Tom Price einen neuen Reifen für den Wohnwagen zu besorgen.

Punkt 9 Uhr rufe ich in Coral Bay an – und siehe da, ich bekomme sofort einen Platz für den gewünschten Zeitraum. Allerdings sind die Preise in Western Australia deutlich höher als im Osten. Ein Tag in Coral Bay kostet 68 AUD, WLAN gibt es nicht. Uns stört das nicht, da wir mit Starlink völlig autark sind.

Bis Coral Bay sind es über 650 km. Deshalb beschließen wir, nach etwa 400 km einen Free-Camp-Stopp einzulegen. Die Strecke führt durch menschenleeres Outback, und es fällt sofort auf, wie wenig Verkehr herrscht. Zwischen Port Hedland und dem Karijini-Nationalpark kamen uns alle zehn Minuten Road Trains entgegen – hier zwischen Karijini und Coral Bay sehen wir keinen einzigen. Die Landschaft verändert sich ebenfalls. Genau so hatten wir uns Australien vorgestellt, bevor wir im Dezember 2024 hierhergekommen sind.

Am verabredeten Treffpunkt fürs Free Camping sehen wir Donna und Alan zunächst nicht, obwohl sie früher losgefahren waren. Später stellt sich heraus: Das Reifenpech verfolgt sie weiterhin, sie hatten erneut eine Panne.

Am Dienstag, den 26. August 2025, erreichen wir gegen 13 Uhr Coral Bay.

Coral Bay bestätigt, was man oft hört: Western Australia ist schöner als der Rest des Landes. Das Dorf ist klein, mit drei Caravan Parks und einem Einkaufszentrum. Der Strand ist durch das Korallenriff vom Indischen Ozean geschützt. Dadurch ist das Wasser frei von Haien und großen Wellen. In der Ferne sieht man die weißen Brecher, die am Riffrand entstehen. Die Farben des Wassers sind unglaublich und werden durch das Blau des Himmels noch verstärkt. Fotos können diese Schönheit kaum einfangen.

Seit Dienstag genießen wir hier die Natur, besuchen das Shark Sanctuary, das etwa 2,5 km entfernt liegt, in der Hoffnung, Haie zu sehen.

Ein spannender Ausflug steht uns am Sonntag noch bevor – und am Montag geht es weiter nach Exmouth.

Was erwartet uns in Karijini NP (17.08.2025 – 23.08.2025)

Sonntag, 17. August – Wahlbeobachtung

Heute freuen wir uns auf die bevorstehende Wahlbeobachtung, die wir über das Visitor Center gebucht haben. In der Hoffnung, springende Pottwale zu sehen, erinnern wir uns an unsere bisherigen Erfahrungen:

  • Südafrika: Dort konnten wir eine Walmutter mit Kalb beobachten – leider nur kurz, aber trotzdem ein fantastisches Erlebnis.
  • Kanada: Weniger beeindruckend. Wir sahen nur aus der Ferne ein paar Belugas.

Mit großen Erwartungen starteten wir also in die vierstündige Tour.

Zunächst gab es etwas Verwirrung wegen der Abholzeit, die sich kurzfristig geändert hatte. Schließlich wurden wir von einem kleinen Bus des Veranstalters abgeholt und zum Gantheaume Beach gebracht. Dort ging es per Boot weiter zu einem Katamaran. Nach rund zwei Stunden entdeckten wir endlich die ersten Wale in der Ferne und konnten auch ein paar Fotos machen. Begeistert waren wir aber nicht.

Interessanterweise zeigte uns später unser Nachbar im Caravan Park ein Video von einer atemberaubenden Walbegegnung – und schenkte es uns sogar. Dieses Video findet ihr unten.

Nach Sonnenuntergang kehrten wir zurück und ließen den Abend gemütlich in der Divers Tavern ausklingen.

Montag – Werkstatttermin

Heute stand die Inspektion unseres Mitsubishis an – der Termin war schon vor drei Wochen vereinbart. Um 7:00 Uhr mussten wir in der Werkstatt sein, also hieß es sehr früh aufstehen. Da der öffentliche Nahverkehr in Broome praktisch nicht existiert, nahmen wir ein Taxi. Gegen 13:00 Uhr konnten wir unser Fahrzeug wieder abholen – alles in bester Ordnung.

Danach erledigten wir noch Einkäufe und fuhren zurück zum Caravan Park, um uns auf die Weiterreise zum 80 Mile Beach und anschließend in den Karijini National Park vorzubereiten.

Dienstag, 19. August – Fahrt zum 80 Mile Beach

Früh am Morgen starteten wir über die A1 in Richtung Westen. Blauer Himmel und strahlende Sonne begleiteten uns. Die Landschaft wurde zunehmend wüstenähnlich. Kurz vor der Abfahrt tankten wir noch einmal auf – ein Muss in Australien, da Tankstellen oft weit auseinanderliegen. Die Spritpreise sind hier deutlich höher als im Osten oder in Städten.

Nach rund 40 km nach der Tankstelle ging es von der asphaltierten Straße auf eine 10 km lange Schotterpiste. Ein Video dazu findet ihr unten.

Am 80 Mile Beach Caravan Park trafen wir unsere Freunde Donna und Alan. Gemeinsam planten wir die Weiterreise in den Karijini NP und sprachen über das Angeln am nächsten Morgen. Am Mittwoch probierten wir uns außerdem im Autofahren am Strand. Der 80 Mile Beach ist gigantisch – bei Ebbe fast 200 Meter breit und scheinbar endlos lang.

Donnerstag – Fahrt in den Karijini National Park

Die Reise musste gut geplant sein, denn im Karijini gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten. Also deckten wir uns in Port Hedland mit Vorräten ein und tankten. Hier begegneten uns zahlreiche Roadtrains – ein beeindruckender Anblick.

Am letzten Tankstopp vor dem Nationalpark, dem Auski Tourist Village, warteten wir auf Donna und Alan. Sie hatten eine Reifenpanne am Wohnwagen und mussten den Reifen wechseln. Gemeinsam fuhren wir weiter – inzwischen war es dunkel. Immer wieder kamen uns gewaltige Roadtrains entgegen. Besonders beeindruckend: ein Zug mit 276 Waggons und zwei Lokomotiven.

Nach rund 40 km erreichten wir einen Übernachtungsplatz kurz vor dem NP. Da es keine festen Stellplätze im Park gibt, gilt: Wer zuerst kommt, bekommt den besten Platz. Deshalb wollten wir am nächsten Morgen so früh wie möglich im Park sein.

Übrigens: Neben den Übernachtungsgebühren wird im Karijini auch ein Eintritt fällig.

Freitag – Ankunft im Karijini NP

Früh morgens fuhren wir hinein – und stellten überrascht fest, dass es reichlich freie Plätze gab. So kann man sich täuschen. Wir richteten unseren Wohnwagen ein und fuhren zum Visitor Center. Dort empfahl man uns, sofort die Weano Gorge zu besuchen, da Regen angekündigt war. Bei Niederschlag werden die Schluchten schnell gesperrt.

Zum Glück folgten wir dem Rat – die Schlucht war überwältigend. Fotos können dieses Erlebnis nur unzureichend wiedergeben.

Samstag – Dales Gorge

Heute früh wanderten wir zur Dales Gorge. Zuerst besuchten wir den Fern Pool, ein wunderschöner Ort zum Baden. Danach ging es zurück zu den Fortescue Falls. Leider rutschte Beata dort unglücklich aus, sodass wir die Wanderung abbrechen und zurück zum Wohnwagen mussten. Nach Versorgung des Knies und etwas Ruhe wagten wir am Nachmittag einen einfacheren Weg entlang der Dales Gorge – ein gelungener Ersatz, auch wenn die Schlucht selbst spannender gewesen wäre.

Regen in Australien

Am Abend setzte Regen ein – mal sehen, was uns der nächste Morgen bringt. Wir werden berichten.

Chillen in Broome (10.08.2025 – 16.08.2025)

Sonntag, 10.08.

Wir stehen noch immer auf dem Caravan Park beim Roebuck Roadhouse. Eigentlich hätten wir schon nach Broome weiterfahren wollen, doch dort war für die ersten beiden Tage kein Platz mehr zu bekommen. Also haben wir unsere Buchung bei der Ankunft am 8. August verlängert – ein Glück, dass wir den Hauptaufenthalt in Broome schon zwei Wochen im Voraus reserviert hatten. Spontan wäre hier im Moment gar nichts möglich.

Die Verlängerung hatte allerdings einen Haken: Wir mussten auf einen anderen Stellplatz umziehen. Mein Versuch, die Rezeption noch einmal umzustimmen, blieb erfolglos. Also hieß es: alles abbauen, alles wieder aufbauen. Zu unserer Freude entpuppte sich der neue Platz aber als viel besser – ruhiger, ohne die vielen Vögel, die uns vorher mit ihren Spuren beschäftigt hatten, und mit einer einfachen Zufahrt. Nach nur 30 Minuten stand unser kleines Zuhause wieder, und wir konnten uns auf den Weg ins 33 Kilometer entfernte Broome machen.

Heute beginnt ein Naturereignis, das nur an drei Tagen im Monat zu sehen ist: die berühmte Staircase to the Moon. Sie erscheint, wenn der Vollmond mit der extremen Ebbe zusammentrifft. Im August passiert das nur zwischen dem 10. und 12. – die nächste Chance gibt es erst wieder am 9. September.

Als zusätzliche Besonderheit nur am 10. August: die Fusion Sculpture. Diese Muschel-Skulptur wurde 2022 am Eingang zu Chinatown aufgestellt – ein Symbol für Broomes Geschichte als Perlenstadt. Genau heute Abend steigt der Vollmond an einer Stelle auf, an der er mit der Statue eine perfekte Linie bildet. Ein Ereignis, das nur zweimal im Jahr geschieht.

Wir wollen beides erleben und fahren gegen 15 Uhr los. Am Town Beach wird es bereits voll, die Parkplätze sind knapp, aber wir haben Glück. Viele Menschen haben sich schon eingerichtet, manche mit Stühlen und Picknicktischen. Wir begnügen uns mit zwei Klappstühlen und etwas Geduld.

Die Stimmung wird plötzlich von einem lauten Streit unterbrochen: Drei Aborigine-Frauen gehen auf einen weißen Mann los, schreien ihn an und greifen ihn sogar körperlich an. Seine Frau versucht vergeblich, ihn zu schützen. Eine Frau neben uns ruft die Polizei, die kurz darauf eingreift. Später erfahren wir, dass die Frauen mit Handschellen abgeführt wurden.

Dann beginnt das Schauspiel: Die Staircase to the Moon. Das Licht des Vollmonds spiegelt sich in der ablaufenden Tide und zieht wie eine goldene Treppe über das Watt bis zum Horizont. Worte und Fotos können dieses Bild kaum festhalten – es ist ein Gänsehautmoment.

Nach der Vorstellung fahren wir noch zur Fusion Sculpture. Leider hatten viele dieselbe Idee, und so bleibt es bei ein paar eher flüchtigen Bildern. Trotzdem – ein eindrucksvoller Abend.

Montag, 11.08.

Ein Ruhetag im Caravan Park von Roebuck.

Dienstag, 12.08.

Wir ziehen nach Broome um, wo wir für sieben Nächte bleiben. Schon beim Ankommen merken wir: Hier herrscht eine ganz andere Stimmung. Viele junge Leute, Backpacker aus aller Welt – an der Rezeption treffen wir sogar eine junge Frau aus Posen.

Nachdem wir uns eingerichtet haben, telefonieren wir mit Donna und Alan. Sie waren angeln, hatten aber kein Glück. Wir verabreden uns am Gantheaume Point, direkt am Indischen Ozean. Das Meer liegt ungewöhnlich ruhig vor uns, wir sitzen zusammen, schauen den Badenden zu, und Alan versucht erneut sein Anglerglück – wieder vergebens. Am Abend sehen wir uns noch einmal die Staircase to the Moon an, diesmal ohne Zwischenfälle. Eine stille, schöne Stimmung.

Mittwoch, 13.08.

Ein Strandtag. Nach acht Monaten Australienreise, davon viele an der Küste, ist dies vielleicht unser erster richtiger Tag des Faulenzens und Sonnenbadens. Keine Pläne, nur Sand, Sonne und Meer.

Donnerstag, 14.08. – Samstag, 16.08.

An diesem Wochenende findet in Broome das große Rodeo statt. Natürlich wollen wir dabei sein. Die Einheimischen warnen uns vor Taschendieben, also nehmen wir den kostenlosen Shuttlebus. Ein Fehler: Wir warten fast anderthalb Stunden an der Haltestelle, bis endlich ein Bus kommt. Auf dem Rückweg ist nicht einmal klar, wo er halten wird. Das Rodeo selbst ist interessant – Cowboys, wilde Ritte, eine Menge Atmosphäre – aber wir merken schnell: Es ist nicht wirklich unser Ding.

Am Freitag unternehmen wir etwas ganz anderes: Wir fahren zur Willie Creek Pearl Farm, etwa 30 Minuten von Broome entfernt. Die rote Piste dorthin rüttelt uns kräftig durch, doch wir gewöhnen uns langsam an solche Straßen. Der Weg ist mit großen roten Kugeln markiert – wer sich nicht daran hält, verirrt sich leicht.

Die Farm wurde 1990 gegründet und ist bis heute ein Familienbetrieb. Ihre Perlen sind weltweit bekannt. Im Shop bestaunen wir den Schmuck, die Preise sind allerdings astronomisch. Immerhin ist die Kulisse grandios: der blaue Ozean, weiße Sandbänke, grüne Mangroven – ein Farbenspiel wie aus dem Bilderbuch.

Danach geht es zum Simpson Beach. Hier leuchtet alles in warmen Rottönen: Sand, Felsen, Klippen – kontrastiert vom strahlend blauen Himmel und Meer. Ein magischer Ort.

Zum Abschluss des Tages fahren wir noch einmal nach Gantheaume Point. Wir setzen uns auf die roten Felsen und sehen die Sonne im Meer versinken. Das Licht färbt alles in ein tiefes Orange-Rot, ein Moment, der sich ins Gedächtnis brennt.

Am Samstagmorgen schlendern wir über den Markt in der Stadt. Rund um das Gerichtsgebäude stellen Künstler ihre Werke aus: Gemälde, Handarbeiten und natürlich Schmuck – viele Stücke aus Perlen, Broomes weißem Gold. Wir bummeln gemütlich, fahren dann zurück in den Caravan Park, genießen dort den Pool und entspannen.

Den Abend verbringen wir am Strand – ein letzter Sonnenuntergang, bevor morgen ein ganz anderes Highlight auf uns wart

Stairs to the Moon als Ziel (4.08.2025-9.08.2025)

In jedem Land gibt es besondere Traditionen. Wir haben gelernt, dass es in Australien ebenfalls eine interessante Gewohnheit gibt: Wenn man das Rentenalter erreicht – oder manchmal schon früher – kauft man sich einen Wohnwagen, falls man noch keinen besitzt, und begibt sich auf den sogenannten „Loop“ – eine Reise rund um Australien.

Als wir unsere eigene Tour planten, war uns das noch nicht bewusst. Doch Begegnungen mit vielen Reisenden haben uns diesen Trend deutlich bestätigt.

Das hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen bringt es wirtschaftliche Impulse, da die Caravan Parks außerhalb der Schulferien vor allem von Rentnern gut ausgelastet sind. Zum anderen haben die Ruheständler ein Ziel und eine Aufgabe, die ihr Leben bereichern. Gleichzeitig entdecken sie die Schönheit Australiens und knüpfen unterwegs viele neue Kontakte. Oft ist sogar die ganze Familie in die Planung und Durchführung solcher Reisen eingebunden. Die reisenden Rentner sind dabei meist mit modernster Kommunikationstechnik ausgestattet, sodass sie selbst in Gebieten ohne terrestrisches Netz erreichbar bleiben. Nicht selten sieht man sie ständig telefonieren.

Mit unseren neuen Freunden Donna und Alan haben wir noch eine weitere Besonderheit kennengelernt: „Free Camping“. Während es im Süden und Osten Australiens ein dichtes Netz gut ausgestatteter Caravan Parks gibt – mit „powered sites“ (Strom- und Wasseranschluss) und „unpowered sites“ – nutzen viele im Outback einfach kostenlose Stellplätze, um zu übernachten.

Natürlich fragt man sich, ob „Free Camping“ sicher ist – vor allem im Norden, wo Beschaffungskriminalität in Städten wie Katherine, Halls Creek oder Fitzroy Crossing ein Problem darstellt. Dort gibt es sogar bewachte Alkoholverkaufsstellen, und man muss sich beim Kauf von Bier ausweisen. Doch fernab der Städte merkt man davon nichts: Die Menschen sind friedlich, offen und man fühlt sich sicher.

Montag, 4. August – Aufbruch ins Outback

Von Kununurra aus fahren wir Richtung Westen und treffen Donna und Alan nahe der Zufahrtsstraße zum Purnululu National Park. Es ist tief im Outback, die Hitze liegt bei über 35 °C. Auf einem großen Parkplatz mit Toilettenhäuschen stellen wir unsere Wohnwagen so ab, dass es für eventuelle Diebe möglichst schwer wäre. Danach machen wir eine kurze Probefahrt auf der unbefestigten Straße, überqueren einen Fluss und kehren zurück. Am nächsten Morgen wollen wir in den Nationalpark fahren.

Ein Tag im Purnululu National Park

Von der Great Northern Highway dauert die Anfahrt etwa zwei Stunden: 51 Kilometer holprige, rote Piste bis zum Visitor Centre, nur für 4WD-Fahrzeuge geeignet. Mehrere Flussdurchquerungen lassen uns kurz zweifeln, doch Alan meistert sie souverän. In der Regenzeit ist der Park übrigens geschlossen und nur aus der Luft zu sehen.

Vom Visitor Centre aus sind es noch rund 50 Minuten bis zum südlichen Teil der berühmten Bungle Bungle Sandsteinformationen. Die gewaltigen, orangefarbenen Lagen verdanken ihre Färbung oxidiertem Eisen. Wir wandern zu den „Domes“ und zur „Cathedral Gorge“. Der Weg ist einfach, doch die Hitze macht ihn anstrengend.

Nach einer Mittagspause fahren wir in den nördlichen Teil des Parks und besuchen die enge Schlucht „Echidna Chasm“. Hier spenden Palmen und Felswände Schatten, sodass es sich angenehm wandern lässt. Die Schlucht verengt sich zunehmend, und am Ende sehen wir über unseren Köpfen riesige Felsbrocken, die sich zwischen den Wänden verkeilt haben.

Nach zweistündiger Rückfahrt in der Dunkelheit erreichen wir müde, aber glücklich unseren Wohnwagen.

Weiter nach Broome

Zwei weitere Tage bringen uns nach Broome. Da wegen des Ereignisses „Stairs to the Moon“ alles ausgebucht ist, stehen wir etwa 35 Kilometer außerhalb. Am Sonntag, dem 10. August, wollen wir daran teilnehmen – und dann mehr darüber berichten.

Die Reise geht weiter (27.07 -2.08.2025)

Sonntag, 27.7.

Den Sonntag verbringen wir entspannt am Infinity-Pool mit herrlichem Blick auf den Lake Argyle. Dieser Stausee entstand in den Jahren 1971/72 durch den Bau eines Staudamms am Ord River. Er ist das zweitgrößte Süßwasserreservoir Australiens – gemessen an der Wasseroberfläche sogar das größte: etwa viermal so groß wie der Bodensee.

Der Staudamm selbst ist ein Erdschüttdamm, gebaut ohne einen einzigen Gramm Zement. Das dafür benötigte Schüttgut wurde lediglich 200 Meter entfernt gesprengt – auch, um Transportkosten zu sparen. Der Bau des Damms kostete rund 20 Millionen AUD.

In den vergangenen 55 Jahren hat sich im See ein neues Ökosystem entwickelt, mit verschiedenen Fischarten und einer Vielzahl an Vogelarten. Auch etwa 35.000 Süßwasserkrokodile leben hier. Durch den gestiegenen Wasserspiegel wurden viele Felsrücken in kleine Inseln verwandelt. Auf einer davon entdecken wir sogar eine Kängurufamilie. Das Wasser dient nicht nur der Energiegewinnung, sondern auch zur Bewässerung der landwirtschaftlich geprägten Kimberley-Region. Übrigens: Das Kraftwerk kann den Jahresbedarf von rund 40.000 Haushalten decken.

Montag, 28.7.

Heute besuchen wir die Durack Homestead, einen historischen Familienlandsitz, der vor der Flutung des Gebiets im Jahr 1971 abgebaut und an höherer Stelle am See wieder aufgebaut wurde.

Der Pionier Patrick Durack, ein irischer Einwanderer, trieb über 7000 Rinder und 200 Pferde von Queensland in die Kimberleys – ein Viehtrieb, der drei Jahre dauerte und als der längste und aufwendigste in der Geschichte Australiens gilt.

Seine Enkelin Mary Durack bewohnte das Haus bis zu ihrem Tod im Jahr 1994. Sie schrieb die Familiensaga “Kings in Grass Castles”. Die Familienmitglieder sind im Garten begraben – ein wenig befremdlich für uns, aber zugleich sehr persönlich und berührend.

Dienstag, 29.7.

Für heute buchen wir eine vierstündige Sonnenuntergangs-Bootstour auf dem Lake Argyle. Obwohl wir vier Stunden unterwegs sind, sehen wir nicht einmal ein Viertel des Sees – seine Größe ist beeindruckend. Ein Highlight ist ein kurzer Stopp in einer Bucht zum Baden. Die Crew sorgt für gute Stimmung und animiert zum Schwimmen. Piotr springt ins Wasser und genießt seinen Weißwein direkt im See.

Beim Sonnenuntergang entstehen unzählige Fotos – das Farbenspiel am Himmel ist einfach spektakulär.

Während der Tour lernen wir ein Ehepaar aus Queensland kennen, das die gleiche Route wie wir geplant hat. Nach längerem Austausch beschließen wir, die Reise gemeinsam fortzusetzen. Sie verlassen Lake Argyle bereits am Mittwoch, während wir unseren Aufenthalt bis Samstag verlängern. Wiedersehen ist in Kununurra geplant.

Die nächsten Tage

Die kommenden Tage verbringen wir ruhig – mit Sonnenbaden, Lesen und weiterer Reiseplanung.

Samstag, 2.8.

Heute verlassen wir Lake Argyle und fahren nach Kununurra, ein etwa 70 Kilometer entferntes Städtchen mit rund 7000 Einwohnern. Dort decken wir uns mit Proviant für die kommende Woche ein.

Danach besuchen wir den Ivanhoe Crossing, eine seichte Stelle im Fluss, an der man mit dem Auto durchfahren kann. Wir beobachten die vorbeifahrenden Fahrzeuge und überlegen, ob wir es auch wagen sollen – vielleicht morgen…

Am Abend treffen wir uns mit Donna und Alan, unseren Bekannten vom Lake Argyle, und besprechen die gemeinsame Weiterreise. Wir freuen uns sehr und sind gespannt auf das, was kommt.

Tropisch weiter in Richtung Westen (20.07.2025-26.07.2025)

Eigentlich wollten wir am Sonntag, den 20.7., schon weiter Richtung Kakadu ziehen. Doch wir haben spontan umgeplant und den Tag stattdessen entspannt am Pool verbracht. Bei über 30 Grad und strahlender Sonne genau die richtige Entscheidung. Der Caravanpark bietet gleich zwei Schwimmbäder – perfekte Voraussetzungen zum Abschalten.

Am Montagmorgen starten wir dann in Richtung Kakadu Nationalpark. Die Strecke ist mit 224 Kilometern eigentlich nicht lang, aber bei der Hitze und der konstanten Steigung eine kleine Herausforderung. Wir kaufen uns einen Wochenpass für den Park – der ist Pflicht, auch wenn niemand kontrolliert. Gegen 12 Uhr erreichen wir den Kakadu Caravan Park in Jabiru. Eine Reservierung ist hier nicht möglich, aber wir bekommen problemlos einen Platz. Bezahlt wird direkt am Eingang, dann darf man sich seinen Stellplatz selbst aussuchen.

Nachdem wir unseren Wohnwagen abgestellt haben, fahren wir kurz nach Jabiru, um zu sehen, was es dort gibt. Wie in vielen Nationalparks beschränkt sich das Angebot auf das Nötigste: Tankstelle, kleiner Supermarkt, Medical Center. Wir waren vorbereitet und haben in Darwin bereits eingekauft. Im Informationszentrum lassen wir uns eine Route empfehlen – die Hitze macht uns jedoch ziemlich müde. Also lassen wir den Tag entspannt am Pool ausklingen.

Am Dienstag geht es nach dem Frühstück Richtung Süden zur Kulturstätte Nanguluwurr. Dort machen wir einen über 4 Kilometer langen Spaziergang und bewundern über 20.000 Jahre alte Felsmalereien der Aborigines – beeindruckend! Anschließend fahren wir zum Anbangbang Billabong, wo wir im Schatten picknicken und viele verschiedene Vogelarten beobachten. Gestärkt geht es weiter zum Nawurlandja Lookout. Der Aufstieg lohnt sich – der Blick über den südlichen Teil des Kakadu Nationalparks ist atemberaubend.

Danach besuchen wir das Kulturzentrum Warradjan Aboriginal Cultural Centre. Kakadu ist ein bedeutender Ort der Aboriginal-Kultur, viele Besucher kommen hierher, um mehr über diese einzigartige Lebensweise zu erfahren.

Am Abend haben wir eine Bootstour auf dem Yellow Water gebucht – die Speisekammer des Nationalparks in der Trockenzeit. Wir dachten, es würde ruhig und überschaubar – ein Irrtum. Es waren vier große Boote gut gefüllt, aber das Erlebnis war dennoch einmalig. Die Tierwelt zeigte sich von ihrer besten Seite. Bilder und Clips folgen unten.

Zurück am Wohnwagen sind wir erst gegen 21 Uhr.

Am Mittwoch geht es nach dem Frühstück in den nördlich gelegenen Teil des Parks zur Stätte Ubirr – etwa 30 Kilometer entfernt. Nach den Eindrücken vom Vortag waren unsere Erwartungen nicht allzu hoch, doch wir wurden positiv überrascht. Die Felsmalereien sind beeindruckend zahlreich und zeigen viele bedeutende Motive der Aborigines. Einige der Gemälde liegen in einer ungewöhnlichen Höhe – angeblich wurden sie von Geistern geschaffen, die die Steine nach unten versetzen und nach getaner Arbeit wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückbringen.

Zum Abschluss erwartet uns ein fantastischer Blick über den nördlichen Kakadu. Das Flusssystem rund um den Alligator River liegt vollständig im Schutzgebiet. Der Name ist ein Irrtum: In Australien gibt es keine Alligatoren, sondern nur Krokodile. Der Entdecker hatte sich damals geirrt – eine Umbenennung wurde aus Kostengründen nie umgesetzt. In der Trockenzeit (Mai bis November) wirkt die Landschaft völlig harmlos – ausgetrocknete Flussläufe und staubige Wege. Doch die Schilder mit “Floodway” und die Pegelanzeigen verraten, was hier in der Regenzeit geschieht: Der Wasserspiegel steigt um mehrere Meter und macht viele Straßen unpassierbar. In dieser Zeit ist der Park komplett geschlossen.

Zufrieden kehren wir zum Caravanpark zurück.

Am Donnerstag reisen wir weiter Richtung Katherine. Diesmal geht es stetig bergab. Wir kennen Katherine bereits von der Hinfahrt nach Darwin – also machen wir nur einen kurzen Einkaufsstopp und eine Übernachtung. Am nächsten Tag geht es weiter nach Timber Creek. Der dortige Caravanpark ist nicht reservierbar – wer zuerst kommt, bekommt den Platz. Wir hoffen auf einen Platz mit Strom – leider sind wir zu spät dran. Diese Plätze sind heiß begehrt und meist bis spätestens 12:30 Uhr vergeben. Also bleiben wir ohne Strom – was bedeutet: keine Klimaanlage in der heißen Nacht. Wieder was gelernt!

Es gab aber auch positive Seiten: Wir haben ein sehr nettes Ehepaar aus Newcastle kennengelernt und uns über unsere Reisepläne ausgetauscht. Sie kamen gerade aus Westaustralien und versorgten uns mit vielen nützlichen Tipps.

Das “Highlight” des Caravanparks war das Essen – allerdings im negativen Sinne: Wir bestellten frittierte Maultaschen mit Pommes – ungenießbar! Unser Rat: Wer nach Timber Creek kommt, sollte besser eigenes Proviant mitbringen.

Am Samstagmorgen geht es weiter zum Lake Argyle – 230 km Fahrt. An der Grenze zwischen dem Northern Territory und Westaustralien erwartet uns eine unangenehme Überraschung: eine Quarantänekontrolle. Frisches Obst und Gemüse dürfen nicht eingeführt werden – ein Großteil unserer Vorräte muss abgegeben werden. So ist das eben.

Im Discovery Resort Lake Argyle bleiben wir vier Nächte. Der erste Eindruck ist sehr positiv – wir sind gespannt, was uns hier erwartet.

Wir werden weiter berichten!

Bis zum nächsten Update!

Roadtrip Richtung Norden – 2.400 km durch das australische Outback (5.07-12-07.2025)

Eine Woche voller Abenteuer, Hitze, Staub und Geschichten

Tag 1 – Sonntag, 6. Juli: Tropischer Abschied in Millaa Millaa

Wir wachen unter tiefhängenden Wolken in Millaa Millaa auf. Der Ort liegt auf 850 m Höhe in den Atherton Tablelands. Unser Tagesziel: ein Ausflug zu den Malanda Falls. Dort spazieren wir durch den tropischen Regenwald, lauschen exotischen Vögeln und entspannen am Wasserfall.

Am Abend planen wir unsere nächste Etappe: 590 km nach Normanton. Google Maps schlägt zwar die kürzeste Route vor, aber die ist unbefestigt. Also greifen wir zur Papierkarte und holen uns im Visitor Information Centre zusätzliche Infos.

Tag 2 – Montag: Aufbruch in das trockene Herz Australiens

Früh am Morgen geht’s los. Wir verabschieden uns endgültig von der Region Cairns und den grünen, wasserreichen Tablelands. Gleich nach dem Caravanpark überrascht uns ein überfluteter Abschnitt – ein Bach führt zu viel Wasser.

Nach etwa 150 km wird das Landschaftsbild drastisch anders: Das satte Grün weicht trockenen Gelb- und Brauntönen, die Hitze nimmt zu.

Der Savannah Way startet komfortabel – breit, mit Überholspur – bis plötzlich enge, nur teils asphaltierte Passagen folgen. Wir sind dennoch froh, dass wenigstens die Mittellinie geteert ist. (Ein paar Videoeindrücke hängen wir an!)

Am späten Nachmittag erreichen wir Normanton, bauen den Wohnwagen auf und machen uns ans Abendessen. Der Ort ist bekannt als Endstation des historischen „Gulflander“ – einer Bahnlinie aus der Goldrauschzeit der 1890er. Zudem wurde hier 1957 das größte jemals dokumentierte Krokodil „Krys“ erschossen – unglaubliche 8,63 Meter lang.

Tag 3 – Dienstag: Karumba – Australiens Barramundi-Hauptstadt

Heute fahren wir nach Karumba, eine kleine Stadt am Golf von Carpentaria. In den 1950er-Jahren wurde sie durch die Fischerei bekannt. Kurz vor dem Aussterben rettete sie der Barramundi-Fang – heute ist Karumba berühmt für diese Fischart in ganz Australien.

Baden im Meer? – Leider verboten. Wir sind im Krokodilland, und das wird uns an jeder Ecke deutlich gemacht – zur eigenen Sicherheit.

Tag 4 – Mittwoch: Weiterfahrt nach Mount Isa

Die nächste Etappe: 498 km nach Mount Isa. Alles läuft nach Plan. Entlang der Straße beobachten wir gezielte Kontrollbrände – sie dienen als Brandschutz während der Trockenzeit.

In Mount Isa bleiben wir zwei Nächte. Wir besuchen das Riversleigh Fossil Discovery Centre, das die Geschichte einer Region zeigt, die über einige der größten Silber-, Kupfer-, Zink- und Bleivorkommen der Welt verfügt.

Nach einem Snack im Museum (Bananenbrot & Kaffee!) geht’s weiter zum Lake Moondarra – hier kann man fischen, Boot fahren und sogar schwimmen… mit Vorsicht, denn auch hier leben Süßwasserkrokodile. Es ist Winter – der See ist still, keine Besucher weit und breit.

Tage 5 & 6 – Freitag & Samstag: 1.000 Kilometer, unendliche Straße

Zwei volle Fahrtage liegen vor uns. Alle 200 km machen wir Pause zum Tanken, Kaffee trinken und Durchatmen.

Die Nacht verbringen wir im Threeways Roadhouse in Warumungu (Northern Territory). Viele Camper fahren Richtung Alice Springs, wir hingegen – Richtung Darwin. Die Roadhouses unterwegs sind sehr unterschiedlich: von top renoviert bis dringend renovierungsbedürftig.

Dunkle Begleitung: Der Fall Caroline Wilga

Während der gesamten Reise begleitet uns ein Thema: die vermisste deutsche Backpackerin Caroline Wilga, die seit dem 29. Juni bei Perth verschwunden war. Ihre Geschichte dominiert die australischen Radiosender. Uns bewegt das sehr – wir haben viele junge Backpacker getroffen. Es hätte auch uns treffen können.

Immer wieder diskutieren wir die Anschaffung eines Starlink-Telefons, um im Notfall erreichbar zu sein. Besonders in Western Australia könnte das noch entscheidend sein.

Ankunft in Mataranka – endlich entspannen

Am Samstag um 15:00 Uhr erreichen wir endlich Mataranka, unser erstes großes Ziel im Northern Territory. Morgen besuchen wir die berühmten heißen Quellen – die perfekte Belohnung nach so vielen Stunden auf der Straße.

Und zum Glück: Caroline Wilga wurde nach 12 Tagen lebend gefunden, nur leicht verletzt. Wir hoffen, dass si

🌴 Letzte Woche an der Ostküste Australiens (29.06.2025-5.07.2025)

Sonntag, 29. Juni – heute beginnt unsere letzte Woche an der Ostküste Australiens. Die Pläne sind umfangreich – und Cairns hat wirklich viel zu bieten.

Das Wetter ist wechselhaft und die Prognosen nicht gerade vielversprechend, aber wir starten trotzdem motiviert unseren ersten Ausflug:

🚠 Mit dem Skyrail nach Kuranda

Wir fahren mit dem Skyrail von Smithfield nach Kuranda. Die Tickets sind schnell gekauft und wir steigen direkt in die Gondel. Es sind nicht viele Besucher unterwegs.

Eine mehrsprachige App führt uns informativ durch den Regenwald – passend zur Position. Sehr empfehlenswert!

An der ersten Station nehmen wir an einer geführten Tour mit einem Ranger teil. Wir lernen viel über den Regenwald und treffen unseren ersten Cassowary – leider nur ausgestopft. Wir hoffen, ihn später noch in freier Wildbahn zu sehen.

Die Gondel schwebt über die Baumwipfel – bei gutem Wetter ist die Aussicht spektakulär. Die Mitarbeitenden sorgen für klare Sicht und gute Infos an den Haltestellen.

In Kuranda angekommen, regnet es kräftig und wird deutlich kühler. Auch auf dem Rückweg bleibt es neblig. Doch zurück in Smithfield ist es wieder trocken und warm. Typisch Regenwald!

👉 Fazit: Der Ausflug lohnt sich trotz Wetter – die Aussicht ist stellenweise grandios.

🌊 Montag: Crystal Cascades & Sonnenuntergang in Yorkeys Knob

Am Abend zuvor lernen wir im Caravanpark unseren neuen Nachbarn Chris kennen. Er wohnt in Cairns, zieht gerade um und verbringt die Übergangszeit hier. Er empfiehlt uns:

  • Crystal Cascades
  • Sonnenuntergang in Yorkeys Knob

Wir folgen seinem Tipp. Die Crystal Cascades sind gut ausgeschildert. Am Eingang gibt es Toiletten und einen großen Parkplatz. Der Ort ist wunderschön – ein terrassenartig aufgebauter Fluss, der auch zur Wasserversorgung von Cairns dient.

Ein Spaziergang entlang des Wassers ist sehr empfehlenswert.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Yorkeys Knob. Wir besuchen die Marina. Die Strände dort sind herrlich – aber Vorsicht vor Salzwasserkrokodilen! Nach dem Lunch geht’s zurück zum Caravanpark.

✈️ Dienstag: Flug über das Great Barrier Reef

Wir stehen früh auf – unser Wohnwagen muss zum Service. Danach fahren wir zum Flughafen zur Firma Daintree Air. Von dort starten kleine Rundflüge über das nördliche Great Barrier Reef.

Nach einer kurzen Sicherheitsanweisung steigen wir in eine kleine Cessna (8 Plätze). Der Start verzögert sich, aber schließlich hebt die Maschine ab. Zum Glück bei strahlendem Sonnenschein!

Der Ausblick auf das Riff und das Farbspiel im Ozean ist unvergesslich. Nach etwa 50 Minuten landen wir wieder – der Flug war etwas wackelig, ein Passagier musste zur Spucktüte greifen.

Anschließend verbringen wir drei entspannte Stunden im Botanischen Garten von Cairns, bevor wir unseren Wohnwagen wieder abholen.

🕕 Gegen 18:00 Uhr ist es bereits dunkel – Winterzeit in Queensland.

 Mittwoch: Golfplatz & Nachtmarkt

Heute wollen wir etwas für unsere Fitness tun und besuchen einen nahegelegenen Golfplatz. Golf ist hier extrem beliebt – die Startlisten sind fast durchgehend voll. Da man auch mit Fremden spielen muss, was uns zu stressig ist, nutzen wir nur die Driving Range.

Am Abend besuchen wir den Cairns Night Market. Unser Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht. Es handelt sich um eine große Halle mit vielen kleinen Essensständen – einige lokal, viele eher touristisch.

🐊 Donnerstag: Krokodile & Wildlife

Früh morgens geht es zur Krokodilfarm (ca. 40 km entfernt). Wir haben die Fütterung um 08:30 Uhr gebucht – aber die Eile war nicht nötig. Die Farm ist eher ein kleiner Zoo bzw. Freizeitpark, mit verschiedenen Tieren und gut organisiertem Tagesprogramm (9–16 Uhr).

Ein Highlight: Wir sehen einen lebenden Cassowary – endlich!

👉 Fazit: Sehr empfehlenswert – informativ, spannend und familienfreundlich.

🤿 Freitag: Schnorcheln am Great Barrier Reef

Heute ist es soweit: Schnorcheln am Great Barrier Reef!

Wir fahren zum Reef Terminal in Cairns, checken ein und lernen Magda und Adam aus Melbourne kennen. Zufälligerweise sind sie Freunde von Magda und Rafal, die wir ebenfalls aus Melbourne kennen. Kleine Welt!

Nach einer Einweisung geht’s per Katamaran aufs Meer – etwa 1,5 Stunden Fahrt. Etwa 15 km vor der Küste liegt ein großer Ponton, von dem aus geschnorchelt wird.

Alle sind begeistert – wir natürlich auch! Wer nicht ins Wasser will, kann die Korallen auch vom Glasbodenboot aus bestaunen.

🕓 Gegen 16:00 Uhr geht’s zurück, um 18:00 Uhr sind wir wieder in Cairns.

🚐 Samstag: Abschied von Cairns

Unser letzter Tag an der Ostküste! Wir verabschieden uns von Cairns – unser nächstes großes Ziel ist Darwin. Vor uns liegen rund 2.600 Kilometer.

Unser erster Stopp ist Millaa Millaa, ein kleiner Ort auf den Atherton Tablelands. Die Hochebene ist bekannt für:

  • Wasserfälle
  • Regenwälder
  • Kraterseen
  • Natur pur & Ökotourismus

Wir machen heute schon unsere erste Rundfahrt – und sind begeistert:

Die Natur ist einfach sag

Tropisches Australien in der Winterzeit (23.06-28.06.2025)

Heute ist Montag, der 23. Juni 2025, und endlich steht das langersehnte Highlight unseres Aufenthalts in Airlie Beach (Queensland) an: der Ausflug zum Whitehaven Beach. Wir stehen sehr früh auf und machen uns auf den Weg zur Marina – der Check-in ist für 6:45 Uhr angesetzt.

Der Parkplatz an der Marina ist bereits voll, im Gebäude selbst ist jedoch wenig los. Das ist der Vorteil kleinerer Marinas: Es gibt nicht allzu viele Besucher. Wir checken ein und begeben uns zum Einstiegsbereich. Noch ist es ruhig, wir warten, bis jemand kommt, um uns aufs Boot zu lassen. Nach und nach treffen immer mehr Passagiere ein. Gegen 7:30 Uhr dürfen wir an Bord und nehmen im reservierten Bereich für Whitehaven Beach-Gäste Platz. Das Boot dient gleichzeitig auch als Fähre zwischen den Inseln.

Der klimatisierte Bereich ist ziemlich kühl, in der Luft liegt die feuchte Wärme des tropischen Klimas. Nach etwa 30 Minuten erreichen wir unseren ersten Stopp: Daydream Island. Nach einem kurzen Halt geht die Fahrt weiter. Wir sind mit einem Katamaran unterwegs – in dieser Region das übliche Transportmittel. Das Boot ist schnell und wendig, jedoch bei starkem Wellengang recht empfindlich. Zwischen Hamilton Island und Whitehaven Beach spüren wir das deutlich, denn heute sind die Wetterbedingungen leider nicht optimal.

Da wir zu den Ersten an Bord gehörten, konnten wir uns einen guten Platz aussuchen: einen Viererfensterplatz mit Tisch. Auf Hamilton Island steigt eine Mutter mit Kleinkind zu uns. Auf dem Abschnitt mit starkem Seegang werden tatsächlich die Papiertüten gebraucht…

Nach rund zwei Stunden erreichen wir Whitehaven Beach. Von dort steigen wir in ein Wassertaxi um, das uns zum beeindruckendsten Punkt des Ausflugs bringt: dem Hill Inlet. Die Fahrt ist turbulent und sehr nass – ein richtiges Abenteuer. Am Ziel angekommen, wandern wir zum ersten Aussichtspunkt. Die Sonne scheint, die Aussicht ist atemberaubend – keine Worte können sie wirklich beschreiben. Schaut euch die Bilder an!

Whitehaven Beach

Auf dem Weg begegnen wir sogar einem giftigen Wurm – was für ein Zufall! Während unseres Aufenthalts auf dem Hill Inlet war das Wetter herrlich, danach allerdings nicht mehr. Mit dem Wassertaxi kehren wir zum Whitehaven Beach zurück, essen zu Mittag und versuchen dann nur noch, dem Regen zu entkommen. Leider kann man das Wetter nicht beeinflussen.

Gegen 18:30 Uhr sind wir zurück auf dem Campingplatz – auf demselben Weg wie zuvor. Morgen geht es weiter nach Rollingstone.

Die Fahrt nach Rollingstone

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, brechen wir auf in Richtung Rollingstone – der Name erinnert an die berühmte Band. Unterwegs passieren wir Bowen, einen Ort, der für seine Mangoplantagen bekannt ist. Leider ist jetzt im Winter keine Mango-Saison.

Wir bleiben auf dem Highway A1 und fahren weiter in den Norden. Queensland ist eine stark landwirtschaftlich geprägte Region – rechts und links begleiten uns riesige Zuckerrohrfelder und Bananenplantagen. Nach etwa fünf Stunden verlassen wir die A1 in Richtung unseres Campingplatzes. Dieses Mal sehen wir Ananasfelder, auf denen gerade Erntezeit ist – entsprechend viel Betrieb herrscht dort.

Am Campingplatz angekommen, freuen wir uns riesig: Wir haben einen Platz in der ersten Reihe direkt am Meer gebucht – mit ungestörtem Blick aufs Wasser. Wir parken unseren Wohnwagen, holen die Stühle raus und genießen den Sonnenuntergang.

Ausflug nach Townsville

Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug nach Townsville – ein kleines, charmantes Städtchen. Wir spazieren an der Promenade “The Strand” entlang und bewundern die gepflegten Grünanlagen. Es ist spürbar Winter: Die Straßen sind ruhig und entspannt.

Anschließend fahren wir zum Castle Hill, einem 275 Meter hohen Granitfelsen mit einer Aussichtsplattform, die einen spektakulären Panoramablick über die Stadt bietet.

Danach besuchen wir das Museum of Tropical Queensland, das unter anderem die Geschichte des Schiffs Pandora (1787) sowie die berüchtigte Meuterei auf der Bounty erzählt. Besonders beeindruckend ist die Ausstellung mit Korallen und den Knochenfunden eines Ichthyosauriers, der in dieser Region entdeckt wurde.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Zwischenstopp am Golfplatz – dort gibt’s was Leckeres zu essen.

Ein ungeliebter Termin: die Steuererklärung

Am Donnerstag widmen wir uns einer eher lästigen, aber notwendigen Aufgabe: der Steuererklärung. Der Termin drängt, also wollen wir die Sache endlich abschließen. Wir arbeiten uns konzentriert durch – am Abend ist alles erledigt. Der Kopf ist frei und wir können uns jetzt ganz auf das Great Barrier Reef konzentrieren und die kommenden Touren planen.

Auf nach Cairns

Am Freitag geht es weiter nach Cairns. Vor uns liegen 293 Kilometer, für die wir mit dem Wohnwagen rund vier Stunden benötigen. Bevor wir unseren Campingplatz ansteuern, halten wir beim Jayco-Service, um einen Termin für eine Durchsicht zu vereinbaren – unser Wohnwagen hat inzwischen über 10.000 Kilometer hinter sich.

Am Campingplatz angekommen, erwartet uns eine neue Herausforderung: Die Zufahrt zu unserem Stellplatz ist sehr eng, mit wenig Raum zum Rangieren. Wir müssen 100 Meter rückwärts einparken – zwischen Autos auf beiden Seiten. Mit Geduld und Vorsicht gelingt auch das!

Ein kurzer Rückblick auf die Fahrt nach Cairns: Immer wieder staunen wir über die beeindruckende landwirtschaftliche Nutzung des Landes – riesige Felder, maschinelle Ernte mit übergroßen Fahrzeugen und eigens verlegte Schienennetze, die das Zuckerrohr zu den Mühlen transportieren.

Regentage in Cairns

Leider ist die Wetterprognose für die nächsten drei Tage nicht besonders gut – es ist wieder Regen angesagt. Am Samstag wachen wir unter einem bedeckten Himmel auf, die Wolken hängen tief.

Was tut man bei Regen? Richtig: Man geht ins Museum.

Wir besuchen das bekannte Cairns Aquarium – ein Vorgeschmack auf die bevorstehende Schnorcheltour am Great Barrier Reef. Wir bestaunen die Reptilien des tropischen Nordens und die farbenprächtigen Bewohner der Korallenriffe. Ein wahres Kunstwerk der Natur!

Nach einer kurzen Kaffeepause machen wir einen Spaziergang an der Cairns Esplanade und halten an der Lagune – trotz grauem Himmel ein schöner Ort.

Am Abend beginnen wir mit der Planung unserer Aktivitäten für die kommende Woche. Es bleibt spannend!

Wir werden berichten.

Bis zum nächsten Update!

Aufbruch nach Airlie Beach (16.06-22.06.2025)

Am Montag, den 16.06., beschließen wir, Yepoon zu verlassen. Wir packen unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg nach Airlie Beach – einem beliebten Ausgangspunkt zum zentralen Great Barrier Reef. Von hier aus starten täglich Ausflugsboote zu den Whitsunday Islands und dem weltberühmten Whitehaven Beach.

Die Strecke von Yepoon nach Airlie Beach ist lang: 503 Kilometer entlang des Pacific Coast Way. Wir benötigen fast sieben Stunden, mit einer kleinen Pause zum Tanken und für einen Kaffee.

Als wir endlich ankommen, sind wir ziemlich erschöpft. Wir stellen unseren Wohnwagen auf und fahren ins Zentrum, um etwas zu essen. Wir finden ein koreanisches BBQ-Restaurant – danach geht’s zurück zum Wohnwagen, wo wir völlig erledigt ins Bett fallen.

Dienstag – Regen und Organisation

Am nächsten Tag regnet es in Strömen. Daher widmen wir uns der ORGA – organisatorischen Dingen – trinken gemütlich Kaffee mit unserer netten Nachbarin und plaudern eine Weile.

Da wir für diese Woche einen Besuch der Whitsunday Islands geplant haben, fahren wir am Nachmittag zum Hafen, um Fährtickets zu kaufen. Wir schauen uns verschiedene Angebote an und entscheiden uns für einen ganztägigen Ausflug.

Doch als wir die Tickets für Donnerstag kaufen wollen, stellt sich heraus, dass die Tour wetterbedingt – wegen starken Regens und Windes – nicht stattfindet. Die Plätze fürs Wochenende sind bereits ausverkauft. Erst für den kommenden Montag bekommen wir wieder Tickets. Damit verlängert sich unser Aufenthalt hier um ein paar Tage.

Entspannte Tage in Airlie Beach

Die nächsten Tage gestalten sich sehr entspannt. Wir erkunden die Küste und die umliegenden Buchten, machen lange Spaziergänge, lesen viel, kochen lecker – und endlich finden wir auch Zeit, Golf zu spielen.

Ganz in der Nähe unseres Campingplatzes liegt ein wunderschön angelegter Golfclub mit funktionierender Driving Range. Da wir schon länger nicht gespielt haben, üben wir zunächst unsere Schläge – so lange, bis wir Blasen an den Händen bekommen. 🙂

Wie sagt man so schön? „Übung macht den Meister.“ Mit jedem Schlag sind wir ein bisschen zufriedener.

Australienreise im Winter – Von Noosa nach Hervey Bay und weiter (8.06-16.06.2025)

Sonntag, 8. Juni 2025

Der Tag beginnt früh in Noosa, der Perle der Sunshine Coast. Unser Ziel für heute: Hervey Bay. Die Strecke ist überschaubar, doch wir haben uns vorgenommen, bis Ende Juni Cairns zu erreichen – rund 900 Kilometer liegen vor uns. Es wird eine Reise durch Klimazonen: Vom mediterran geprägten Winterklima geht es über subtropische Regionen hinein in tropische Gefilde.

In Australien herrscht jetzt Winter. Die Tage sind angenehm warm, die Nächte dagegen überraschend kühl – mit Temperaturen zwischen 8 und 25 Grad. Auf dem Weg nach Hervey Bay erwarten uns keine großen Überraschungen, aber dafürein echtes Highlight: Fraser Island, heute offiziell K’gari genannt – die größte Sandinsel der Welt. Sie misst etwa 120 Kilometer in der Länge und 20 Kilometer in der Breite.

Gegen Mittag erreichen wir Hervey Bay. Der Campingplatz macht einen gepflegten Eindruck, und wir werden freundlich von Sandy, der Rezeptionistin, begrüßt. Unser Stellplatz verfügt über ein eigenes Badezimmer – hier in Queensland eine durchaus verbreitete Ausstattung, da viele Touristen mit Wohnmobilen ohne integriertes Bad unterwegs sind.

Nach etwa einer halben Stunde steht unser Wohnwagen bereit, und wir machen uns auf den Weg in die Stadt. Neben dem längsten Pier Australiens genießen wir ein spätes Mittagessen und beobachten den Sonnenuntergang – ein perfekter Ausklang für diesen Reisetag.

Montag, 9. Juni

Der Montag steht ganz im Zeichen der Organisation – Wäsche, Vorräte, Planung. Am Nachmittag belohnen wir uns mit einem ausgedehnten Spaziergang am Strand.

Dienstag, 10. Juni – Fraser Island (K’gari)

Heute steht ein echtes Abenteuer bevor: unser Ausflug nach K’gari. Um 7:30 Uhr werden wir von einem robusten 4WD-Bus abgeholt und zum Hafen gebracht. Die Fähre legt um 8:30 Uhr ab; nach 45 Minuten erreichen wir die Insel. Dort steigen wir in einen weiteren Geländebus, in dem uns unser Guide Heyden empfängt. Die ersten Kilometer sind noch asphaltiert, doch bald beginnt die eigentliche Sandpiste: holprig, eng und mit wenig Spielraum für Gegenverkehr.

Überholen?

Unmöglich.

Nach etwa 30 Minuten erreichen wir die Ostküste und fahren auf den berühmten 75 Mile Beach. Heyden berichtet von der Möglichkeit, Pottwale zu sehen – und tatsächlich, nur Minuten später ruft eine Dame im Bus: „Dort sind welche!“ Der Bus hält. Und wir erleben unseren ersten Walbeobachtungsmoment in Australien.

Die Fahrt geht weiter zum Wrack der SS Maheno. Auch wenn die Geschichte des gestrandeten Schiffs wenig Spektakuläres bietet – der Anblick am Strand ist imposant. Auf dem Weg begegnen wir sogar ein paar wilden Dingos, angelockt von Anglern am Ufer. Wir bleiben im Bus und beobachten sie aus sicherer Entfernung.

Nach dem Mittagessen und einem Spaziergang durch die grüne „Central Station“ mit ihren Regenwaldpfaden erreichen wir unser letztes Ziel: den Lake McKenzie (Boorangoora). Ein kristallklarer Süßwassersee mit schneeweißem Sand – so fein, dass man ihn zum Polieren von Schmuck verwenden könnte.

Kaum zu glauben, dass diese Insel komplett aus Sand besteht – laut Geologen stammt dieser vermutlich aus der Antarktis und wurde über Jahrtausende durch Winde hergetragen.

Nach einem kurzen Bad heißt es: zurück zur Fähre. Der Sonnenuntergang naht, und als wir gegen 17:30 Uhr wieder auf unserem Campingplatz ankommen, ist es bereits stockfinster.

Donnerstag, 12. Juni

Wir bauen unseren Wohnwagen ab und brechen auf. Unser nächstes Ziel ist Agnes Water, etwa 230 Kilometer entfernt. Bei einer Reisegeschwindigkeit von rund 70 km/h brauchen wir drei Stunden. In der benachbarten Ortschaft 1770, die direkt am Meer liegt, haben wir einen Campingplatz reserviert. Am Abend besuchen wir die Marina und die Bucht von 1770, wo uns erneut ein traumhafter Sonnenuntergang erwartet.

Samstag, 14. Juni – Richtung Norden

Die Tage vergehen wie im Flug. Heute sind wir auf dem Weg nach Yeppoon, einer Küstenstadt an der Capricorn Coast. Sie liegt bereits nördlich von Gladstone – wir befinden uns nun im Krokodilgebiet, das sich ab hier entlang der Küste erstreckt. Wir überlegen, ob wir die Keppel Islands am Sonntag oder Montag besuchen sollen. Eine Entscheidung steht noch aus – aber eines ist sicher: Wir befinden uns im Great Barrier Reef-Gebiet, und davon möchten wir auf jeden Fall noch einiges erleben.

Wir werden berichten!

Bis zum nächsten

🌴 Queensland – Welcome Back (2-8.06.2025)

✈️  Von Bali zurück nach Australien – eine Reise mit Hindernissen und Highlights

Nach entspannten Tagen auf Bali heißt es für uns: Zurück nach Australien! Doch der Weg führt uns über chaotische Häfen, unerwartete Zollprobleme und eine fast unmögliche Campingsuche – bis wir schließlich am paradiesischen Noosa ankommen. Komm mit auf unsere Etappen durch Sunshine Coast!

🧘‍♀️ Letzter Tag auf Bali

Montag, der 2. Juni – unser letzter, entspannter Tag auf Bali. Keine besonderen Vorkommnisse, keine Hektik. Wir denken aber schon an unsere Rückreise nach Australien.

🚤 Abfahrt vom Bangsal Hafen

Am Dienstag, dem 3. Juni, beginnt der Tag früh. Um 09:30 Uhr bringt uns ein Taxi in etwa 15 Minuten zum Bangsal Port. Unsere Tickets für das Boot hatten wir vorab über 12go gekauft – jetzt müssen wir nur noch den Voucher in echte Fahrkarten umtauschen. Unser Fahrer hilft uns dabei, und bald halten wir alles in der Hand: Ticket, Bändchen für den Zugang zum Pier (natürlich gegen Aufpreis) – und sogar ein Anhänger mit dem Bootsnamen.

Bei einem Cappuccino und Flat White im Café am Hafen vertreiben wir uns die Wartezeit bis zur Abfahrt.

⛴️ Eine Bootsfahrt mit Abenteuerfaktor

Um 10:30 Uhr geht’s zum Pier, um 11:00 Uhr legt das Boot pünktlich ab. Es wirkt von außen modern, aus Aluminium gefertigt – innen jedoch eher abenteuerlich. Aber das ist eben Indonesien – ein bisschen Nervenkitzel gehört dazu. Besonders im Rückblick auf das, was zwei Tage später mit einem anderen Touristenboot geschah:

👉 Beinahe-Katastrophe auf Bali – Passagiere entkommen sinkendem Boot

🛬 Ankunft in Padang Bai & Weiterreise zum Flughafen

Um 12:30 Uhr erreichen wir Padang Bai – dort herrscht Chaos. Erst 45 Minuten später sitzen wir endlich im Taxi mit funktionierender Klimaanlage (vorab über Booking bestellt).

Auf dem Weg zum Flughafen machen wir noch einen kurzen, aber leckeren Stopp im Pierogi Pierogi Bistro.

🌙 Nachtflug nach Brisbane

Unser Flug nach Brisbane startet um 22:00 Uhr. Vor dem Boarding gönnen wir uns ein Abendessen im Flughafenrestaurant. Zwar teurer als in Australien, aber besser als jedes Flugzeugessen.

Das Flugzeug ist nur halb voll – perfekt, um auf den freien Sitzreihen zu schlafen.

🇦🇺 Willkommen zurück in Brisbane – mit Hindernissen

Am Mittwoch, dem 4. Juni, landen wir sogar etwas früher in Brisbane. Alles läuft glatt – bis zur Zollkontrolle. Unser grüner Stift beim Ausfüllen des Formulars missfällt dem Beamten. Wir müssen zur „nächsten Instanz“, wo wir aber freundlich und problemlos durchgewinkt werden.

Wir holen das Auto, frühstücken – und stehen vor der Frage: Hotelübernachtung oder direkt Wohnwagen holen? Wir entscheiden uns für Letzteres.

🏕️ Campingsuche mit Überraschung

Wir wollen etwa 80 km weiter auf einem Campingplatz übernachten – doch Fehlanzeige. Alles voll: Rentner, Winterflüchtlinge und obendrauf eine Caravaning-Messe. Wir müssen fast 220 Kilometer bis nach Noosa fahren – der Aufwand lohnt sich. Noosa, das „australische Saint-Tropez“, empfängt uns traumhaft. Wir richten unseren Wohnwagen her und lassen den Abend an der Marina in Tewantin ausklingen.

🌊 Noosa Heads erkunden

Am Donnerstag, dem 5. Juni, steht Sightseeing auf dem Programm:

Wir starten im Noosa Nationalpark, einem Paradies für Wanderer und Surfer. Danach geht es zum Main Beach und einem Aussichtspunkt über die Everglades – einfach traumhaft!

🏞️ Tagestour durch die Sunshine Coast

6. Juni: Unsere Rundfahrt beginnt in Eumundi – leider ohne Märkte, aber mit viel Charme. Danach geht es weiter zum Mapleton Falls Lookout inklusive kurzer Regenwald-Wanderung.

Die Route führt über die kurvige Blackall Range Tourist Drive nach Montville, einem malerischen Künstlerdorf mit Schokolade, Galerien und Souvenirs.

Nach einem kurzen Besuch bei Maleny Cheese geht’s zum Mittagessen nach Mooloolaba ins Dock Restaurant. Zurück fahren wir gemütlich entlang der Küste.

Der Abend klingt – wie inzwischen fast schon Tradition – bei einem Glas Wein an der Marina aus.

Fazit: Die Sunshine Coast bietet viel mehr als nur Sonne und Strand.

🏖️ Ein Tag am Strand

Heute ist Samstag, der 7. Juni 2025. Wir verbringen den ganzen Tag am Meer – Entspannung pur.

🚙 Nächstes Ziel: Fraser Island

Morgen geht’s weiter – wir steuern Fraser Island an, die größte Sandinsel der Welt.

Urlaub vom Urlaub Teil 2 (Lombok 26.05-1.06.2025)

Unser bestelltes Auto wartet bereits auf uns, und nach nur 20 Minuten Fahrt erreichen wir unser Ziel.

Der Check-in ist erst ab 15:00 Uhr möglich, wir sind also deutlich zu früh. Die Anlage bietet uns für die Wartezeit eine andere Villa an, da unsere noch nicht bezugsfertig ist. Um 14:00 Uhr dürfen wir dann endlich in unsere Villa einziehen.

Hier werden wir die nächsten 10 Tage verbringen. Das Hauptziel unseres Aufenthalts ist Erholung. Wir planen also keine großen Ausflüge, sondern wollen Strand, Pool und das schöne Wetter genießen.

Unsere Villa besteht aus einem großen, fast komplett offenen, aber überdachten Bereich mit Küche und einer geräumigen Terrasse. Links und rechts vom Eingang befinden sich jeweils Schlafzimmer mit eigenem Bad. Beide Schlafzimmer sind mit Klimaanlagen ausgestattet.

Von der Terrasse führt eine Treppe in den Garten, der mit gepflegtem Rasen und vielen Bäumen angelegt ist. Nach etwa 40 Metern erreichen wir den Swimmingpool. Er ist 10 x 5 Meter groß und eignet sich hervorragend zum Schwimmen. Neben dem Pool gibt es sowohl überdachte als auch unüberdachte Liegeflächen.

Nur zehn Meter weiter beginnt direkt der Strand. Dieser steht ausschließlich den Gästen der Anlage zur Verfügung. Da momentan nur wenige Gäste da sind, haben wir den Strand fast ganz für uns allein.

So tanken wir neue Energie für die kommenden Tage und Wochen.

Am Mittwoch beschließen wir, die Gili-Inseln zu besuchen. Zuvor haben wir verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie wir dorthin und zurück gelangen können, und uns schließlich für ein privates Boot entschieden. Zwei Einheimische holen uns gegen 10 Uhr ab, und nach etwa 20 Minuten erreichen wir Gili Air – die kleinste der drei Inseln.

Wir steigen direkt am Strand aus und vereinbaren, dass wir uns melden, wenn wir abgeholt werden möchten. Auf Gili Air wird aktuell viel gebaut. Es ist heiß und staubig. Zunächst gehen wir zu Fuß in Richtung Hafen und mieten dort Fahrräder, um die Insel zu umrunden. Dieses Vorhaben gelingt uns jedoch nicht vollständig – zum einen wegen der schlechten Straßen, zum anderen, weil die Fahrräder in keinem guten Zustand sind.

Wir essen am Strand zu Mittag und planen, um 15:00 Uhr mit unserem Boot zurückzufahren. Aufgrund der Brandung ist die Anfahrt zu unserem Strand nur bis 16:00 Uhr möglich.

Der große Nachteil unserer Villa ist die Kommunikation und Erreichbarkeit. Sie liegt abgelegen, und es ist schwierig, spontan ein Gojek oder Taxi zu bekommen.

Das merken wir am Freitag bei unserem geplanten Ausflug nach Tanjung. Zunächst wollten wir mit dem Fahrrad fahren, mussten aber feststellen, dass das spontan nicht möglich ist, da die Fahrräder zuerst von Dorfbewohnern organisiert werden müssen.

Also bestellen wir einen Gojek-Fahrer, der etwa 20 Minuten später eintrifft und uns nach Tanjung bringt. Die Rückfahrt gestaltet sich allerdings deutlich schwieriger. Erst nach etwa einer Stunde finden wir schließlich ein Bluebird-Taxi, das uns zurück zur Villa bringt.

Wir entspannen weiter – und am Dienstag geht es dann wieder zurück nach Brisbane.

Urlaub vom Urlaub – Bali- und Lombok-Reise (18-25.05.2025)

Heute ist Sonntag, der 18 Mai. Unser Flug nach Bali geht um 07:15 Uhr. Da es sich um einen internationalen Flug handelt, sollten wir etwa drei Stunden vorher am Flughafen sein. Vom Hotel zum Flughafen sind es nur 15 Minuten. Wir hatten bereits am Vortag einen Valet Parking-Service gebucht, sodass dieser Teil stressfrei verlief. Um 5 Uhr morgens sind wir am Flughafen – und erfahren, dass der Flug über eine Stunde Verspätung hat. Also: viel Zeit zum Warten.

Bei der Buchung des Fluges über Booking.com hatten wir Zusatzgepäck dazugebucht. Laut Bestätigung waren das 10 kg Aufgabegepäck plus zweimal 7 kg Handgepäck. Entsprechend haben wir unser Gepäck geplant und sogar auf einiges verzichtet, um die Gewichtsgrenzen einzuhalten. Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass pro Person 20 kg Zusatzgepäck erlaubt gewesen wären – der ganze Aufwand war also nicht nötig.

Der Flug mit Batik Air verlief problemlos. Wir kamen etwa eineinhalb Stunden später als geplant an und waren uns nicht sicher, ob der gebuchte Fahrer noch auf uns wartete. Leider funktionierte unsere bestellte Balisim-Telefonkarte noch nicht wie geplant – ein Kontakt zum Fahrer war also nicht möglich. Außerdem ist der Ablauf im Flughafengebäude auf den ersten Blick nicht selbsterklärend: Zuerst das Visum kaufen, dann die Zollerklärung abgeben und anschließend das Gepäck vom Band holen. Alles hat aber gut geklappt, wenn auch mit etwas Verzögerung. Schließlich stehen wir in der Ankunftshalle – und entdecken tatsächlich ein Schild mit unserem Namen.

Nach etwa 90 Minuten Fahrt erreichen wir unser Ziel: das Karunia House in Ubud. Es ist Sonntag, der Verkehr war relativ ruhig. Die Unterkunft macht einen guten Eindruck: zwei große Zimmer, ein Innenhof mit Pool. Der einzige Nachteil ist die Lage – angesichts der Verkehrssituation auf Bali nicht ganz optimal.

Kaum ist der Reisestress überstanden, macht sich mein Zahn mit Schmerzen bemerkbar. Ab Montag, dem 19. Mai, müssen wir wohl einen Zahnarzt aufsuchen.

Die Suche verlief einfacher als erwartet: Schon beim zweiten Versuch saß ich auf dem Zahnarztstuhl. Von außen wirkte die Praxis wenig vertrauenserweckend, innen jedoch modern und sauber, inklusive Röntgengerät. Die Diagnose kam schnell: Eine Wurzelbehandlung war nötig – und auch dringend, da wir nur sechs Tage auf Bali verbringen.

Am Mittwoch, dem 21. Mai, holen wir unsere Tochter mit unserem Fahrer Tubek vom Flughafen ab. An sich nichts Besonderes, doch auf dem Weg lernen wir den Verkehr auf Bali in voller Intensität kennen. Auf dem Hinweg machen wir Halt bei “Pierogi Pierogi”, einem kleinen Restaurant unseres Bekannten Andrzej – sehr empfehlenswert!

Für die Rückfahrt vom Flughafen brauchen wir ganze drei Stunden. Den Tag lassen wir im Restaurant Taman Dedari ausklingen.

Am Freitag, dem 23. Mai, starten wir zu einer kleinen Rundreise über Bali. Aufgrund des chaotischen Verkehrs beschränken wir uns auf Highlights, die nicht allzu weit voneinander entfernt liegen: den Tempel Pura Taman, die Reisterrassen von Jatiluwih, den Leke-Leke-Wasserfall und den Sacred Monkey Forest. Leider ist das Wetter schlecht – es regnet den ganzen Tag. Die Insel hat mit den Wassermassen zu kämpfen: Immer wieder sehen wir kleinere Erdrutsche und andere Schäden. Unser Tagesprogramm ziehen wir dennoch in acht Stunden durch.

Am Samstag, dem 24. Mai, besuchen wir eine Legong-Tanzaufführung im Ubud Palace – sehr gut besucht und absolut sehenswert. Danach geht’s zurück ins Karunia House: Rechnung bezahlen, Koffer packen. Morgen um 8 Uhr geht es weiter nach Lombok.

Die ganze Nacht über hat es geregnet. Doch als wir morgens um 8 ins Auto steigen, scheint bereits die Sonne. Nach etwa 90 Minuten erreichen wir Padang Bai. Von hier aus fahren fast stündlich Boote nach Lombok. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: die langsame, günstige Fähre oder die teureren, schnelleren Speedboote. Wir entscheiden uns für Letzteres – unsere Fähre wartet sogar kurz auf uns.

Das Boot ist nahezu ausgebucht, es ist stickig und warm. Die Überfahrt dauert 2 Stunden und 15 Minuten, da zunächst die Gili-Inseln angefahren werden. Am Pier werden wir von einem Fahrer unserer Unterkunft abgeholt.

Hier, auf Lombok, verbringen wir nun die nächsten zehn Tage. Wir werden berichten!

Woche der Vorbereitungen … und kleine Verluste (10-18. Mai 2025)

Am Sonntag, den 11. Mai, stehen wir früh in Byron Bay auf, machen unseren Caravan reisefertig und fahren los. Ohne ein konkretes Ziel im Kopf, wollen wir einfach der Küste entlang Richtung Norden fahren. Im Hinterkopf haben wir jedoch bereits unseren anstehenden Ausflug nach Bali und Lombok am nächsten Sonntag – und dafür müssen noch alle Vorbereitungen getroffen werden. Anfangs scheint alles organisiert. Doch schnell zeigt sich: Die Unterbringung des Wohnwagens während unserer Reise ist die erste große Herausforderung.

Zwar gibt es auf den ersten Blick viele Anbieter, doch bei genauerem Vergleich offenbaren sich enorme Preisunterschiede – von 780 bis 180 AUD ist alles dabei. Zusätzlich hat jeder Anbieter seine eigenen Einschränkungen, etwa keine Öffnungszeiten am Wochenende. Müssen wir also den Wohnwagen bereits am Freitag abgeben, benötigen wir für die restlichen Tage ein Hotel in Flughafennähe. Gleichzeitig möchten wir auch die Gold Coast und Brisbane ein wenig erkunden. Die Wetterprognose verspricht wenig Gutes – für Queensland ist es ungewöhnlich nass und kühl. Eine interessante Woche liegt also vor uns.

Wir fahren der Küste entlang gen Norden. Es hat die ganze Nacht geregnet, und die Strandparkplätze sind für Wohnwagen kaum nutzbar – der Boden ist durchnässt, das Wasser kann nicht abfließen, und es ist nicht warm genug, um zu verdunsten. So ziehen wir an mehreren Parkplätzen vorbei, ohne anzuhalten, um den Strand zu genießen. Es ist Sonntagmorgen, die Straßen sind leer, und immer wieder geht ein Regenschauer nieder. Nach einer Stunde ändern wir den Plan, buchen spontan einen Campingplatz in Coolangatta und fahren auf direktem Weg dorthin, um den Wohnwagen abzustellen und anschließend mit dem Auto flexibler zu sein.

Am BIG4 Tweed Billabong Holiday Park angekommen, merken wir sofort, dass es die richtige Entscheidung war. Der gepflegte, moderne Caravanpark ist absolut empfehlenswert. Der Zugang zu unserem Stellplatz ist etwas eng, sodass das Aufstellen des Wohnwagens länger dauert als gewöhnlich.

Wir fahren anschließend zum Captain Cook Memorial. Coolangatta ist eine moderne Stadt, stark geprägt vom Surfsport. Man sieht den Straßen und Gebäuden an, dass hier viel investiert wird. Als wir unsere kleine Tour beendet haben, ist es bereits dunkel. Ein Bad im Swimmingpool rundet den Tag angenehm ab.

Montag, 12. Mai: Unser Ziel ist die Stadt Gold Coast. Vor vielen Jahren haben unsere Töchter hier ein Trimester an einer australischen High School verbracht. Zur Erklärung: Das australische Schulsystem ist in vier Trimester (Terms) gegliedert. So können Schüler aus Deutschland in den Sommerferien drei Monate an einer australischen Schule verbringen – ganz ohne Schuljahrverlust oder komplizierte Anerkennungsverfahren. Diese Schulen, besonders in Asien bekannt für ihre Qualität, bieten nicht nur Unterricht, sondern auch Gastfamilienvermittlung an.

Heute wollen wir die Schule unserer Töchter besuchen. Zunächst fahren wir über die Autobahn durch ein gepflegtes Wohnviertel und erreichen gegen 12 Uhr die Schule. Von außen ist sie schnell besichtigt. In der Verwaltung fragen wir, ob wir ein paar Fotos machen dürfen. Während des Unterrichts ist das nicht möglich – wir dürfen aber gerne um 14:30 Uhr wiederkommen, wenn der Schulbetrieb beendet ist. Ob wir das schaffen, bleibt abzuwarten.

Danach fahren wir zum Aussichtspunkt eines der höchsten Gebäude der Stadt. Auf dem Weg machen wir immer wieder kurze Stopps, um die Strände zu bewundern. Die Schäden, die Zyklon Alfred hinterlassen hat, sind noch deutlich sichtbar. Zwar sind Bautrupps im Einsatz, doch bis alles wiederhergestellt ist, wird es noch dauern. Ohne Wartezeit gelangen wir auf die 77. Etage – leider liegt der Aussichtspunkt komplett in den Wolken. Ein guter Kaffee hilft beim Überbrücken der Wartezeit, und als sich die Wolken verziehen, liegt die Gold Coast in ihrer ganzen Schönheit vor uns.

Wieder unten angekommen, fahren wir zum The Spit. Inzwischen ist es 15 Uhr, und auf dem Rückweg in die Stadt geraten wir in den Feierabendverkehr. Das Abendessen genießen wir in einem der Surf Life Saving Clubs. Die Gold Coast hat uns sehr gefallen – vor allem, als am Nachmittag endlich die Sonne hervorkam. Wir werden sicher wiederkommen. So sehr hat es uns gefallen, dass ich sogar meinen alten Hut auf dem Aussichtspunkt vergessen habe. Den sehe ich wohl nie wieder.

Dienstag, 13. Mai: Wir fahren nach Brisbane. Es gibt noch einiges vorzubereiten, bevor es am Sonntag nach Bali geht. Heute steht die Besichtigung unseres Lagerplatzes für den Wohnwagen auf dem Plan. Früh starten wir in Coolangatta und erreichen gegen 11 Uhr das Brisbane Gateway Resort. Dort stellen wir den Wohnwagen ab und fahren zur Firma Kode Storage. Der Platz wirkt sicher und ist bewacht – wir unterschreiben den Vertrag. Der Wohnwagen bleibt dort für 18 Tage.

Anschließend buchen wir noch schnell ein Hotel in Flughafennähe und einen Parkplatz am Airport. Danach geht es in die Stadt. Wir starten auf der South Bank in der Nähe der Griffith University. Brisbane hat zwei große Universitäten: Griffith University und QUT (Queensland University of Technology), beide mitten im Zentrum. Die Straßen sind voll von jungen Leuten. Wir essen koreanisch, schlendern am Brisbane River entlang und bewundern die Skyline. Ein Wermutstropfen: Der Parkplatz kostet 22 AUD für nicht einmal zwei Stunden.

Mittwoch, 14. Mai: Heute geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum. Besonders an Brisbane ist, dass die Busse ein eigenes Straßennetz nutzen. Es gibt weder U-Bahn noch Straßenbahn. Die Fahrt kostet nur 50 Cent pro Person. Zuerst besuchen wir den Botanischen Garten. Besonders beeindruckt hat uns der Ficus Microcarpa mit seinen riesigen Luftwurzeln. Ein Highlight des Tages: die Besichtigung des Glockenturms im Rathaus. Am Abend regnet es wieder heftig, also folgen wir den vielen Brisbanern – und landen im Pub.

Donnerstag, 15. Mai: Wir fahren erneut in die Stadt. Der Tag beginnt mit einer Führung durch das Parlament von Queensland. Zwei charmante junge Damen erklären uns ausführlich die Geschichte und führen uns durch die Räumlichkeiten – sehr empfehlenswert! Danach besuchen wir das Skydeck im „The Star“-Hotel und spazieren anschließend zur South Bank, wo abends Lichtspiele auf den Gebäuden stattfinden.

Freitag, 16. Mai: Wir packen unsere Sachen und bringen den Wohnwagen zu Kode Storage. Es hat die ganze Nacht geregnet, und wegen des weichen Untergrunds muss der Abstellplatz kurzfristig geändert werden – das Manövrieren ist eine Herausforderung. Anschließend fahren wir zum Aussichtspunkt The Summit auf dem Mt. Coot-tha mit einem fantastischen Blick auf Brisbane und das Umland.

Danach beziehen wir unser Zimmer im Hotel Hamilton – ein Hotel ohne Rezeption, das wir nicht empfehlen können. Die Gegend jedoch ist großartig. Von hier kann man für 50 Cent mit dem Boot in die Stadt fahren und Brisbane aus einer völlig neuen Perspektive erleben. Besonders am Abend lohnt sich das: Die beleuchtete Skyline wirkt aus dieser Sicht besonders edel und lebendig. An zwei Abenden hintereinander genießen wir diese Fahrt, machen einen Spaziergang in der Dunkelheit und bewundern die Lichtspiele auf beiden Seiten des Flusses.

Heute, am Sonntag, den 18. Mai, sind wir auf dem Weg zum Flughafen – unser Flug nach Bali wartet. Wir werden berichten.

Zurück an die Küste – Wir nehmen unseren ursprünglichen Plan wieder auf

( 4.05.2025 – 10.05.2025 )

Die Zeit in Moree war sehr schön. Dank der Thermalbäder konnten wir uns gut erholen. Jetzt wollen wir wieder an die Küste fahren, um unseren ursprünglichen Plan – die Reise rund um Australien – fortzusetzen. Moree selbst hat außer den Thermalbädern keine besonderen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Campingplatz hingegen bleibt uns in sehr guter Erinnerung: grün, sauber und gepflegt.

Am Sonntagmorgen, den 4. Mai, packen wir unseren Haushalt zusammen und starten um 10:00 Uhr in Richtung Coffs Harbour. Ob wir es heute noch schaffen, ist ungewiss – immerhin liegen über 350 Kilometer vor uns. Wir machen keinen festen Plan, sondern fahren einfach so weit, wie es geht. Die Wetterprognose ist nicht gut: Je näher man der Küste kommt, desto nasser soll es werden.

Auf dem Weg von Outback zur Ostküste muss man durch den Gibraltar Range Nationalpark fahren. Das bedeutet: erst bergauf, dann wieder bergab – auf ziemlich kurvigen Straßen. Unterwegs besuchen wir noch tief im Wald den Raspberry Lookout. Leider können wir wegen der Feuchtigkeit und des Nebels kaum etwas sehen.

Gegen 16:00 Uhr erreichen wir Grafton. Dort gibt es zwei Campingplätze, beide mit eher schlechten Bewertungen. Wir entscheiden uns für den Platz in der Nähe der Stadt. Es regnet immer noch stark. Die erste Überraschung ist der Preis – deutlich über dem Durchschnitt. Diskussionen gibt es keine, wir bekommen unseren Platz zugewiesen. Die zweite Überraschung folgt sofort: Der Stellplatz ist komplett durchnässt, die Betonplatte ist an mehreren Stellen gebrochen – kein schöner Anblick. Dennoch parken wir unseren Wohnwagen und gehen in die Stadt essen. Wir sind hungrig und müde. Zurück am Platz erleben wir eine extrem nasse Nacht. Es regnet ununterbrochen.

Am Montagmorgen, den 5. Mai, stehen wir früher als üblich auf und brechen nach Coffs Harbour auf. Der Campingplatz hat uns nicht überzeugt, wir wollen nicht länger bleiben.

Nach etwa einer Stunde erreichen wir Coffs Harbour. Die Stadt ist ein Mekka für Wellensurfer und bekannt für ihre Bananen. Es gibt zahlreiche Campingplätze – wir entscheiden uns für einen direkt am Meer, eine gute Wahl! Der Park Beach Holiday Park ist sehr gut ausgestattet und gepflegt – es war eine Freude, dort zu übernachten.

Nachdem wir unseren Wohnwagen fest installiert haben – Beate saß am Steuer, unterstützt von freundlichen Nachbarn – gehen wir ans Meer, um die frische Meeresluft zu genießen. Laut Wetterprognose sollen die nächsten vier Tage trocken und sonnig bleiben.

Am Dienstag, den 6. Mai 2025, erkunden wir die Stadt. Wir beginnen mit Muttonbird Island – ein heiliger und bedeutender Ort für die einheimischen Aborigines. Danach fahren wir in das Forest Sky Preserve im Regenwald. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Pazifik. Auffällig sind die zahlreichen Bananenfelder, die von Avocadohainen durchzogen sind. Frische Bananen gibt es für zwei australische Dollar – allerdings noch grün, also müssen wir mit dem Probieren warten.

Zum Abschluss des Tages besichtigen wir „The Clog Barn“, eine holländisch inspirierte Miniaturstadt. Dort treffen wir auf eine hübsche Eidechsenfamilie. Im Shop gibt es neben holländischen Holzschuhen auch Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald zu kaufen.

Den Mittwoch und Donnerstag verbringen wir am Strand, um das gute Wetter auszunutzen.

Am Freitag, den 9. Mai, fahren wir weiter Richtung Byron Bay. Nach etwa einer Stunde beginnt es erneut zu regnen – mal stärker, mal schwächer, bis wir unser Ziel erreichen. Wir checken für zwei Tage im Ingenia Holidays Byron Bay ein. Der Platz ist ziemlich nass, und die Wettervorhersage sieht nicht vielversprechend aus.

Am Samstag, den 10. Mai, machen wir uns auf, um Byron Bay zu erkunden. „Stadt“ ist vielleicht etwas übertrieben – wir konzentrieren uns auf die Juwelen der Region: die Strände. Diese sind gut besucht, doch die Spuren des Zyklons Alfred sind an vielen Stellen noch deutlich sichtbar.

Zum Abschluss fahren wir noch nach Brunswick Heads. Dort erleben wir eindrucksvoll, wie schnell sich das Wetter verändern kann – und wie wild der Ozean dann wird.

Am Sonntag soll es weiter zur Gold Coast gehen. Wir werden berichten!

Von Opalen zu artesischem Wasser – Roadtrip durch das australische Outback 28.04-3.05.2025

Montag, 28. April – Besuch einer Opalmine im australischen Outback

Unsere Reise durch das australische Outback endet im Herzen des Opalabbaus. Ziel ist eine bekannte Opalmine in Australien, die heute zwar nicht mehr aktiv ist, aber Besuchern tiefe Einblicke in die Welt der funkelnden Edelsteine bietet.

Die Erwartungen an die Stadt waren hoch – immerhin handelt es sich um einen bekannten Opal-Fundort mit großer wirtschaftlicher Bedeutung. Doch auf den ersten Blick wirkt sie überraschend unscheinbar. Nach nur wenigen Minuten Fahrt erreichen wir die stillgelegte Mine. Im Eingangsbereich entdecken wir zahlreiche unbearbeitete und geschliffene Opale. Nach dem Kauf der Tickets und dem Aufsetzen der Schutzhelme dürfen wir die Mine selbstständig erkunden – ein echtes Highlight für alle, die sich für Opale kaufen und sammeln interessieren.

Nach rund 30 Minuten ist der Rundgang beendet. Zurück im Empfangsbereich sehen wir einen Film über den Alltag der Opalschürfer im Outback. Die Mine ist gut besucht – regelmäßig kommen neue Fahrzeuge an, was das anhaltende Interesse an Outback-Tourismus in Australien zeigt.

Zwischenstopp bei Stanley – dem Emu aus Metall

Unser nächstes Ziel ist Stanley, ein großes Emu-Kunstwerk aus Metall, das seit 2013 als Symbol der Stadt dient. Es steht direkt an der B55, wenige Kilometer vor der Stadteinfahrt. Ein zweites Wahrzeichen – eine riesige Mischmaschine zur Gesteinsaufbereitung – begrüßt uns an der Kreuzung zur Stadt.

Kulinarischer Zwischenstopp und Besuch beim Opalhändler

Zurück in der Stadt stärken wir uns in einer österreichischen Bäckerei mit einem Stück Apfelstrudel und Sahne. Danach besuchen wir einen lokalen Opalhändler, der seinen Laden direkt in der Nähe betreibt. Obwohl wir keine Opale kaufen möchten, interessiert uns, wie das Geschäft funktioniert. Seit der Corona-Pandemie läuft es schleppend. Die Preise sind trotz Inflation stabil geblieben – an der Küste jedoch oft doppelt so hoch. Ein zentrales Problem: Der Wert von Opalen ist schwer objektiv zu bestimmen.

Dienstag, 29. April – von Opalen zu Thermalquellen in Moree

Am nächsten Morgen brechen wir Richtung Moree auf – berühmt für seine Thermalquellen. Google Maps schlägt zwei Routen vor. Wir wählen zunächst die kürzere, müssen jedoch nach rund zehn Kilometern umdrehen: Die Straße wird zu einer unbefestigten Waschbrettpiste, typisch für viele Outback-Routen in Australien. Stattdessen nehmen wir die längere, aber sichere Route. Unterwegs begegnen wir zahlreichen Schwertransportern mit bis zu zwölf Achsen – sie sind das Rückgrat des Warenverkehrs im australischen Inland.

Je weiter wir Richtung Osten fahren, desto grüner wird die Landschaft. Es hat offenbar gut geregnet – die Natur zeigt sich in voller Pracht. Nach etwa vier Stunden erreichen wir unser Ziel: den Gwydir Thermal Pools Motel & Caravan Park in Moree.

Camping und Entspannung in den artesischen Thermalquellen

Der Campingplatz in Moree wird uns von Bekannten wärmstens empfohlen – insbesondere wegen der natürlichen Thermalbecken mit artesischem Wasser. Das Wasser wird aus 720 Metern Tiefe gepumpt und erreicht Temperaturen von bis zu 39 Grad. Die fünf gepflegten Pools laden zum Entspannen ein – genau das, was wir nach den letzten Tagen im Outback brauchen.

Die Kombination aus Roadtrip durch das australische Outback, dem Besuch einer historischen Opalmine, spannenden Gesprächen mit Händlern und der Erholung in den Thermalquellen von Moree macht diese Etappe unserer Reise unvergesslich.

Bis zum nächsten Update!

Ostern ist vorbei, aber die Osterferien in den Schulen noch nicht.

Zwischen Sonne und Regen (22.04 – 27.04. 2025)

Wir verlassen South Hay und starten Richtung Nordosten, mit über 1000 Kilometern Strecke, die wir diese Woche zurücklegen wollen. Unser Ziel ist es, bis Samstag die Stadt der schwarzen Opale, Lightning Ridge, zu erreichen. Wir stellen uns darauf ein, dass viele Campingplätze weiterhin ausgebucht sind. Auf den Straßen begegnen uns sowohl Familien mit Schulkindern als auch Rentner. Trotzdem bleiben wir optimistisch und machen uns auf den Weg.

Dienstag, 22. April: West Wyalong

Am Dienstag erreichen wir West Wyalong. Unser erster Stopp ist das Visitor Information Center – immer die aktuellste Quelle für lokale Informationen. Dort erfahren wir, dass es in der Stadt eine Goldmine gibt, die etwa 400 Mitarbeiter beschäftigt. Diese werden allerdings von außerhalb eingeflogen, sodass kaum Einheimische dort arbeiten. Im Zentrum hören wir zudem, dass auf dem Gelände einer alten Grube ein kostenloser Campingplatz eingerichtet wurde. Wir nehmen das Angebot gerne an, fahren dorthin und suchen uns einen schönen Platz. Danach telefonieren wir noch kurz mit Deutschland – inzwischen ist es bereits dunkel.

Mittwoch: Auf dem Weg nach Gulgong

Am Mittwoch starten wir mit dem Ziel Gulgong. Die gewählte Straße ist jedoch schwer zu befahren – sie ist schmal und weist viele Unebenheiten auf. Langsam kommen wir voran. Gegen 15 Uhr erreichen wir Wellington und entscheiden, dort zu übernachten. Das Informationszentrum erweist sich diesmal nicht als besonders hilfreich, doch wir finden trotzdem einen schönen Campingplatz bei Alan.

Abends machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Wir entscheiden uns für die Taverne “Lion of Waterloo”. Da die Küche erst in einer halben Stunde öffnet, bestellen wir ein Bier, und die freundliche Bardame Ann stellt uns das historische Lokal sowie Geschichten aus der Umgebung vor. Ein Besuch der Taverne lohnt sich sehr – sollten euch eure Wege nach Wellington führen, können wir sie nur empfehlen.

Übrigens waren wir bereits vor vier Wochen in Wellington, als wir auf dem Weg zu den Wellington Caves waren – damit schließen wir unseren Kreis durch das Great Outback.

Ann erzählt uns außerdem, dass am Freitag, dem 25. April, eine große ANZAC-Day-Parade stattfinden wird. Spontan beschließen wir, unseren Aufenthalt bei Alan bis Freitag zu verlängern, um vielleicht an der Parade teilnehmen zu können. Der ANZAC Day ist ein nationaler Feiertag in Australien – alle Geschäfte bleiben geschlossen.

Freitag: Aufbruch trotz Parade

Bereits um 6 Uhr morgens hören wir aus der Ferne Trommeln. Wir stehen auf, entscheiden uns aber letztlich, vor der Parade weiterzufahren – wir haben noch einen weiten Weg vor uns.

Unser erster Zwischenstopp ist Hands on the Rocks, eine etwa 120 Kilometer entfernte Aborigines-Kultstätte. Dank Google Maps finden wir die Stelle, die nicht ausgeschildert ist. Erst direkt vor Ort gibt es einen Wegweiser, der auf einen breiten Weg in den Wald zeigt. Mit etwas Unsicherheit fahren wir hinein – unser Gespann misst fast 13 Meter (Auto 5 Meter, Caravan 7,6 Meter). Sollte der Weg enger werden, könnte das Wenden schwierig werden. Nach etwa 600 Metern erreichen wir einen kleinen Waldparkplatz, auf dem man problemlos wenden kann. Von hier aus gehen wir etwa 600 Meter zu Fuß zu der Stelle, wo die Hände auf den Steinen zu sehen sind. Für die gesamte Strecke hin und zurück sollte man etwa eine Stunde einplanen.

Anschließend geht es weiter nach Gilgandra, wo wir einen Platz auf einem freien Campinggelände gebucht haben. Das Wetter ist weiterhin gut, aber die Aussichten für die nächsten zwei Tage sind eher nass.

Etwa 60 Kilometer vor Gilgandra legen wir eine Kaffeepause in Mendooran ein. Da immer noch ANZAC Day ist, ist fast alles geschlossen. In der Nähe des Denkmals für gefallene Soldaten entdecken wir ein Gebäude und fragen dort nach Kaffee. Zwar können sie uns nichts verkaufen, aber sie bieten uns freundlicherweise einen Instant-Kaffee an.

Währenddessen spricht uns eine Frau an. Nach einem kurzen Gespräch stellt sich heraus, dass sie Frau Gersbach heißt und deutsche Wurzeln hat. In Australien trifft man viele Menschen mit deutschen Vorfahren, allerdings sprechen die meisten kein Deutsch.

Das gesamte Publikum verlässt schließlich das Gebäude und zieht weiter zum Pub, um den Feiertag weiter zu feiern. Frau Gersbach lädt uns ein mitzukommen, doch wir müssen dankend ablehnen – wir wollen rechtzeitig unseren Campingplatz erreichen.

Dort treffen wir auf ein Ehepaar aus Newcastle, das neun Monate im Jahr mit dem Caravan durch Australien reist. Sie geben uns viele wertvolle Tipps für unsere weitere Reise.

Samstag: Weiterfahrt nach Lightning Ridge

In der Nacht zum Samstag regnet es heftig, und die Wetterprognosen sind weiterhin schlecht. Wir beschließen, unseren Aufenthalt in Gilgandra abzubrechen und machen uns auf den Weg nach Lightning Ridge – in der Hoffnung, dass dort besseres Wetter herrscht.

Die Landschaft ist unglaublich grün; man sieht, dass es in letzter Zeit viel geregnet hat. Teilweise stehen Warnschilder, dass Wasser auf der Straße sein könnte – aktuell ist aber keins zu sehen.

Gegen 16 Uhr erreichen wir Lightning Ridge. Die Wolken sind dunkel, und der Wetterbericht kündigt starken Regen an – was sich wenig später bewahrheitet. Auf den Straßen sammelt sich das Wasser teils bis zu 30 Zentimeter hoch.

Sonntag, 27. April: Die Sonne kehrt zurück

Das schlechte Wetter der Nacht ist überstanden. Die Sonne scheint wieder, und heute sowie morgen wollen wir uns die schwarzen Opale im Herzen des australischen Opalabbaus näher anschauen.

Great Outback – 13. bis 20. April

Sonntag, 13. April – Aufbruch nach Mungo Nationalpark

Am Sonntag, dem 13. April, wachen wir früh auf unserem Campingplatz in Pooncarie auf. Heute steht ein echtes Highlight auf dem Programm: der Mungo Nationalpark – ein abgelegenes Juwel der australischen Geschichte. Hier sollen vor rund 42.000 Jahren der Mungo-Mann und die Mungo-Frau gelebt und verschiedene Rituale gepflegt haben.

Der Zugang zum Nationalpark ist nicht einfach. Egal, von welcher Seite man kommt – es führen nur unbefestigte Straßen dorthin. Mit einem normalen Mietwagen oder Wohnmobil ist die Anreise daher kaum möglich. Man muss ehrlich sagen: Die Straßenqualität ist schlecht. Zwar haben wir unterwegs auch Motorräder getroffen, aber ausschließlich geländetaugliche. Sollte es unerwartet regnen, verwandelt sich die Straße in eine unpassierbare Piste.

Wir sind mit einem Allradfahrzeug ausgestattet und wagen daher den Weg. Unseren Wohnwagen lassen wir auf dem Campingplatz zurück. Wir füllen Wasserreserven und Dieseltanks auf, passen den Reifendruck an – und starten. Die ersten 30 Kilometer verlaufen auf asphaltierter Straße, dann biegen wir links ab in Richtung Osten. Die Strecke bis zum Nationalpark beträgt etwa 70 Kilometer.

Und sofort wird es abenteuerlich: Die Straße ist zwar breit, die Oberfläche erinnert stellenweise aber an ein Waschbrett. Wir versuchen, von links nach rechts die ebensten Abschnitte zu finden – was nicht immer gelingt. Teilweise werden wir ordentlich durchgeschüttelt. Auf der gesamten Strecke begegnen uns gerade einmal sechs Fahrzeuge. Sollte es zu einer Panne kommen, würden wir wohl dennoch Hilfe finden. Nach etwa eineinhalb Stunden erreichen wir schließlich den Mungo Nationalpark.

Der Park liegt in einem ausgetrockneten See – dem Mungo-See. Auf der Karte ist er noch als Gewässer eingezeichnet, tatsächlich fahren wir durch staubige, trockene Seeböden und wirbeln dabei gewaltige Staubwolken auf. 4WD-Experten raten, nicht im Staub anderer Fahrzeuge zu fahren – deshalb halten wir jedes Mal an, wenn uns jemand entgegenkommt.

Am Visitor Centre angekommen, überrascht uns ein gepflegtes Gelände mit asphaltierten Wegen und guter Infrastruktur. Allerdings kann man hier nichts einkaufen, und wer übernachten will, muss alles selbst mitbringen.

Wir besuchen die sogenannte „Chinesische Mauer“ des Mungo Nationalparks und bewundern die über Jahrtausende vom Wind geformten Sandformationen – eine surreale Landschaft, die wir mit Fotos festzuhalten versuchen.

Nach dem Besuch und einem Gespräch mit den Rangern machen wir uns auf den Rückweg nach Pooncarie. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir unseren Campingplatz.

Ein spannender Tag liegt hinter uns – voller Eindrücke von Staub, Weite und Einsamkeit. Immer wieder sehen wir entlang der Straße einzelne Häuser, in denen Menschen wohnen. Wie herausfordernd das Leben hier sein kann, haben wir hautnah erlebt.

Montag, 14. April – Auf nach Mildura

Am Montag brechen wir auf nach Mildura – eine Stadt im Bundesstaat Victoria. Ein bisschen Zivilisation kann nach dem Outback-Abenteuer nicht schaden. Achtung: Es führen zwei Straßen von Pooncarie nach Mildura, aber nur eine davon ist asphaltiert. Die unbefestigte Strecke soll laut neuen Bekannten aus Australien und Kanada ein echtes Abenteuer sein. Man sollte sich also nicht blind auf Karten verlassen, sondern im Pub, an der Tankstelle oder bei anderen Reisenden nachfragen.

Nach etwa zwei Stunden Fahrt ändert sich die Landschaft spürbar: Die wilde Buschlandschaft weicht Orangenplantagen, Strommasten und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auch der Verkehr nimmt zu.

Einen Platz haben wir nicht vorab gebucht – wir wollen spontan entscheiden. Glücklicherweise finden wir auf Anhieb einen Campingplatz mit freien Plätzen – trotz australischer Schulferien. Und sogar mit einer exklusiven Option: ein Platz mit eigenem Badezimmer.

Mildura gefällt uns auf Anhieb – eine gepflegte Stadt mit guter Infrastruktur. In den drei Tagen, die wir dort verbringen, lassen wir einen Steinschlag in der Windschutzscheibe reparieren, besuchen das Holden-Museum und fahren nach Wentworth, wo Murray und Darling River zusammenfließen.

Ostern in Hay South – mit Zwischenstopp in Balranald

Für die Osterfeiertage haben wir uns Hay South vorgenommen – über 400 Kilometer entfernt. Also planen wir einen Zwischenstopp in Balranald ein. Dort angekommen, parken wir im Ortszentrum – allerdings ohne Schatten bei über 36 Grad. Das Städtchen liegt am Fluss Murrumbidgee. Wir beschließen, einen schattigen Campingplatz zu suchen – und finden einen direkt am Fluss mit schöner Kulisse. Perfekt zum Entspannen. Wir bauen nur das Nötigste auf, lassen das Auto angehängt und genießen den Abend.

Weiterfahrt nach Hay

Am nächsten Morgen starten wir um 9:00 Uhr, tanken voll und nehmen Hay als Ziel. Auf der gut befahrenen A20 geht es entlang des Murrumbidgee-Tals bis in die Stadt. Die Region rund um Hay ist bekannt für eine Besonderheit: Es ist das flachste Gebiet der südlichen Hemisphäre. Genau deshalb erlebt man hier besonders eindrucksvolle Sonnenuntergänge.

Wir beziehen unseren Campingplatz – bereit für entspannte Ostertage.

Opal, Outback und Abenteuer: Unsere Reise entlang des Darling River

(5-12-April-2025)

Australien – das Land der endlosen Weiten, roten Erde und einzigartigen Natur. Unsere Reise führt uns entlang des Darling River, vorbei an Opalminen, durch staubige Outback-Städte und zu stillen Seen, in denen sich die Weite des Himmels spiegelt. Hier ist unser Reisebericht:

Abschied von Cobar und ein kleiner Zwischenfall

Am Samstagvormittag verabschieden wir uns von Cobar. Alles scheint reibungslos zu laufen – bis wir feststellen, dass der rechte Blinker am Wohnwagen nicht funktioniert. Unsere erste Vermutung: eine kaputte Glühbirne. Doch beim Ausbau zeigt sich, dass es sich um eine LED-Lampe handelt.

Wir füllen erst die Wassertanks auf und fahren dann zum nächstgelegenen Elektro-/Camping-/Baumarkt. Dort treffen wir auf einen hilfsbereiten Verkäufer, der schnell erkennt, dass das Problem am Stecker zwischen Auto und Wohnwagen liegt. Eine gründliche Reinigung – und der Blinker funktioniert wieder einwandfrei. Erleichtert setzen wir unsere Reise fort.

Richtung Wilcannia: Kängurus, Pies und viel Leere

Unterwegs halten wir noch für einen Kaffee und australische Spezialitäten – ein Lamm-Pie und eine Wurstrolle. Die Straße ist nahezu leer, der Verkehr minimal. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir Wilcannia.

Bei der Einfahrt zum Campingplatz werden wir von hüpfenden Kängurus begrüßt – ein Anblick, der uns sofort begeistert. In abgelegenen Gegenden läuft der Check-in meist online: Wohnwagen abstellen, online anmelden, mit Karte zahlen – fertig. Das Personal kommt nur einmal täglich, um Sanitäranlagen zu reinigen und Müll zu entsorgen.

White Cliffs – unterirdisches Leben in der Opalstadt

Am Sonntag machen wir uns auf den Weg zu den White Cliffs – eine der ältesten Opalminen Australiens. Die Fahrt führt durch menschenleeres „Niemandsland“. Kein Empfang, kaum Verkehr, viele überfahrene Tiere am Straßenrand – eine Stunde später erreichen wir unser Ziel.

White Cliffs wirkt wie eine Geisterstadt. Es ist über 30 °C heiß, die Sonne brennt gnadenlos – obwohl bereits Herbst ist. Im örtlichen Pub holen wir uns eine Karte und Informationen. Mit dem Auto erkunden wir die Gegend, besuchen eine Opalausstellung und das berühmte Underground Hotel. Viele Menschen hier leben in unterirdischen Höhlen, wo die Temperatur konstant bei angenehmen 22 °C bleibt.

In den Sommermonaten, wenn es über 50 °C heiß wird, ruhen die Minen. Künstler und Goldschmiede reisen dann zu Ausstellungen in Europa und den USA. Nach einem Mittagessen im Pub kehren wir zum Campingplatz zurück und lassen den Abend mit einem Glas Wein ausklingen.

Broken Hill – Geschichte, Staub und fliegende Ärzte

Am Montag, dem 7. April, geht es weiter nach Broken Hill – eine größere Stadt im Great Outback und Zentrum für Silber-, Blei- und Zinkminen. Man sagt, aus Geldmangel wurden die Straßen aus dem 19. Jahrhundert nie ersetzt – und tatsächlich: Die Hauptstraßen haben einen ganz eigenen Charme. Der Golfplatz allerdings ist nicht grün, sondern leuchtend rot – wie fast alles hier draußen.

Am Dienstag steht ein besonderer Programmpunkt an: der Besuch bei den Royal Flying Doctors. Die Station ist frisch renoviert, multimedial aufbereitet und beeindruckend. Die Organisation leistet im abgelegenen Outback Enormes. Da nur wenige Besucher da sind, bekommen wir eine individuelle Führung – ein echtes Highlight unserer Reise.

Silverton und Mad Max

Am Mittwoch fahren wir nach Silverton – einst eine Silbermine, heute Filmkulisse für Hollywood. Im Mad Max 2 Museum bestaunen wir originale Fahrzeuge und Requisiten. Danach geht’s weiter zum Mundi Mundi Lookout – der Blick auf den unendlichen Busch ist einfach atemberaubend.

Menindee – Outback-Feeling pur am Darling River

Unser nächster Halt: Menindee. Die kleine Ortschaft mit rund 500 Einwohnern liegt am längsten Fluss Australiens, dem Darling River. Hier wollen wir unseren Wohnwagen auf seine Offroad-Tauglichkeit testen – und fahren über unebene Pisten bis zum Campingplatz. Die Fahrt ist holprig, alles wackelt und rüttelt. Im Wohnwagen entdecken wir danach einige Schäden: Sechs von acht Eiern sind zerbrochen. Mehr Arbeit für uns – aber Teil des Abenteuers.

Der Campingplatz ist gepflegt, mit grünem Rasen direkt am See. Morgens beobachten wir Pelikane und Enten beim Frühstück, nachts bekommen wir Besuch von Kängurus. Leider hinterlassen diese ihre Spuren am nächsten Tag auf dem schönen Rasen.

Zuvor hatten wir uns noch Plätze im Kinchega National Park angeschaut – am Darling River gelegen, aber sie überzeugen uns zunächst nicht.

Nationalpark-Idylle und ein Treffen im Pub

Am nächsten Tag erkunden wir den Nationalpark genauer, besuchen wieder die Stellen am Fluss und die historische Woolshed von 1875. Vor der Rückfahrt halten wir noch im Pub – den Staub wegspülen. Dort treffen wir John, Besitzer einer Schaffarm mit 25.000 Tieren. Er beschäftigt 15 Mitarbeiter. Die Wolle zahlt seine Rechnungen, den Gewinn macht er mit Fleischverkauf. So geht Outback-Wirtschaft.

Ein verborgenes Juwel wartet auf uns

Was genau kommt, verraten wir noch nicht – aber wir bereiten uns schon auf den nächsten, besonderen Stopp unserer Reise vor. Ein versteckter Schatz wartet…

Outback (29.3–5.4)

Die Strecke im Regen von Karuah nach Dubbo mit einer Länge von 403 km hat uns ziemlich müde gemacht – deshalb entspannen wir uns am Sonntag auf dem Campingplatz.

Die neue Woche starten wir mit einem Besuch im Taronga Western Plains Zoo. Den Zoo kann man sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto erkunden; wir entscheiden uns für die Variante zu Fuß.

Es gibt viele Tiere zu sehen: asiatische Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Zebras, Tiger, eine Löwenfamilie, Galapagos-Schildkröten, weiße Nashörner, ein Gepard – und natürlich viele sogenannte „Busch-McDonald’s“, also kleinere und größere Antilopen.

Es hat uns sehr gut gefallen.

Den Dienstag verbringen wir auf dem Golfplatz. Wieder einmal spielen wir eine 9-Loch-Runde, die durch die Anwesenheit von Kängurus auf der Anlage einen besonderen Charme hat.

Anschließend lassen wir es uns auch im Restaurant gut gehen.

Für Mittwoch buchen wir eine Tour durch die Wellington Caves. Zurzeit ist allerdings nur die Cathedral Cave zugänglich. Mit ihren 15 Meter hohen Stalagmiten, geformt wie ein Altar oder eine Orgel, macht sie einen gigantischen Eindruck.

Am Donnerstag packen wir unseren Wohnwagen wieder und machen uns auf den Weg ins zentrale Outback von New South Wales.

Mit jedem Kilometer verändert sich die Landschaft – die rote Erde des Kontinents wird deutlich sichtbar, auch der Verkehr nimmt spürbar ab.

Wir passieren ein kleines Städtchen namens Nyngan, in dem 1990 eine große Überschwemmung stattfand. Die 2.500 Einwohner wurden damals per Hubschrauber gerettet. Im Zentrum erinnert ein Mahnmal an die Helden dieser Aktion.

Am späten Nachmittag erreichen wir unser Ziel: die Bergbaustadt Cobar.

Zum ersten Mal auf unserer Reise entscheiden wir uns für einen kostenlosen Campingplatz – ohne Strom, Wasser und Sanitäranlagen. Wir sind nicht allein: Fast zeitgleich treffen fünf weitere Fahrzeuge mit Caravans ein.

Am nächsten Morgen sind viele schon wieder abgereist – nur ein Ehepaar und wir bleiben. Im Gespräch stellt sich heraus, dass die beiden aus Melbourne kommen und seit 40 Jahren jeden Winter nach Queensland fahren – dorthin, wo es warm ist.

Am Freitag erkunden wir Cobar: eine Goldmine, die bis heute in Betrieb ist. Hier werden Gold, Silber, Kupfer und Zink abgebaut.

Am Samstag machen wir uns wieder auf den Weg – Richtung Broken Hill, zu weiteren Minen, diesmal Opalminen.

Was wir dort sehen und erleben, berichten wir demnächst.

Folgen von Zyklon Alfred – Unsere Reiseplanung im Wandel (23.03.2025-29.03.2025)

Der Zyklon Alfred ist zwar vorüber, doch seine Spuren sind an der Küste Ostaustraliens deutlich sichtbar. Das hat auch Auswirkungen auf unsere ursprüngliche Reiseplanung. Eigentlich wollten wir entlang der Küste bis nach Brisbane oder sogar noch weiter fahren. Da wir Ende Mai für zwei Wochen nach Bali fliegen, hatten wir Brisbane als festen Punkt in unserer Route eingeplant.

Nun sind jedoch viele Strände stark beschädigt, und es wird versucht, sie bis Ostern wieder instand zu setzen. Zudem ist für den Norden viel Regen vorhergesagt. Daher haben wir beschlossen, zunächst an die zentrale Küste zu fahren, dort etwa eine Woche abzuwarten und dann je nach Wetterlage zu entscheiden, wie es weitergeht.

Von Katoomba nach Karuah

Am Sonntag, den 23. März, packen wir unseren Wohnwagen zusammen, verabschieden uns von Katoomba und machen uns auf den 270 Kilometer langen Weg nach Karuah, nördlich von Newcastle. Dort haben wir einen Stellplatz auf einem Campingplatz direkt am Wasser des Delta-Gebiets der Flüsse Karuah und Hudson reserviert. Bis Samstag, den 29. März, werden wir hier unser Lager aufschlagen.

Unsere Überlegung geht nun in eine andere Richtung: Statt die Ostküste weiter hinaufzufahren, wollen wir ins Outback, nach Broken Hill. Von dort aus planen wir, nach etwa viereinhalb Wochen wieder an die Ostküste zurückzukehren. Ein wichtiger Faktor für diese Entscheidung sind die bevorstehenden Osterferien – wir rechnen mit viel Verkehr und vollen Campingplätzen entlang der Küste. Im Outback dürfte es ruhiger sein. Unser Wohnwagen und Fahrzeug haben sich bislang bestens bewährt.

Erkundung von Newcastle

Am Montag, den 24. März, unternehmen wir einen Ausflug nach Newcastle. Wir erkunden die Innenstadt, den Bahnhof und den Nobbys Beach. Anschließend parken wir unser Auto am East End Beach Parking und machen einen langen Spaziergang zum Newcastle Breakwater. Der Hafen von Newcastle ist einer der größten des Landes und wird hauptsächlich für den Transport von Bodenschätzen genutzt.

Organisatorische Erledigungen und Golfspiel

Der Dienstag, 25. März, steht ganz im Zeichen der Organisation – es gibt einiges zu erledigen.

Am Mittwoch, den 26. März, spielen wir auf dem lokalen Golfplatz. Nach nächtlichem Regen ist der Platz ziemlich nass, was auch unsere Schuhe nach dem Spiel zu spüren bekommen. Zum Mittagessen kehren wir in den lokalen RSL-Veteranenclub ein.

Ausflüge ins Hudson River Delta und nach Nelson Bay

Am Donnerstag besichtigen wir den nördlichen Teil des Karoah River Deltas. Danach genießen wir ein Mittagessen in einem wunderschönen Golfclub in Hawk Nest.

Der Freitag, 28. März, steht ganz im Zeichen eines besonderen Erlebnisses: einer Delfinbeobachtungstour in Nelson Bay. Anfangs wirkt der Ausflug wenig spektakulär – wir starten in der Marina und halten Ausschau nach Delfinen. Doch auf dem offenen Wasser zeigt sich ein faszinierendes Phänomen: Die Strömungen des Pazifiks sowie des Flüsses Karuah treffen aufeinander, wodurch mitten im Nirgendwo Wellen entstehen, als wäre dort ein Strand. Genau in diesem Bereich begegnen wir spielenden Delfinen. Sie zeigen uns ihr Verhalten in freier Wildbahn – nicht für uns, sondern einfach für sich selbst. Die Bilder sprechen für sich!

Abschied von Karuah und Weiterreise nach Dubbo

Für die Nacht und den nächsten Tag ist Regen vorhergesagt. Bereits am Abend bauen wir daher unseren Wohnwagen weitgehend ab. Und tatsächlich: Es regnet die ganze Nacht hindurch und auch am Morgen, als wir am Samstag, den 29. März, unsere Reise fortsetzen. Beim Abbau werden wir pitschnass, und auch die Fahrt entlang des Pacific Highway und später des Golden Highway nach Dubbo verläuft im Regen.

Doch Dubbo empfängt uns mit Sonnenschein – ein willkommener Wechsel! Hier wollen wir ein paar Tage bleiben und weiter berichten.

Bis zum nächsten Update!

Blue Mountains – wir kommen! (16.03.2025 – 22.03.2025)

Sonntag, 16. März

Am Vortag haben wir uns bereits auf dem Golfplatz in Goulburn umgesehen und beschlossen, eine Runde auf der Driving Range zu spielen. Da dort am Vormittag ein Damen-Turnier stattfand, war das erst am Nachmittag möglich. Also haben wir um 14:00 Uhr losgelegt. Interessanterweise stellte sich heraus, dass die Betreiberin des Geschäfts dort eine ehemalige Profi-Golferin ist, die vor 15 Jahren in Hamburg Golf unterrichtet hat.

Zurück auf dem Campingplatz machten wir uns Gedanken wegen einer Wetterwarnung. Es wurde vor starkem Wind mit bis zu 50 km/h gewarnt. Zum ersten Mal hatten wir unser Annex (Vorzelt) vollständig aufgebaut und waren uns unsicher, ob es diesen Bedingungen standhalten würde. Wir fragten sogar an der Rezeption nach, aber dort wusste man nichts von der Warnung. Im Nachhinein haben wir gelernt, dass die Stabilität des Annexes stark davon abhängt, wie gut man die Befestigung im Boden verankert. Allerdings werden die Zelte nur mit einfachen Pins geliefert, nicht mit Schrauben. Jetzt überlegen wir, ob wir uns Spezialschrauben anschaffen – andererseits möchten wir nicht zu viel kaufen, da wir das Zubehör nur für eine begrenzte Zeit nutzen.

Montag, 17. März

Die stürmische Nacht haben wir gut überstanden. Morgens haben wir zügig unsere Sachen gepackt und uns auf den 190 km langen Weg nach Penrith gemacht. Unterwegs haben wir festgestellt, dass die Gegend westlich von Sydney überraschend grün und schön ist. Die Häuser sind hier deutlich größer und großzügiger gebaut als in der Stadt.

Wir haben Penrith als Ziel gewählt, weil wir dort einen Inspektionstermin für unser Auto gebucht hatten. In Australien muss man solche Termine mindestens zwei Wochen im Voraus reservieren – wenn man auf Reisen ist, muss man also gut planen.

Unser Campingplatz in Penrith war der bisher teuerste in Australien, weshalb unsere Erwartungen hoch waren. Leider wurden sie nicht erfüllt.

Am Abend haben wir Hanja und Mirek besucht. Bei gutem Essen und Trinken haben wir uns über unsere Australien-Reisen ausgetauscht.

Dienstag, 18. März

Das Auto war in der Werkstatt, und glücklicherweise war alles in bester Ordnung.

In Australien läuft die Fahrzeugreparatur fast industriell ab. Es gibt Servicezentren, die mehrere Marken gleichzeitig betreuen. Man gibt sein Auto beim Check-in ab, erhält per SMS einen Link zu einem Video mit einer Kurzdiagnose und bekommt das Fahrzeug nach der Reparatur zurück. Alles ist sehr unpersönlich – bei komplexeren Problemen kann ich mir vorstellen, dass es zu Kommunikationsproblemen kommt.

Mittwoch, 19. März

Endlich geht es in die Blue Mountains! Nach dem Volltanken und dem Zusammenpacken des Wohnwagens ging es los. Bereits drei Kilometer nach dem Start wurde es anspruchsvoll: Die Straße wurde schmaler, steiler und hatte enge Kurven. Nach wenigen Kilometern erreichten wir eine vierspurige Straße, und von dort verlief die Fahrt bis nach Katoomba problemlos.

Den Campingplatz haben wir schnell gefunden, doch die Dame an der Rezeption konnte uns zunächst nicht in ihrem System finden. Wir hatten telefonisch gebucht, und sie hatte unseren Nachnamen falsch aufgeschrieben. Zum Glück stimmte die Nummer der Kreditkarte, sodass alles geklärt werden konnte. Der Campingplatz selbst ist hervorragend gelegen, sauber und insgesamt sehr gut.

Nachdem der Wohnwagen stand, machten wir uns auf, die Umgebung zu erkunden. Die Katoomba-Wasserfälle liegen nur etwa 200 Meter vom Campingplatz entfernt. Man muss wissen, dass das Leben in den Blue Mountains oben auf den Höhenzügen stattfindet, während die eigentlichen Attraktionen im Tal liegen – ein bisschen wie im Grand Canyon.

Donnerstag, 20. März

Heute stand unsere erste Wanderung an. Unser erstes Ziel waren die “Three Sisters”, etwa drei Kilometer entfernt. Das Wetter war perfekt, die Aussichten grandios, und wir freuten uns auf den Tag.

Rund um die Three Sisters spielt sich das gesamte touristische Leben ab – Schulkinder und asiatische Reisegruppen bevölkerten die Aussichtsplattformen. Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, entdeckten wir eine Treppe, die weiter nach unten ins Tal führte. Wir folgten ihr – und stellten fest, dass es insgesamt fast 900 Stufen waren. Unten angekommen, führte der Weg entlang des Kliffs etwa vier Kilometer bis nach Scenic World. Dort hätten wir entweder eine Gondel oder einen Zug für den Aufstieg nehmen können, entschieden uns aber für den sportlichen Weg zu Fuß. Ein großartiger Tag!

Freitag, 21. März und Samstag, den 22. März

Den Freitag haben wir für die Vorbereitung und Erkundung weiterer Wanderwege genutzt. In der Nacht zum Samstag setzte starker Regen ein. Als wir am Samstagmorgen, dem 22. März, aufwachten, lag die ganze Landschaft im dichten Nebel.

Trotzdem starteten wir unsere geplante Wanderung zu den Wentworth-Wasserfällen – ohne zu wissen, dass der Weg im Tal gesperrt war. Der Abstieg führte direkt entlang des Wasserfalls in die Felswand. Mit jeder Stufe wurde die Spannung größer, und nach etwa 200 Höhenmetern zeigte sich der Wasserfall in seiner vollen, unbeschreiblichen Schönheit. Fotos können dieses Erlebnis kaum einfangen.

Unten angekommen mussten wir feststellen, dass die Strecke im Tal gesperrt war. Also blieb uns nichts anderes übrig, als den ganzen Weg wieder hinaufzusteigen. Es war anstrengend, aber absolut lohnenswert.

Anschließend besuchten wir eine Aborigine-Kultstätte, die uns unsere Campingplatz-Nachbarin empfohlen hatte. Es war ein völlig anderes Erlebnis als die Wasserfälle, aber dennoch beeindruckend und sehr schön.

Auf dem Weg in die Blue Mountains (9.03.2025-16.03.2025)

Der Samstag war anstrengend, deshalb wollten wir den Sonntag (9.03.2025) in Ruhe genießen und unseren Abschied vom Kosciuszko-Nationalpark entspannt gestalten. Wir fuhren zum Charlotte Pass und machten dort kurze Spaziergänge. Am Nachmittag besuchten wir das Denkmal von Sir Paul Edmund Strzelecki – einem bedeutenden Entdecker Australiens und polnischen Bürger.

Am Montag, den 10. März, brachen wir nach Canberra auf. Mittlerweile läuft der Auf- und Abbau unseres Camps deutlich schneller – die Erfahrung macht sich bemerkbar. Gegen 10:00 Uhr starteten wir und erreichten den Campingplatz in Canberra gegen 15:30 Uhr. Nachdem wir unseren Wohnwagen aufgestellt hatten, fuhren wir in die Stadt, um uns auf die Besichtigung am Dienstag vorzubereiten.

Canberra ist eine Stadt mit fast 500.000 Einwohnern, die bewusst als Hauptstadt Australiens geplant wurde – ohne eine der großen Städte zu bevorzugen. Man merkt ihr an, dass ihre Gründer Zeit hatten, durchdachte Strukturen zu schaffen.

Am Dienstag, den 11. März, brachen wir früh auf, um das Parlamentsgebäude und die Umgebung zu erkunden. Alles ist beeindruckend gestaltet und weitgehend frei zugänglich – nur die Parkplätze sind teuer.

Da wir uns weiter nach Norden bewegen, werden wir NSW auf dieser Reise voraussichtlich nicht mehr besuchen. Dabei fiel uns auf, dass wir ein wichtiges Ziel ausgelassen hatten: Batemans Bay. Kurzerhand beschlossen wir, am Mittwoch, den 12. März, einen Tagesausflug dorthin zu machen – eine großartige Entscheidung! Canberra liegt auf etwa 650 Metern Höhe, Batemans Bay direkt am Meer. Die Strecke war kurvig und abwechslungsreich, und mit dem perfekten Wetter konnten wir die wunderschöne Landschaft genießen – die Bilder sprechen für sich.

Den Donnerstag, 13. März, widmeten wir der Nationalgalerie. Der Eintritt ist kostenlos, und man kann sich so viel Zeit nehmen, wie man möchte, um die verschiedenen Ausstellungen zu erkunden – was wir natürlich ausgiebig nutzten.

Am Freitag verabschiedeten wir uns von Canberra und machten uns auf den Weg nach Sydney. Obwohl bereits Herbst ist, bleibt das Wetter für australische Verhältnisse angenehm warm. Viele nutzen das für Wochenendausflüge, weshalb einiges los war. Daher entschieden wir uns für einen Zwischenstopp in Goulburn – der Stadt der Schafe und ein beliebtes Ziel für Woche

Unser Abenteuer in Wilsons Promontory und darüber hinaus ( 2.03 – 9.03.2025)

Ankunft in Wilsons Promontory – 2. März

Am Sonntag, den 2. März, sind wir auf dem Campingplatz nahe Wilsons Promontory angekommen. Der Platz liegt etwa vier Kilometer vom Parkeingang entfernt. Um uns auf die kommenden Tage vorzubereiten, sind wir noch am selben Tag nach Tidal River, dem zentralen Punkt des Parks, gefahren – eine Strecke von rund 34 Kilometern.

Wilsons Promontory gilt neben der Great Ocean Road als eines der touristischen Highlights Victorias. Neben einer vielfältigen Tierwelt sind vor allem die Strände mit ihren beeindruckenden Felsformationen sehenswert. Zudem befindet sich hier der südlichste Punkt des australischen Festlands. Schon am ersten Tag bekamen wir einen Vorgeschmack darauf.

Überraschung auf dem Wasser – 3. März

Am Montag, den 3. März, haben wir direkt vom Campingplatz aus eine Bootstour gebucht. Wir gingen davon aus, dass es sich um ein klassisches Boot handeln würde – doch wir hätten nicht falscher liegen können! Im Nachhinein war es vielleicht besser, dass wir es vorher nicht wussten, sonst hätten wir die Tour möglicherweise gar nicht erst gemacht. Doch dazu später mehr.

Auf dem Weg zum Bootsanleger sind wir durch einen Abenteuerpfad gewandert, um verschiedene Tiere zu entdecken. Leider hatte ich nicht allzu viel Glück – am Ende sahen wir „nur“ fünf Emus. Aber so ist es eben mit Wildtieren, man kann nie genau planen, was einem begegnet.

Am Check-in-Punkt für die Bootstour angekommen, mussten wir feststellen, dass unsere Vorstellungen und die Realität weit auseinanderlagen. Kein gemütliches Schiff wartete auf uns, sondern ein Schnellboot! Der Einstieg erfolgte direkt am Strand, begleitet von reichlich Meerwasser. Im Nachhinein waren wir froh, dass wir uns spontan darauf eingelassen hatten – die Erlebnisse waren einmalig.

Während der Tour sahen wir riesige Seeadler, Robbenkolonien und atemberaubende Felsformationen. Doch der Skull Rock übertraf alles – schaut euch die Bilder an! Nach etwa zweieinhalb Stunden auf dem Wasser waren wir völlig erschöpft, aber restlos begeistert.

Gipfelsturm auf Mt. Oberon – 4. März

Am Dienstag machten wir uns auf den Weg, um den Mt. Oberon zu erklimmen. Der Aufstieg hat sich mehr als gelohnt – die Aussicht auf den Nationalpark war einfach spektakulär. An diesem Tag war es jedoch ziemlich windig. Im Nachhinein waren wir froh, dass wir die Bootstour bereits am Montag gemacht hatten, als der Wind noch schwächer war.

Weiterreise nach Lakes Entrance – 5. März

Am Mittwoch haben wir unseren Wohnwagen schnell reisefertig gemacht und uns auf den Weg Richtung Nordosten begeben. Ein konkretes Ziel hatten wir nicht, da wir nicht wussten, wie weit wir an diesem Tag kommen würden. Letztendlich landeten wir in Lakes Entrance, einem beliebten Küstenort.

Fahrt in den Kosciuszko Nationalpark – 6. März

Am Donnerstagmorgen starteten wir früh in Richtung Kosciuszko Nationalpark. Die Strecke führte uns durch beeindruckende Berglandschaften, während wir uns stetig nach Norden bewegten. Nach etwa vier Stunden Fahrt erreichten wir schließlich die Ausläufer des Nationalparks.

Aufstieg zum höchsten Punkt Australiens – 8. März

Nachdem wir den Freitag für organisatorische Dinge genutzt hatten, ging es am Samstag Richtung Gipfel des Mount Kosciuszko – mit 2.228 Metern der höchste Berg Australiens.

Zunächst mussten wir eine 34 Kilometer lange Strecke zum Ausgangspunkt in Thredbo, einem bekannten Skiort, zurücklegen. Im Sommer und Herbst verwandelt sich dieser Ort in ein Paradies für Mountainbiker. Von hier bringt ein Sessellift Besucher auf eine Höhe von etwa 1.900 Metern. Die verbleibenden 300 Höhenmeter und knapp sieben Kilometer legten wir zu Fuß zurück. Es war anstrengend – aber der Ausblick machte alles wieder wett!

Woche zwischen 23.02. und 02.03.2025

23.02. bis 26.02. – Vorbereitung auf die Abholung des Wohnwagens

Wir wohnen derzeit in dem kleinen Städtchen Beaumaris, in der Nähe von Melbourne, und warten auf unseren neuen Wohnwagen, den wir am Mittwoch abholen sollen. Bis dahin gibt es noch einige Dinge zu erledigen, die für die Zulassung und Versicherung notwendig sind.

Finanzen: Der Geldtransfer zwischen Europa und Australien läuft bei uns über Wise. Der Vorteil dieser Methode ist, dass immer der aktuelle Wechselkurs verwendet wird und nur eine geringe Gebühr für die Überweisung anfällt. Der Transfer dauert etwa zwei bis drei Werktage – das ist im Vergleich zu klassischen Banküberweisungen relativ schnell.

Versicherung: In Australien gibt es keine Versicherungspflicht für Wohnwagen, dennoch haben wir uns entschieden, eine abzuschließen. Interessanterweise läuft das hier anders als bei einer Autoversicherung: Bei Autos füllt man online einen Fragenkatalog aus und erhält direkt ein Angebot. Bei Wohnwagen ist der Prozess komplizierter: Zunächst beantwortet man eine kurze Liste mit Basisfragen, danach folgt ein ausführliches Telefongespräch mit einem Versicherungsmitarbeiter. Besonders die Sprache war dabei eine Herausforderung.

Bremskontrolle für den Wohnwagen: In Australien sind elektrische Bremsen bei Wohnwagen üblich. Deshalb muss unser Zugfahrzeug mit einem Brake Controller ausgestattet sein, um die Verzögerung des Wohnwagens beim Bremsen zu regulieren. Dieser wurde am Dienstag in einer kleinen Autowerkstatt in Clayton eingebaut.

Da insgesamt nicht viele organisatorische Dinge anstanden, haben wir die Zeit genutzt, um etwas zu entspannen und uns mental auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

Am Sonntag waren wir außerdem auf Anjas Geburtstagsparty eingeladen.

26.02. – Abholung des Wohnwagens und erste Fahrt

Am Mittwoch, den 26. Februar, waren wir pünktlich um 09:00 Uhr beim Händler. Dort wurden wir von einem Mitarbeiter namens Dirk empfangen, der uns zu unserem neuen Wohnwagen führte. Überraschung: Der Wohnwagen war mit einer riesigen roten Schleife geschmückt – ein schönes Detail!

Nach einer detaillierten Einführung in alle Funktionen haben wir noch Spiegelverlängerungen und eine Diebstahlsicherung gekauft. Dann ging es los: Unsere erste Fahrt führte uns in Richtung Phillip Island.

Das Fahren mit dem 2,5 Tonnen schweren Wohnwagen war eine neue Herausforderung – die Geschwindigkeit musste sorgfältig angepasst werden. Für eine Strecke von 100 Kilometern haben wir fast zwei Stunden gebraucht.

Gegen 14:00 Uhr kamen wir auf einem wunderschönen Campingplatz auf Phillip Island an. Leider konnten wir dort nur zwei Nächte bleiben, da das Wochenende bereits komplett ausgebucht war. Diese Erfahrung hat uns gezeigt, dass wir in Zukunft besser vorausplanen müssen, insbesondere bei beliebten Reisezielen an Wochenenden.

26.02. – 28.02.2025: Phillip Island

Donnerstag, 27.02.:

Gleich am Morgen sind wir nach San Remo gefahren, um die Fütterung der Pelikane zu beobachten – ein tolles Erlebnis!

Am Abend stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: die berühmte Pinguin-Parade. Jeden Abend kehren hier die kleinsten Pinguine der Welt, die Zwergpinguine, von ihrer Nahrungssuche im Meer zurück und watscheln über den Strand zu ihren Nestern. Dieses Spektakel zieht jährlich Tausende Besucher an.

Freitag, 28.02.:

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Das Aufbauen und Abbauen des Wohnwagens benötigt noch etwas Übung – aktuell dauert es noch zu lange.

28.02. – 02.03.2025: Inverloch

Wir haben auf einem Campingplatz in Inverloch einen Stellplatz direkt am Strand gefunden. Ursprünglich war das nicht unsere Wunschlocation, aber es stellte sich als perfekter Zwischenstopp auf dem Weg zum Wilson’s Promontory Nationalpark heraus.

Während unseres Aufenthalts konnten wir hier Soldatenkrabben und Rochen beobachten – eine faszinierende Erfahrung!

Unser nächstes großes Ziel ist Wilson’s Promontory, eines der spektakulärsten Naturreservate Australiens. Neben der berühmten Great Ocean Road gehört dieser Nationalpark zu den absoluten Highlight.

Great Ocean Road Time

Montag, 17. Februar 2025

Und so beginnt die neue Woche. Letzte Woche haben wir einen neuen Wohnwagen gekauft. Das gute Stück wird erst am Mittwoch, den 26. Februar 2025, ausgeliefert. Bis dahin müssen noch einige Anpassungen am Auto vorgenommen werden. Der Vorbesitzer des Wohnwagens hat einen 7-poligen Stecker und einen Anderson-Stecker anstelle eines 12-poligen Steckers verwendet. Der Grund dafür ist, dass die Wärmeentwicklung in einem 12-poligen Stecker in heißen Regionen manchmal zu hoch ist.

Ich habe bereits letzte Woche einen Termin beim Mitsubishi-Händler für den Einbau des Brake Controllers vereinbart. Der Einbau des Anderson-Steckers war jedoch nicht Teil des Auftrags. Manche fragen sich vielleicht, wozu ein Brake Controller überhaupt notwendig ist. Die Erklärung ist ganz einfach: In Australien werden elektrische Bremsen für Wohnwagen verwendet. Der Brake Controller ermöglicht es, den zeitlichen Abstand zwischen den Bremsvorgängen von Fahrzeug und Wohnwagen einzustellen.

Da ich in der Zwischenzeit die Preise für den Einbau bei alternativen Anbietern vergleichen wollte, hatte ich den Montag dafür eingeplant. Wir fanden eine Werkstatt, die bereit war, beide Einbauten vorzunehmen. Allerdings konnten sie uns den Preis nicht sofort nennen und wollten sich innerhalb von zwei Stunden telefonisch melden. Der Anruf kam jedoch nie. Auch auf unsere Nachfrage hin blieb die Werkstatt stumm. Sie versprachen, bis 17:00 Uhr zurückzurufen, doch das passierte nicht.

Dienstag, 18. Februar 2025

Am Dienstag waren wir um 10:00 Uhr mit Sigi Rolka zum Golfspielen im Westgate Golf Club verabredet. Der Club liegt im Hafen von Melbourne, also ziemlich weit von Mentone entfernt. Wir mussten daher früh los. Sigi spielt seit vielen Jahren Golf, sein Name ist oft auf der Ehrentafel des Clubs unter den Siegern zu finden.

Wir haben uns viel Zeit genommen und das Spiel erfolgreich beendet. Anschließend fuhren wir mit Sigi zu ihm nach Hause und lernten seine Frau Aldona kennen. Wir unterhielten uns lange über das Reisen in Australien. Aldona und Sigi wohnen in einer Einfamilienhaussiedlung in Port Melbourne.

Danach besuchten wir Spotlight, um weitere Ausrüstung für unseren Wohnwagen zu besorgen.

Mittwoch, 19. Februar 2025

Die Umrüstung unseres Autos war noch nicht final geklärt. Daher setzten wir unsere Suche fort und fanden eine Werkstatt in Clayton, die den Einbau für 900 Dollar anbieten konnte.

Auf dem Weg zum Mitsubishi-Händler hielten wir noch einmal bei der ersten Werkstatt an, um den Preis zu erfragen. Dort trafen wir den Chef persönlich, der sich entschuldigte. Innerhalb von 15 Minuten erhielten wir ein Angebot: 1.100 Dollar. Wir sagten direkt ab und fuhren zum Mitsubishi-Händler, um den Auftrag noch einmal zu besprechen.

Es gab noch keine Bestätigung für den Termin, zudem war die Telefonnummer im System falsch hinterlegt. Wir fragten nach dem Preis für den Einbau des Anderson-Steckers, bestätigten die Termine und vereinbarten, dass die Werkstatt uns anruft, sobald sie den Preis haben.

Nun, da alles geregelt schien, fuhren wir zu Anaconda, um das fehlende Campinggeschirr zu kaufen. Nachdem alles besorgt und gewaschen war, waren wir bereit für unsere Great-Ocean-Road-Tour am Donnerstag, den 20. Februar 2025.

Bevor wir um 11:00 Uhr losfuhren, rief Mitsubishi an: Der Einbau des Anderson-Steckers sollte 490 Dollar kosten. Ein stolzer Preis für einen 2-poligen Stecker. Ich versprach, zurückzurufen. Wir telefonierten erst mit dem Wohnwagenhändler und dann mit Steve aus Clayton. Danach riefen wir Mitsubishi zurück und stornierten den Auftrag. 490 Dollar für einen einfachen Stecker war schlichtweg Abzocke.

Nun ist alles klar und wir können uns etwas gönnen. Wir gingen in den Melbourne Botanic Garden, um sich zu entspannen.

Nun konnte die Reise endlich beginnen!

Great Ocean Road

Zwischen Warrnambool und Torquay erstreckt sich einer der spektakulärsten Küstenabschnitte Australiens. Man kann die Strecke von Ost nach West oder umgekehrt befahren. Wir entschieden uns für die Route von West nach Ost.

Donnerstag, den 20.02.2025

Unser Plan war, am Freitag früh zu starten und Samstagabend wieder in Mentone zu sein. Um das zu erreichen, mussten wir am Donnerstagabend in Portland sein. Das bedeutete eine Fahrt von etwa 350 Kilometern durch das Outback.

Diese Entscheidung stellte sich als glücklich heraus, denn unterwegs begegneten wir einem Koala. Er überquerte gerade die Straße, doch wir konnten rechtzeitig bremsen. Ruhig kletterte er auf einen Baum und beobachtete uns neugierig. Die Bilder sprechen für sich.

Freitag, den 21. Februar 2025

Am Freitag, den 21. Februar, starteten wir früh und besichtigten nach und nach die Highlights der Great Ocean Road. Besonders beeindruckend fanden wir die 12 Apostel und die Bay of Islands.

Gegen 18:00 Uhr erreichten wir Apollo Bay. Da wir kein Hotel gebucht hatten, mussten wir spontan eine Unterkunft finden. Es war Freitagabend und der Beginn eines warmen Wochenendes, doch glücklicherweise bekamen wir noch ein Zimmer.

Samstag, 22. Februar 2025

Am Samstag stand der Surfer-Abschnitt der Great Ocean Road auf dem Programm. Hier hatten wir zwei besondere Begegnungen:

Erst sahen wir in Lorne eine Familie von Rochen direkt am Strand. Später entdeckten wir Kängurus auf dem Golfplatz von Anglesea.

Gegen 13:00 Uhr erreichten wir Torquay. Anstatt nach Geelong zu fahren, entschieden wir uns für die Fähre von Queenscliff nach Sorrento. Von dort fuhren wir über Frankston weiter nach Beaumaris, wo wir bis Mittwoch bleiben wollten.

Unser Abenteuer in Australien: Ein Rückblick und die Woche vom 9. bis 16. Februar

Bevor wir über die vergangene Woche berichten, möchten wir ein kurzes Resümee ziehen.

Wir sind mittlerweile seit zwei Monaten in Australien und haben bereits viele Eindrücke gesammelt. Melbourne und Sydney haben wir erkundet, neue Freunde gewonnen und schließlich Tasmanien bereist. Anfangs war unser Reisemodell noch unklar – sollten wir mit dem Auto unterwegs sein und in Hotels übernachten oder eine andere Möglichkeit finden?

Unser Aufenthalt in Tasmanien hat schnell gezeigt, dass das Modell mit Hotelübernachtungen einige Schwächen hat. Besonders in den weniger besiedelten Gebieten gibt es nur wenige Unterkünfte, was unsere Flexibilität stark einschränkte. Uns fiel außerdem auf, dass viele Reisende mit Wohnwagen unterwegs waren und diese Art des Reisens sehr zu schätzen wussten. Die Gespräche mit anderen Reisenden haben uns bestätigt: Ein Wohnwagen bietet mehr Unabhängigkeit, ist aber auf unbefestigten Straßen nicht immer ideal. Ein Wohnmobil hingegen wäre eine flexiblere Lösung.

Deshalb haben wir beschlossen, uns einen Wohnwagen anzuschaffen – und genau das war unser Schwerpunkt in dieser Woche.

Unsere Erlebnisse in der Woche vom 9. bis 16. Februar

Sonntag, 9. Februar – Ankunft in Scamander

Wir erreichten Scamander am späten Abend und waren sofort begeistert von unserer Unterkunft. Das Campinghaus lag auf einem Hang mit wunderschönem Blick aufs Meer, war geräumig und bestens ausgestattet. Da es schon spät war, haben wir den Tag ruhig ausklingen lassen.

Montag, 10. Februar – St. Helens & eine unerwartete Begegnung

Das Wetter war wechselhaft, aber wir entschieden uns dennoch für einen Ausflug nach St. Helens. Dort besuchten wir die St. Helens Conservation Area, die eigentlich perfekt zur Walbeobachtung ist – allerdings nur zwischen Juli und Oktober. Momentan sind die Wale weiter nördlich unterwegs.

Bei einem Spaziergang durch die Peron Dunes gab es dann eine Überraschung: Beata begegnete einer kleinen Schlange! Ob sie giftig war, konnten wir nicht feststellen, denn sie war genauso erschrocken wie Beata und verschwand blitzschnell im Gebüsch. Fun Fact: In Tasmanien gibt es drei Schlangenarten – und alle sind giftig.

Nach einem leckeren Mittagessen im Raffles Restaurant kehrten wir wegen des schlechten Wetters zurück in unsere Unterkunft. Doch am Nachmittag erlebten wir eine unangenehme Überraschung: Ein Stromausfall, der bis in die späten Abendstunden dauerte. 

Dienstag, 11. Februar – Abschied von Tasmanien & ein teures Missgeschick

Am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Devonport. Trotz wechselhaften Wetters kamen wir gegen 14:00 Uhr an. Nach einer kurzen Pause wollten wir etwas essen – und nahmen uns dabei etwas zu viel Zeit. Als wir zurückkamen, klebte eine Dame gerade ein Knöllchen an unser Auto! Da die Strafe nicht sofort online bezahlt werden konnte, fuhren wir direkt zur Behörde und beglichen sie.

Nach einem kurzen Spaziergang durch das Stadtzentrum von Devonport ging es dann ins Hotel.

Mittwoch, 12. Februar – Auf nach Geelong & die Suche beginnt

Mit der Spirit of Tasmania fuhren wir zurück nach Geelong. Während der Überfahrt begannen wir intensiv nach einem passenden Wohnwagen zu suchen und vereinbarten mehrere Besichtigungstermine.

Unser erster Termin fand noch am selben Abend statt – der Besitzer konnte leider nicht dabei sein und gab uns nur die Adresse. Wir besichtigten den Wohnwagen, doch er entsprach nicht unseren Vorstellungen.

Donnerstag, 13. Februar – Die Entscheidung fällt

Den ganzen Tag verbrachten wir mit der Wohnwagensuche und besichtigten mehrere Modelle. Schließlich fanden wir den Richtigen und entschieden uns für den Kauf!

Freitag, 14. Februar – Der Kauf ist abgeschlossen

Am Freitag machten wir es offiziell und kauften unseren neuen Wohnwagen! Mehr dazu berichten wir, wenn wir ihn am 26. Februar endlich abholen können. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun – unter anderem muss in unserem Auto ein Brake Controller eingebaut werden.

Samstag, 15. Februar – Organisationstag

Den Samstag nutzten wir, um organisatorische Dinge zu erledigen und uns auf die bevorstehende Reise mit dem Wohnwagen vorzubereiten.

Sonntag, 16. Februar – Ein entspannter Tag in Sorrento

Den letzten Tag der Woche verbrachten wir in Sorrento, einem wunderschönen Küstenort an der Verbindung zwischen der Bass-Straße und der Port-Phillip-Bucht. Die Stadt ist gepflegt, charmant und ein perfekter Ort, um das Wochenende ausklingen zu lassen.

Mit dem Kauf unseres Wohnwagens haben wir einen wichtigen Schritt gemacht, um unser Abenteuer in Australien noch flexibler und unabhängiger zu gestalten. Wir freuen uns schon darauf, ihn in zwei Wochen abzuholen und euch mehr darüber zu berichten!

Unsere Reise durch Tasmanien

Queenstown – Ein unerwartet heimisches Gefühl

In Queenstown haben wir uns von Anfang an wohlgefühlt. Das Hotel hat uns sehr gefallen, und bei Barzahlung haben wir auf Nachfrage sogar 10 % Rabatt bekommen. Jackie, die Besitzerin, konnte uns den Grund dafür leider nicht genau erklären, aber wir haben selbstverständlich eine Rechnung erhalten – es ging also nicht um Steuerhinterziehung.

Montag – Nelson Falls und der Staudamm

Am Montag sind wir in Richtung Nelson Falls aufgebrochen. Obwohl auf den Straßen kaum Verkehr herrschte, war der Parkplatz an den Wasserfällen voll. Die kurze Wanderung hat sich aber absolut gelohnt – der Wasserfall am Ende war beeindruckend! Kein Wunder, dass so viele Menschen ihn sehen wollen. Schaut euch einfach die Bilder unten an.

Auf dem Rückweg nach Queenstown sind wir am künstlichen Lake Burbury vorbeigefahren. Spontan kam uns die Idee, den dazugehörigen Staudamm zu besichtigen. Also machten wir uns auf die Suche. Unterwegs gab es wunderschöne Ausblicke auf die Berge, doch leider war der direkte Zugang zum Damm versperrt.

Danach haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Horst-Lichten-Golfplatz gemacht – natürlich ohne zu spielen, sondern nur, um die Anlage kennenzulernen.

Dienstag – Der Kontrast zwischen West- und Osttasmanien

Die raue Wildnis Westtasmaniens hat uns ein wenig überfordert. Also brachen wir am Dienstag in Richtung Osttasmanien auf. Dabei mussten wir erneut an den Nelson Falls vorbei – und wieder war der Parkplatz voll.

Nach etwa einer Stunde Fahrt überquerten wir die Grenze zwischen West- und Osttasmanien. Interessant war, dass sich die Landschaft tatsächlich spürbar veränderte.

Gegen 16:00 Uhr erreichten wir Hobart.

Dort hatten wir ein Hotel gebucht, das sich als ziemlich ungewöhnlich herausstellte. Es wurde als “Plaza” beschrieben, doch alle Zimmer waren vollständig in die Umgebung integriert. Nach dem Einchecken erkundeten wir die Stadt.

Hobart ist nicht besonders groß – eigentlich ist nur der Hafen wirklich interessant. Die Stadt erinnert ein wenig an Sydney, ist aber deutlich kleiner und kühler. Den Mittwoch verbrachten wir in der Stadt, schlenderten durch kleine Kunstläden und genossen die maritime Atmosphäre. Den Abend ließen wir in einem Pub mit einem Guinness ausklingen.

Donnerstag – Mount Wellington und Opposum Bay

Am Donnerstag machten wir uns auf den Weg zum Mount Wellington. Die erste Station war die älteste  Brauerei in Australien, die wir nur von außen angeschaut haben. Auf die  Führung haben wir keine Lust gehabt.

Dafür wurden wir auf dem Gipfel des Mount Wellington mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Schaut euch einfach die Bilder unten an!

Vom Mount Wellington aus wollten wir eigentlich das MONA (Museum of Old and New Art) besuchen, doch wir waren zu spät dran. Also beschlossen wir stattdessen, einen Ausflug nach Opposum Bay am South Arm zu machen – eine großartige Entscheidung, wie unsere Videos beweisen.

Freitag – Port Arthur und die Tasmanischen Teufel

Am Freitag ging es in Richtung Port Arthur. Unterwegs stand ein Besuch im Unzoo auf dem Plan, unser Hauptziel: den Tasmanischen Teufel live zu erleben. Und wir hatten Glück! Schaut euch die Videos unten an.

Die Tiere sind vom Aussterben bedroht, da sie an einer seltenen Krebsart leiden, die durch Bisse übertragen wird. Tasmanische Teufel ernähren sich ausschließlich von Fleisch. Wenn sie zum Beispiel ein totes Känguru finden, meiden sie den Magen, weil dort zu viel Gras und Stroh enthalten ist. Sie haben einen außergewöhnlichen Geruchssinn und können bis zu 36 Stunden lang wahrnehmen, was in ihrer Umgebung passiert ist.

Nach der Begegnung mit den Tasmanischen Teufeln konnten wir noch junge Kängurus füttern – Beata war begeistert!

Port Arthur selbst hat uns nicht so beeindruckt, wie wir erwartet hatten. Die Ruinen der ehemaligen Gefängnisanlage sind zwar historisch interessant, doch nur das gut erhaltene Haus des Gefängnisdirektors konnte uns wirklich fesseln. Besonders erschreckend fanden wir die damaligen Strafen: Kleine Jungen, die eine Scheibe Brot oder ein Stück Seife gestohlen hatten, wurden für sieben bis neun Jahre inhaftiert – heute unvorstellbar.

Nach unserem Besuch in Port Arthur fuhren wir entlang der Ostküste weiter nach Swansea. Leider war unser gebuchtes Hotel eine echte Enttäuschung: Das Zimmer roch furchtbar, es gab keinen Tisch, und wir schliefen die ganze Nacht bei vollständig offenem Fenster.

Samstag & Sonntag – Freycinet Nationalpark

Das Wochenende haben wir dem Freycinet-Nationalpark gewidmet. Wir haben alle verfügbaren Wanderungen mitgemacht – es war anstrengend, aber die atemberaubende Landschaft hat uns für alles entschädigt. Schaut euch die Bilder an!

Sonntagabend – Eine positive Überraschung in Scamander

Am Sonntagabend erreichten wir den Scamander Tourist Park. Nach der schlechten Erfahrung in Swansea hatten wir keine großen Erwartungen – doch zu unserer Überraschung war die Unterkunft richtig schön!

Wie es weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Beitrag!

Tasmanien-Roadtrip: Abenteuer zwischen Küsten, Kurven und knappen Tankfüllungen

Ankunft und erste Eindrücke

Nach einer entspannten Fährüberfahrt verlief das Verlassen der Fähre weitgehend reibungslos – zumindest für unser Deck Nr. 6. Während einige Passagiere verschlafen und den Ablauf verzögert haben, konnten wir zügig von Bord gehen.

Unsere erste Nacht auf Tasmanien verbrachten wir in Ulverstone, einem gemütlichen Küstenstädtchen in der Nähe des Hafens. Doch als wir gegen 20:00 Uhr dort ankamen, war das Stadtleben bereits erloschen – alle Restaurants hatten geschlossen. Die einzige Wahl: McDonald’s oder KFC. Hungrig nach der Überfahrt entschieden wir uns für Chicken Nuggets – kein kulinarischer Höhepunkt, aber immerhin eine warme Mahlzeit.

Am nächsten Morgen fanden wir ein charmantes Café, wo wir ausgiebig frühstückten. Frisch gestärkt ging es weiter Richtung Nordwestküste, vorbei an malerischen Ortschaften und atemberaubender Natur.

Stanley: Geschichte trifft auf rauen Küstencharme

Am Nachmittag erreichten wir unser nächstes Ziel: Stanley. In den 1920er Jahren war dieses kleine Küstenstädtchen ein bedeutender Fischerhafen. Damals verließen beladene Schiffe mit Lobstern und Kartoffeln den Hafen in Richtung Melbourne – heute ist es ein idyllischer Ort, um die raue Schönheit Tasmaniens zu genießen.

Tank-Schock in Marrawah: Ein Abenteuer entlang der Westküste

Unser Tagesausflug begann in Marrawah am West Point State Reserve. Wir folgten der wilden Westküste, hielten an jeder sehenswerten Ecke und ließen uns von der unberührten Natur faszinieren. Doch irgendwann kam die bittere Erkenntnis: Unsere Tankanzeige zeigte kritisch niedrigen Stand, und die nächste Tankstelle war erst am Zielort – zu weit entfernt.

Zu allem Überfluss funktionierte in genau diesem Moment die Internetverbindung nicht mehr. Beata geriet in leichte Panik, mein Blutdruck stieg. Was tun? Nach kurzer Beratung entschieden wir uns für die sichere Option: 50 Kilometer zurück zur nächsten größeren Stadt, um aufzutanken, bevor wir unsere Reise fortsetzten.

Diese Episode war eine wertvolle Lektion: In Tasmanien bedeutet ein halbvoller Tank nicht Sicherheit. Bevor es ins Outback geht, besser noch einmal volltanken!

Trotz dieses unerwarteten Umwegs kamen wir spät, aber glücklich, im Hotel an. Tasmanien lehrt Geduld – nicht nur wegen der kurvigen Straßen und langen Fahrzeiten, sondern auch, weil jede Herausforderung amEnde ein Abenteuer ist.

Eine Woche voller Aktivitäten und Erlebnisse – WOSP, Australian Open und mehr

Sonntag, 19. Januar 2025

Unsere Woche begann früh mit einer besonderen Pilatesstunde im Coufield Park, organisiert von Beata zugunsten von WOSP.

Obwohl die Teilnahme geringer ausfiel als erwartet, konnten die Anwesenden wertvolle Atemtechniken lernen, die sie hoffentlich künftig anwenden werden.

Am Nachmittag besuchten wir eine Veranstaltung mit dem polnisch-australischen Filmkomponisten Cezary Skubiszewski. Seine Geschichten und seine Persönlichkeit hinterließen einen bleibenden Eindruck – ein Mann voller Bescheidenheit und Humor. Trotz organisatorischer Herausforderungen war der Abend eine Bereicherung für alle Beteiligten.

Montag, 20. Januar bis Mittwoch, 23. Januar 2025

Die nächsten Tage widmeten wir den Australian Open. Davor mussten jedoch einige Alltagsdinge erledigt werden: ein Behördenbesuch bei VicRoads für ein Certificate of Registration und ein neuer tragbarer Kühlschrank für die kommenden Reisen.

Die Australian Open 2025 waren wie erwartet ein Highlight. Wir hatten bereits im Juni 2024Tickets für die Quarterfinals der Night Sessions gekauft – ein gewisses Risiko, da man nie genau weiß, welche Matches angesetzt werden. 

Unser Glück: Am Dienstag spielte Aryna Sabalenka gegen

Anastasia Pavluchenkova und anschließend Novak Djokovic gegen Carlos Alcaraz – ein episches Spiel!

Am Mittwoch lief es weniger gut, da die Spiele nicht unseren Erwartungen entsprachen. Dennoch war die Atmosphäre beeindruckend.

Donnerstag, 24. Januar 2025

Nach den ereignisreichen Tagen gönnten wir uns eine Auszeit mit einem Spaziergang an der St. Kilda Beach. Trotz windigem Wetter genossen wir die Ruhe. Melbourne zeigte sich mit seinen wetterlichen Launen – von Regen zu Sonne in kurzer Zeit.

Freitag, 25. Januar 2025

Der Tag begann mit einer Überraschung: Unser Auto sprang nicht an. Zum Glück hatten wir eine Road Assistance abgeschlossen, die uns schnell half, das Problem zu lösen – eine leere Batterie. Nach diesem unerwarteten Start schafften wir es dennoch, mit Gosia und Jurek zur Wanderung zu den Tausend Treppen-Kokoda Trail- aufzubrechen. 

Am Abend holten wir bei Ania und Zenek ein paar Kartons mit Auktionsgegenstände für WOŚP ab, kochten gemeinsam und genossen die Gesellschaft.

Samstag, 26. Januar 2025

Die Vorbereitungen für das große Finale der WOSP im Sport Club Albion standen an. Viele freiwillige Helfer sorgten dafür, dass das Gelände rechtzeitig fertig war. Wir halfen mit und schafften es, alles rechtzeitig abzuschließen. Am Abend gab es ein gemütliches Abendessen, bevor wir uns auf den letzten Tag vorbereiteten.

Sonntag, 26. Januar 2025

Das große Finale der WOSP begann um 12:00 Uhr. Melbourne war der einzige Ort in Australien, an dem diese Veranstaltung stattfand. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen unentgeltlich ihre Freizeit opferten, um dieses Fest möglich zu machen.

Leider konnten wir nicht bis zum Schluss bleiben, da wir früh am nächsten Morgen die Fähre „Spirit of Tasmania“ in Geelong erreichen mussten.

Montag, 27. Januar 2025

Unser Abenteuer geht weiter: Mit der Spirit of Tasmania fahren wir nach Tasmanien. Das 194 Meter lange Schiff braucht etwa 10,5 Stunden für die Strecke von 455 Kilometern. Wir freuen uns auf neue Erlebnisse und die Möglichkeit, die Natur in vollen Zügen zu genießen.

Fazit

Eine Woche voller Vielfalt – von kulturellen und sportlichen Highlights bis hin zu unerwarteten Herausforderungen. Es ist inspirierend, Teil von Veranstaltungen wie der WOSP zu sein und gleichzeitig die Schönheit Australiens zu erleben. Wir  blicken gespannt auf das, was kommt!

Arbeitsreiche Tage in Melbourne – Ein Blogbericht

Sonntag, 12. Januar: Pilates und Organisation

Der Sonntag begann sportlich: Beata hat ihre erste australische Pilatesstunde gegeben. Danach haben wir gemeinsam mit Ania die Bilder der Great Orchestra of Christmas Charity sortiert und archiviert – eine echte Fleißarbeit, die viel Zeit und Konzentration erforderte.

Australien Open und ein heißer Montag

Am 12. Januar starteten die Australian Open, doch wir konnten am Sonntag nicht teilnehmen. Deshalb entschied ich, mir am Montag, den 13. Januar, ein günstiges Ticket zu kaufen, um die Atmosphäre dieses weltbekannten Turniers aufzusaugen.

Es war ein heißer Tag, als ich gegen 12:30 Uhr das Gelände erreichte. Viele Menschen hatten dieselbe Idee, und die Besucherströme waren überwältigend. Ich konnte einige Tennismatches auf den Nebenplätzen sehen, doch die Hauptplätze waren aufgrund des Andrangs unerreichbar. Gegen 15:30 Uhr machte ich mich auf den Rückweg.

Am Abend waren wir bei Jowita eingeladen, die im Norden von Melbourne in einem neuen Wohngebiet lebt. Ihr Haus ist beeindruckend, typisch australisch: Die Grundstücke sind oft fast vollständig bebaut, mit wenig Platz für einen Garten. Auch Kunstrasen ist hier keine Seltenheit. Die Fahrt hin und zurück dauerte insgesamt über zwei Stunden – ein langer, aber schöner Ausflug.

Dienstag, 14. Januar: Ein neues Auto und ein kleiner Unfall

Am Dienstag stand ein großer Moment an: Wir haben unser neues Auto abgeholt. Doch vorher mussten wir uns noch um die Versicherung kümmern. Nicht jede Gesellschaft bietet Policen für ausländische Touristen an, daher haben wir verschiedene Angebote eingeholt. Letztendlich entschieden wir uns für eine Versicherung, die 1250 AUD kostete – ein deutlicher Unterschied zum ursprünglichen Angebot des Händlers, das bei 3000 AUD lag.

Nachmittags machten wir einen Spaziergang um einen nahegelegenen See. Leider fiel dabei meine Brille ins Wasser und war unwiederbringlich verloren. Wir beschlossen, am Freitag bei „Specsavers“ eine neue anfertigen zu lassen.

Mittwoch, 15. Januar: Radio, Schauspiel und Inspiration

Der Mittwoch war ein regnerischer Tag – perfekt für Indoor-Aktivitäten. Gemeinsam mit Jurek und Gosia nahmen wir eine Radiosendung für das polnische Radio in Australien auf (3ZZZ Polish Radio). Für uns war es eine Premiere, als Sprecher aktiv zu werden. Vor der Aufnahme bereitete Gosia ein traditionelles polnisches Mittagessen zu – ein kulinarisches Highlight!

Nach der Aufnahme besuchten wir die WOŚP-Veranstaltung, eine polnische Charity-Aktion, und trafen anschließend Grazyna und Janusz, zwei leidenschaftliche Reisende. Sie besitzen einen geländetauglichen Wohnwagen und gaben uns wertvolle Tipps für unsere eigene Reise.

Donnerstag, 16. Januar: Ein entspannter Lunch

Am Donnerstag waren wir bei Wanda und Walter zum Lunch eingeladen. Beide sind pensioniert, aber noch sehr aktiv. Wanda arbeitete früher als Interior-Designerin, Walter war Mathematikprofessor in Sydney. Die Gespräche mit ihnen waren inspirierend, und ihr neues Haus in Bacchus Marsh beeindruckte uns sehr.

Freitag, 17. Januar: Natur und eine neue Brille

Am Freitag ging es mit Gosia, Grazyna, Jurek und Janusz zum Mount Dandenong. Diese grüne Oase in der Nähe von Melbourne ist bekannt für ihre angenehm kühleren Temperaturen und den kleinen Regenwald. Nach einer Wanderung schlossen wir unseren Ausflug mit einem Picknick ab.

Direkt danach fuhren wir zu „Specsavers“, um eine neue Brille zu bestellen. Vor der Bestellung absolvierte ich noch einen Sehtest, der 80 AUD kostete. In zehn Werktagen soll die Brille fertig sein.

Samstag, 18. Januar: Shopping und alte Freunde

Am Samstag stand die Beschaffung der Campingausrüstung für unsere bevorstehende Reise auf dem Programm. Wir fuhren ins Chadstone Shopping Centre, das größte Einkaufszentrum der südlichen Hemisphäre. Dank einer Karte behielten wir die Orientierung und fanden schnell alles, was wir benötigten.

Am Abend trafen wir Beata, die wir während unseres Zwischenstopps in Dubai kennengelernt hatten. Sie brachte ihre Cousine Agnieszka mit, und wir sprachen über Tasmanien – Beatas Heimat – und bekamen wertvolle Reisetipps.

Sonntag, 19. Januar: Sport und Musik

Heute steht eine weitere Pilatesstunde an, gefolgt von einem Treffen mit einem bekannten polnischen Komponisten. Wir sind gespannt auf den Austausch und werden berichten!

Fazit

Die Woche in Melbourne war arbeitsreich und voller Erlebnisse – von sportlichen Aktivitäten über kulturelle Highlights bis hin zu inspirierenden Begegnungen. Wir freuen uns schon auf die nächsten Abenteuer!

Zweite Woche im Januar in Melbourne – Vorbereitung auf die Australian Open und unsere weitere Reise

Unsere Zugreise von Sydney nach Melbourne war zwar anstrengend, aber dennoch interessant. In langen Zugfahrten sucht man gerne nach Gesprächspartnern, und so haben wir einen serbischen Mathematiker und einen amerikanischen LKW-Fahrer kennengelernt. Ihre Lebensgeschichten waren so faszinierend, dass sie ein eigenes Buch verdienen würden. Wir behalten diese Begegnungen im Gedächtnis und kommen vielleicht eines Tages darauf zurück.

Am Montagabend sind wir schließlich in Melbourne angekommen, genauer gesagt an der Southern Cross Station. Dort wurden wir von Jurek, einem Freund von Anja, herzlich empfangen. Er hat uns seine Wohnung für zwei Wochen überlassen. In der Wohnung haben wir auch seine bezaubernde Frau Gosia kennengelernt. Es ist eine schöne Dreizimmerwohnung in der Nähe des St. Kilda Beach.

In unserer ersten Woche in Melbourne lebten wir auf der Westseite des Yarra Rivers, während unsere aktuelle Unterkunft auf der Ostseite liegt, in Richtung Meer. Die Wohnung werden wir als Ausgangspunkt für unsere nächsten Abenteuer nutzen.

Dienstag: Kreditkarten und Mietwagen

Der Dienstag startete mit zwei wichtigen Aufgaben: den Besuch bei der Bank, um unsere Kreditkarten abzuholen, und das Mieten eines Autos für die Suche nach unserem neuen Fahrzeug. Über billiger-mietwagen.de hatten wir einen Subaru-SUV gebucht. Die Preise wirken oft günstig, bis man die Eigenbeteiligung bei Schäden berücksichtigt. In Australien beträgt diese in der Regel 5.500 Dollar. Man kann entweder eine teure Zusatzversicherung abschließen oder sicherstellen, dass die eigene Kreditkarte diese Kosten abdeckt – wie in unserem Fall.

Bei der Bank war jedoch nur Beatas Kreditkarte verfügbar, meine hingegen war zu unserem ursprünglichen Hotel geschickt worden. Die Filialleiterin bestellte jedoch sofort eine neue Karte per Kurier, sodass wir das Problem vorübergehend mit lokalen Zahlungsmitteln lösen konnten. Danach fuhren wir zu Anja und Zenek, um Details für unsere Teilnahme an der WOSP (Großes Orchester der Weihnachtshilfe) zu besprechen. Am Abend hatten wir etwas Schwierigkeiten, die Einfahrt zur Tiefgarage unserer Wohnung zu finden. Am Endedes Tages fielen wir müde ins Bett.

Mittwoch: Autokauf in Berwick

Am Mittwoch war die Suche nach einem neuen Fahrzeug angesagt. Wir hatten einen Termin bei einem Mitsubishi-Händler in Berwick. Eigentlich wollten wir nur schauen, doch die Verhandlungen verliefen so gut, dass wir uns entschieden, einen Mitsubishi Pajero Sport zu kaufen. Nach zähen Gesprächen, die drei Stunden dauerten und sogar den Geschäftsführer des Autohauses involvierten, konnten wir den Preis um 15 % senken. Das war nicht nur günstiger als ursprünglich angeboten, sondern auch der beste Marktpreis. Wir werden das Auto nächste Woche abholen. Wenn jemand Tipps zum Thema Autokauf und Verhandlungen in Australien braucht, meldet euch gerne bei uns!

Die Verhandlungen waren für Beata sehr anstrengend, weshalb sie sich ausruhen musste. Ich fuhr daher alleine zur WOSP-Veranstaltung, einem Gespräch mit Tatjana Slezak, der Autorin des Buches “How to Get Out of the Frog”. Es war ein spannendes Event, das ich fotografisch festgehalten habe.

Donnerstag: Ruhetag und Viktoria-Markt

Am Donnerstag wollten wir es ruhiger angehen lassen. Wir fuhren zum Viktoria-Markt, um frisches Obst und Gemüse einzukaufen  und kochten eine Hühnerbrühe – etwas, auf das wir schon länger Lust hatten. Den Tag ließen wir mit einem Spaziergang bei Sonnenuntergang ausklingen.

Freitag: Besuch bei Gosia und Jurek

Am Freitag trafen wir uns mit Gosia und Jurek an einem Parkplatz am Meer. Nach einem besonderen Eis und einem langen Strandspaziergang besuchten wir ihren Lieblingsstrand, wo wir badeten. Anschließend fuhren wir zu ihrem modernen Haus in einem Neubaugebiet. Nach einem gemütlichen Mittagessen machten wir uns am Nachmittag auf den Weg zurück in unsere Wohnung, um uns auf eine Fotosession der WOSP in Williamstown vorzubereiten.

Williamstown hat uns mit seinem charmanten Flair und der tollen Sicht auf die Skyline von Melbourne begeistert. Wahrscheinlich wird dieser Stadtteil von internationalen Besuchern noch unterschätzt. Den Abend verbrachten wir bei einem gemütlichen Essen mit Wanda und Woytek und verabredeten uns für die kommende Woche.

Samstag: Galerie statt Sorrento

Eigentlich hatten wir geplant, nach Sorrento zu fahren, einem schönen Ort im Süden von Melbourne. Da wir aber lange ausschliefen und mit unserer Tochter telefonierten, wurde es zu spät. Stattdessen besuchten wir die Nationalgalerie von Melbourne und die Ausstellung von Yayoi Kusama – ein absolut empfehlenswertes Highlight. Den Abend verbrachten wir in der Bucht von Melbourne beim Schwimmen. Pinguine haben wir zwar nicht gesehen, planen aber fest, sie in den nächsten Tagen zu entdecken.

Sonntag: Pilates-Workshop

Für Sonntag steht unser erster Pilates-Workshop in Melbourne an. Wir werden darüber berichten!

Die erste Woche des Jahres 2025 

Unsere erste Woche im neuen Jahr war voller kleiner Abenteuer und Erlebnisse. Nachdem wir entspannt und erfolgreich ins Jahr 2025 gestartet waren, widmeten wir uns ab Donnerstag den praktischen Dingen, die unsere Reise prägen sollten. 

Donnerstag: Autokauf und Probefahrt 

Eine der ersten Überlegungen war, welches Transportmittel uns am besten durch das Land bringen würde. Unsere Wahl fiel auf einen geländetauglichen SUV, der mindestens 55 cm Wassertiefe standhalten sollte. Auf Carsales.com.au entdeckten wir einen potenziellen Kandidaten: einen SsangYong Rexton, der in der Region Hunter Valley zum Verkauf stand. 

Um das Auto zu besichtigen, mieteten wir uns ein Fahrzeug und fuhren 180 km dorthin. Leider verlief die Probefahrt enttäuschend. Im 4H- Modus traten seltsame Geräusche auf, und das Schalten der Gänge funktionierte nicht zuverlässig. 

Auf dem Rückweg hielten wir am Crackneck Lookout, einem Aussichtspunkt, der für seine Sicht auf Seeroben, Delfine und Wale bekannt ist. Leider hatten wir kein Glück und sahen keine Tiere. Spät am Abend kehrten wir müde in unsere Suite zurück und parkten den Mietwagen in einer benachbarten Garage. Die Überraschung kam am nächsten Morgen: Die Parkgebühr für eine Nacht betrug 59 AUD – eine unerwartet hohe Rechnung. 

Freitag: Chaos und Küstenwanderung 

Am Freitagmorgen holten wir den Mietwagen aus dem Parkhaus und machten uns auf den Weg, ihn zurückzugeben. Vorher mussten wir tanken, was mehr Probleme mit sich brachte als gedacht. Es gab keine Informationen darüber, welchen Kraftstoff das Auto benötigte. Unsere Anrufe bei der Assistenz der Mietwagenfirma blieben erfolglos. Schließlich fuhren wir direkt zur Station, klärten die Frage vor Ort, kehrten zur Tankstelle zurück und dokumentierten das Fahrzeug abschließend mit Fotos. 

Nach diesem organisatorischen Marathon war es Zeit für etwas Erholung. Wir setzten uns in einen Bus und fuhren zur Küste, um den berühmten Wanderweg von Coogee Beach nach Bondi Beach zu erkunden. Der Pfad war gut besucht, aber die atemberaubenden Ausblicke auf die Küste machten die Wanderung mehr als lohnenswert. Zum Abschluss gönnten wir uns eine Abkühlung im Icebergs Pool in Bondi. 

Samstag: Kunst und Sport 

Am Samstag verfolgten wir unterschiedliche Interessen. Beata besuchte das Museum of Contemporary Art, während ich zum Halbfinale des United Cups in der Ken Rosewall Arena im Sydney Olympic Park ging. Später trafen wir uns zu einem gemeinsamen Sushi-Abendessen und genossen ein Guinness im ältesten Pub 

Sydneys – eine perfekte Mischung aus Kultur und Genuss. 

Sonntag: Abschied von Sydney 

Unser letzter Tag in Sydney begann mit einem Besuch im Museum of Sydney, das sich auf dem Gelände des ersten Gouverneurshauses der Stadt befindet. Das Museum ist klein, da die Geschichte Sydneys vergleichsweise jung ist, doch die Ausstellung war informativ und interessant. 

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Packen, denn unser nächstes Ziel wartete bereits. 

Montag: Mit dem Zug nach Melbourne 

Der Montag begann früh, denn unser Zug nach Melbourne fuhr bereits um 7:40 Uhr vom Central Train Station ab. Mit der Tramlinie 1 gelangten wir rechtzeitig zum Bahnhof. Der Zug war gut gefüllt, doch die Reise war trotzdem angenehm. Wir genossen die beeindruckende Landschaft des sommerlichen Südostens von Australien, die an uns vorbeizog – ein schöner Auftakt für die nächste Etappe unserer Reise. 

Unsere erste Woche im Jahr 2025 war ereignisreich, wenn auch nicht immer planmäßig. Wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer, die in Melbourne und darüber hinaus auf uns warten! 

Happy New Year 2025 

Der letzte Tag des Jahres 2024 begann für uns entspannt. Wir haben uns bewusst Zeit genommen, um gut ausgeruht die Herausforderungen des Tages zu meistern. Da wir im Vorfeld viele Hinweise erhalten hatten, frühzeitig am Sydney Opera House zu sein, starteten wir schon um 16:00 Uhr in Richtung Veranstaltungsort. 

Auf dem Weg zum Opera House 

Zunächst wirkte alles ruhig, und größere Menschenmengen waren nicht zu sehen. Mit der Straßenbahn L1 fuhren wir ins Stadtzentrum, auch in Chinatown war es erstaunlich leer. Als wir jedoch mit der L2 bis zur Town Hall weiterfuhren, änderte sich das Bild: Große Menschenmengen strömten in Richtung Hafen. 

Nach einem kleinen Snack kamen wir gegen 17:00 Uhr am Haupteingang des Opera House an. Unsere Tickets wurden mehrfach kontrolliert, und die Wege waren bis dahin gut ausgeschildert. Doch am zentralen Haupteingang begann das organisatorische Chaos: Wir mussten uns in einer langen Schlange einreihen und wurden erst gegen 18:30 Uhr ins Gebäude eingelassen. 

Das Konzert und die ersten Feuerwerke 

Nach dem Einlass standen wir erneut an, um unsere Armbänder zu erhalten, was weitere 20 Minuten dauerte. Schließlich hatten wir um 19:00 Uhr Zeit, uns in festliche Kleidung umzuziehen, um für das Konzert vorbereitet zu sein. Pünktlich um 19:45 Uhr begann die Vorstellung. 

Nach einer Stunde gab es eine Pause für das erste Feuerwerk um 21:00 Uhr. Einige Zuschauer konnten die Pause kaum abwarten und verließen den Saal bereits wenige Minuten vor der Unterbrechung. Auf dem Balkon des Opera House herrschte dichter Andrang, was die Sicht auf das Feuerwerk etwas erschwerte. 

Mitternachtsparty und das große Feuerwerk 

Nach dem Ende des Konzerts ging es für uns ins Northern Foyer, wo die Mitternachtsparty stattfand. Es gab köstliches Essen, erfrischende Getränke, Live-Musik und die Möglichkeit zu tanzen. 

Um Mitternacht versammelten wir uns, um das berühmte Sydney-Feuerwerk zu erleben – ein atemberaubendes Spektakel, das die Stadt in ein Meer aus Farben und Lichtern verwandelte. Es war ein unvergesslicher Moment, der den Jahreswechsel gebührend feierte. 

Rückweg ins Hotel 

Gegen 01:00 Uhr machten wir uns auf den Rückweg. Da der öffentliche Verkehr auf unserer Strecke bis 02:30 Uhr gesperrt war, entschieden wir uns, den gesamten Weg zurück zum Hotel zu Fuß zu laufen. Es war eine lange, aber angenehme Nachtwanderung durch die ruhigen Straßen von Sydney. 

Start ins neue Jahr 

Am Neujahrsmorgen schliefen wir etwas länger und starteten den Tag um 10:30 Uhr mit der Übertragung des Tennismatches zwischen Polen und Tschechien. Am Nachmittag, gegen 14:00 Uhr, trafen wir uns mit unseren Freunden Charell und Duane Berg. Gemeinsam unternahmen wir einen Spaziergang zum Woolloomooloo Wharf, einem exklusiv renovierten Hafenviertel. 

Den ersten Abend des neuen Jahres ließen wir entspannt in einem chinesischen Restaurant ausklingen – ein perfekter Abschluss für einen ereignisreichen Jahreswechsel. 

Fazit: Silvester in Sydney ist ein einmaliges Erlebnis, und wir sind dankbar, das neue Jahr an einem so besonderen Ort begrüßt zu haben! 

Sydney in der Weihnachtszeit (21.12.2024 bis 30.12.2024)

Am Samstag, den 21. Dezember, sind wir in unserem Hotel angekommen. Wir haben uns für das Oaks Sydney Goldsbrough Suites entschieden, das im Bezirk Darling Harbour liegt und sehr zentral zur Innenstadt gelegen ist. Diese Lage war für uns besonders wichtig, da wir bereits Tickets für die Silvesterfeier im Sydney Opera House gekauft hatten. Am 31. Dezember wird es nahezu unmöglich sein, mit dem Auto dorthin zu gelangen, daher war ein Hotel, das fußläufig erreichbar ist, für uns essenziell.

Unsere Unterkunft war eine geräumige, sonnige Wohnung im 12. Stock, mit einem nach Westen ausgerichteten Balkon. Auf den ersten Blick war alles in Ordnung, doch schon bald stellte sich heraus, dass nicht alle Küchengeräte funktionierten. Nach zwei Tagen bekamen wir auf der gleichen Etage eine neue, etwas modernere Wohnung, in der alles einwandfrei funktionierte.

Die ersten Erkundungen in Sydney

Sydney ist eine Stadt, die sich durch ihre Nähe zum Wasser und zahlreiche Sehenswürdigkeiten auszeichnet. Unsere Erkundungstour begann mit einem Spaziergang vom Hotel zum Hafen. Sydney hat mehrere Häfen, und so führte uns unser Weg durch verschiedene Hafenanlagen, bis wir schließlich am berühmten Circular Quay ankamen. Direkt daneben befindet sich das weltbekannte Sydney Opera House, was uns darin bestärkte, dass wir an Silvester problemlos zu Fuß nach Hause kommen würden. Den Tag ließen wir in The Rocks, einem historischen Stadtteil in der Nähe, gemütlich ausklingen.

In den darauffolgenden Tagen besuchten wir viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Dazu gehörten:

   •   Watson’s Bay

   •   Ein Spaziergang durch die bekannte George Street mit ihren exklusiven Boutiquen

   •   Der wunderschöne Royal Botanic Garden

   •   Das Queen Victoria Building (QVB) mit seiner beeindruckenden Architektur

   •   Der legendäre Bondi Beach

   •   Eine Hafenrundfahrt

   •   Und ein Spaziergang über die Harbour Bridge bis hin zum Manly Beach

Heiligabend im polnischen Klub

Den Heiligabend verbrachten wir im Polnischen Klub Ashfield, wo wir traditionelle polnische Gerichte wie Barszcz (rote Beete-Suppe) und Pierogi mit Pilzfüllung genießen konnten. Es war ein festlicher Abend, der uns ein Stück Heimatgefühl vermittelte.

Ein besonderes Highlight

Ein besonderer Höhepunkt dieser Woche war ein gemeinsamer Nachmittag mit Charell und Duane Berg von @CB.fitpilates. Charell ist eine bekannte Trainerpersönlichkeit in Australien und hat 2022 und 2023 nationale Auszeichnungen als Fitness-Leaderin gewonnen. Im Jahr 2024 war sie Finalistin in gleich vier Kategorien. Der Nachmittag und Abend mit den beiden war wunderbar – wir haben viel gelacht, gut gegessen und die Zeit sehr genossen. Wir hoffen, dass wir ein solches Treffen in Zukunft wiederholen können.

Silvester in Sydney

Silvester in Sydney ist eine der größten Veranstaltungen der Welt. Es werden Hunderttausende Besucher erwartet, und die Stadt bereitet sich intensiv auf diesen besonderen Tag vor. Wer das Sydney Opera House besuchen möchte, sollte mindestens zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung dort sein. Wir sind gespannt und werden bald berichten, wie dieser unvergessliche Abend verlaufen ist!

Sydney in der Weihnachtszeit ist eine einzigartige Erfahrung – von wunderschönen Stränden über beeindruckende Architektur bis hin zu festlicher Stimmung ist für jeden etwas dabei. Wir freuen uns auf das, was noch kommt!

Auf dem Weg nach Sydney (18-21.12.2024)

Unsere Zeit bei Brady neigte sich dem Ende zu, denn am 21. Dezember sollten wir in Sydney sein. Die Frage, wie wir dorthin gelangen, stellte sich schnell – und wir entschieden uns für einen Mietwagen. Am Mittwochmorgen brachen wir zum Flughafen auf, um das Auto abzuholen.

Nachdem wir den Mietwagen übernommen hatten, packten wir unsere Koffer ins Auto. Unsere Winterkleidung verstauten wir separat, da wir diese bei Bekannten deponieren wollten. Das Autofahren auf der linken Seite war zu Beginn eine Herausforderung, aber nach ein paar Anfangsschwierigkeiten lief alles reibungslos.

Unser erster Halt führte uns zu Ania und Zenek, wo wir nicht nur unser Gepäck ablieferten, sondern auch mit leckerem Essen von Ania versorgt wurden. Überraschenderweise lernten wir dort Wanda und Woytek kennen. Wie sich herausstellte, stammt Wanda aus demselben Stadtteil wie Piotr – die Welt ist wirklich klein!

Mit etwas Verspätung starteten wir schließlich unsere Reise nach Sale und erreichten unser Hotel dort erst gegen 20:00 Uhr. Am nächsten Morgen ging es weiter zum berühmten 90 Mile Beach, einem endlos langen Sandstrand, der uns mit seiner natürlichen Schönheit beeindruckte. Von dort aus setzten wir unsere Reise nach Eden fort, einer charmanten Touristenstadt am Meer.

Am Freitag fuhren wir von Eden nach Wollongong und schließlich am Samstag nach Sydney.

Am 21. Dezember kamen wir endlich in Sydney an – unser großes Ziel! Ab Sonntag beginnen wir, die Stadt zu erkunden, und freuen uns schon darauf, das Jahr 2025 im berühmten Opernhaus von Sydney zu begrüßen. Ein unvergesslicher Jahreswechsel steht bevor!

Ausblick

In den nächsten Tagen stehen weitere Treffen und Erlebnisse an. Wir werden natürlich berichten!

Bleibt dran,

Eure Sydney-Entdecker

Willkommen in Melbourne!

12.–15. Dezember 2024

Wir sind in Melbourne angekommen und haben die ersten Tage bereits intensiv genutzt. Hier ein Rückblick auf unsere Erlebnisse:

Tag 1: Donnerstag – Ankunft und erste Schritte

Unser erster Tag begann mit einem praktischen To-do: dem Besuch bei der Bank of Melbourne, um ein Konto zu eröffnen. Die Einrichtung verlief problemlos, und in den nächsten sieben Tagen werden wir unsere Karten erhalten. Danach ging es weiter mit Terminen, die wir mit unseren Bekannten vereinbart hatten.

Am Nachmittag wurden wir von Ania und Zenek in Mentone eingeladen, einem Vorort von Melbourne. Mentone ist typisch australisch: kleine Einfamilienhäuser mit Gärten und ein entspanntes, familiäres Ambiente. Mit dem Zug, einem Teil des öffentlichen Verkehrssystems in Melbourne, fuhren wir dorthin. An der Station holte uns Zenek ab, und nach einem kurzen Fußweg von etwa 500 Metern erreichten wir das Zuhause der beiden.

Ania leitet die örtliche Organisation des Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy (Great Orchestra of Christmas Charity – GOCC), der größten gemeinnützigen Organisation Polens, die Gelder für die Kinder- und Seniorenpflege sammelt.

Wir haben viel geredet, später eine Pflegeeinrichtung besucht und anschließend einen Spaziergang entlang des Meeres gemacht. Den Abend ließen wir in einem italienischen Restaurant ausklingen – ein wunderbarer und entspannter Nachmittag.

Tag 2: Freitag – Stadtbesichtigung

Am Freitag haben wir uns nach dem langen Flug etwas Zeit gegönnt und ausgeschlafen, um den Jetlag in den Griff zu bekommen. Gegen 11 Uhr starteten wir zur ersten Stadtbesichtigung. Ziel war das Zentrum der Stadt mit St Paul`s Cathedral, Town Hall, Menchester Unity Building und Federation Square. Die Aussicht aus der Eureka-Tower auf die Stadt ist gigantisch.

Melbourne ist wirklich eine strahlend schöne Stadt, besonders in der Vorweihnachtszeit: Überall leuchten die Weihnachtsdekorationen, die die Stadt abends in ein festliches Licht tauchen. Die Atmosphäre war magisch!

Tag 3: Samstag – Fahrradtour und Weihnachtslieder

Um 10 Uhr starteten wir mit Mada und Raphael zu einer Fahrradtour entlang der Küste. Unsere Route führte uns von Port Melbourne über St Kilda nach Brighton und zurück – insgesamt 29 Kilometer.

Es war eine großartige Tour! Besonders spannend war es, mehr über Mada zu erfahren. Sie ist leidenschaftliche Radfahrerin und wurde 2023 australische Landesmeisterin im Mannschaftszeitfahren. Zudem hat sie ihre eigene Marke für Fahrradbekleidung gegründet: Legenda Cycling. Schaut euch die Kollektionen an – wirklich beeindruckend!

Am Abend besuchten wir gemeinsam die Veranstaltung “Carols in the Park”, bei der Weihnachtslieder unter freiem Himmel gesungen werden. Ein wunderschöner Abschluss für einen aktiven Tag.

Tag 4: Sonntag – Natur, Geschichte und Wein

Der Sonntag führte uns mit Jowita in den Norden von Melbourne. Unser erster Stopp war ein besonderer Ort: ein Friedhof der Aborigines im Woodlands Historic Park. Zwischen den Ruhestätten der Ureinwohner haben wir Kängurus gesehen – ein unvergessliches Erlebnis!

Anschließend besuchten wir:

   •   Einen Aussichtspunkt, von dem aus man landende Flugzeuge beobachten kann.

   •   Eine Ruhestätte für alte Rennpferde.

   •   Ein Weingut mit idyllischer Umgebung.

   •   Ein Dorf mit einer Seniorenresidenz, Golfplatz und Tennisplätzen, in dessen Nähe wir eine große Herde Kängurus trafen.

Wir waren den ganzen Tag unterwegs und kehrten erst gegen Mitternacht nach Hause zurück – erschöpft, aber glücklich.

10.12.2024 Von Dubai nach Melbourne – Eine Reise voller Eindrücke

Die Reise beginnt

Unsere Reise startete in Dubai gegen 16:30 Uhr, als unser Taxi uns Richtung Flughafen DXB brachte. Die Fahrt war lang und führte uns durch den stark verstopften Verkehr der Stadt – 90 Minuten später erreichten wir endlich das Terminal. Vor dem Flughafen herrschte erneut dichter Verkehr, und das Ausladen der Fahrzeuge ist auf nur 3 Minuten begrenzt. Diese Regelung wird von Polizisten strikt überwacht. Mit unseren sechs Gepäckstücken mussten wir uns beeilen, doch dank eines Gepäcktrolleys schafften wir es schnell zum Schalter der Philippine Airlines.

Check-in mit kleinen Hürden

Das Einchecken verlief reibungslos. Eine Besonderheit gab es jedoch: die Abgabe unserer Golfschläger. Die Airline übernahm den Transport problemlos, jedoch mussten wir eine Flughafen-Gebühr von 90 Dirham bezahlen. Das gesamte Gepäck wurde bis nach Melbourne durchgecheckt, was zunächst alles geregelt schien – doch dazu später mehr.

Aufgrund der langen Wege im Flughafen blieb wenig Zeit. Wir schafften es nur für einen kurzen Abstecher in die Lounge, um eine Kleinigkeit zu essen, bevor es weiterging.

Flug nach Manila – Komfort und Erholung

Unsere Business-Class-Plätze im Airbus A330 waren komfortabel und boten ausreichend Platz. Wir saßen nebeneinander in der Mitte der Kabine. Interessanterweise waren sowohl die Business-Class als auch die Premium Economy kaum ausgelastet. Nach einem Begrüßungsgetränk hob die Maschine pünktlich in Richtung Manila ab.

Der Flug dauerte etwa zehn Stunden, und wir konnten gut schlafen. Die Zeitverschiebung zwischen Dubai und Manila beträgt vier Stunden, sodass wir früh morgens in Manila ankamen.

Zwischenstopp in Manila – Ein Tag voller Kontraste

Als Transitpassagiere ohne Einreisevisum wurden wir zunächst direkt in die Business Lounge gebracht. Doch anstatt den gesamten Tag im Flughafen zu verbringen, entschieden wir uns, die Stadt zu erkunden. Um ein Einreisevisum zu erhalten, mussten wir uns elektronisch über die eTravel-App registrieren. Dies gestaltete sich unerwartet kompliziert. Nach einiger Zeit und mit Hilfe eines hilfsbereiten Beamten gelang uns die Registrierung, und gegen 11:00 Uhr passierten wir die philippinische Grenze.

Wir mieteten ein Taxi für vier Stunden (4.750 Pesos) und fuhren nach Intramuros, der historischen Altstadt von Manila. Der Verkehr in Manila war jedoch noch schlimmer als in Dubai, und die Unterschiede waren augenfällig: Neben luxuriösen Spielcasinos sahen wir obdachlose Kinder und Familien direkt an den Straßen. Diese extreme Armut hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Nach ein paar Schnappschüssen kehrten wir gegen 16:00 Uhr zum Flughafen zurück. Dort erwartete uns eine weitere Überraschung: Wir mussten unser aufgegebenes Gepäck erneut kontrollieren lassen. Sämtliche Batterien mussten entfernt werden, und die Koffer wurden gründlich inspiziert.

Weiterflug nach Melbourne

Um 21:00 Uhr saßen wir endlich im Flugzeug nach Melbourne. Diesmal war die Business Class voll besetzt. Während des Fluges erfuhren wir von einem Ausbruch des Vulkans Kanlaon, der sich auf unserer Flugroute befand. Glücklicherweise hatte dies keine Auswirkungen auf den Flug.

Nach einem angenehmen Flug landeten wir pünktlich in Melbourne. Die Pass- und Zollkontrollen verliefen ohne Probleme, und draußen stellten wir uns die Frage: Wie kommen wir mit all unserem Gepäck zum Hotel? Ein Uber schien die beste Wahl zu sein, und tatsächlich erreichten wir gegen 11:00 Uhr unser Ziel.

Ankunft in Melbourne – Die ersten Schritte

Unsere Ferienwohnung, direkt in der Innenstadt gelegen, war bereits bezugsbereit. Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg, um eine australische Telefonnummer und einen Internetzugang zu besorgen. Ein kombinierter Telefon- und Datentarif war schnell abgeschlossen – damit war der erste wichtige Punkt des Tages erledigt.

Auch die Suche nach einer Bank für ein Touristenkonto war erfolgreich. Wir vereinbarten einen Termin bei der Bank of Melbourne für Donnerstag.

Melbourne empfing uns mit Wolken und Kälte, doch am Nachmittag kam die Sonne heraus und zeigte uns die Schönheit der Stadt. Es war ein angenehmer und produktiver erster Tag.

Ausblick

In den kommenden Tagen haben wir Treffen mit alten und neuen Bekannten geplant. Wir sind gespannt auf die kommenden Erlebnisse und werden berichten!

Melbourne

9.12.2024

Die Taxifahrt und die Ankunft im Dunkeln

Unsere Taxifahrt dauerte über eine Stunde, und als wir endlich am Ziel ankamen, war es bereits dunkel. Viel konnten wir leider nicht sehen, dafür hatten wir eine wirklich angenehme Unterhaltung mit unserem freundlichen Fahrer.

Royal Central Hotel and Resort The Palm

Das Royal Central Hotel and Resort The Palm liegt fast am Ende der berühmten Palm Jumeirah. Die Anfahrt mit dem Auto dauert entsprechend lange, da man den gesamten äußeren Ring der Palm umrunden muss.

Das Hotel selbst ist um einen Innenhof herum gebaut, mit Aufzügen und Gängen, die zur Innenseite zeigen. Es verfügt über drei Restaurants:

        1.        Buffetrestaurant im Erdgeschoss (das Hotel hat uns vorab mindestens dreimal per E-Mail darauf hingewiesen),

        2.        ein italienisches Restaurant im Erdgeschoss,

        3.        ein japanisches Restaurant mit Bar, von dem ein großer Teil auf dem Dach liegt. Von hier aus genießt man eine atemberaubende Aussicht auf die Palm und das Meer.

Besonders abends bietet die Dachterrasse ein Highlight: Während unseres Aufenthalts wurden hier Proben für eine spektakuläre Silvester-Drohnen-Show durchgeführt. Leider kamen wir ein paar Minuten zu spät und verpassten die Vorstellung – daher gibt es keine Aufnahmen.

Die Preise im Hotel sind, wie man es von der Palm erwartet, recht hoch. Mit einem Gutschein für ein nicht-alkoholisches Getränk, den wir an der Rezeption erhalten hatten, besuchten wir abends die Bar im neunten Stock. Dort trafen wir eine interessante Persönlichkeit. Mehr dazu gibt es im Januar.

Fahrräder – teuer, aber nicht perfekt

Um die Gegend zu erkunden, liehen wir uns zwei Fahrräder vom Hotel aus. Leider waren die Räder technisch nicht in bestem Zustand, und die Mietpreise waren beeindruckend: etwa 16 Euro pro Stunde und Rad – die teuerste Fahrradstunde unseres Lebens.

Die Taxifahrer von Dubai – spannende Begegnungen

Ahmad

Wir nennen ihn Ahmad, auch wenn das nicht sein wirklicher Name ist. Für Araber ist es jedoch keineswegs beleidigend, „Ahmad“ (Diener Gottes) genannt zu werden. Ahmad ist 57 Jahre alt, stammt ursprünglich aus Bangladesch und lebt seit 17 Jahren in Dubai. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder – eine Tochter und einen Sohn.

Ahmad arbeitet 12 bis 13 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Nach einem Jahr harter Arbeit fährt er für einen Monat nach Bangladesch, bringt das Ersparte zu seiner Familie und kehrt dann nach Dubai zurück. Seit der Corona-Pandemie läuft das Taxigeschäft jedoch nicht mehr gut, und Ahmad überlegt, dauerhaft nach Bangladesch zurückzukehren.

Seine wichtigste Botschaft war, wie sicher Dubai ist. „Ich habe noch immer alle zehn Finger“, sagte er mit einem Lächeln. In Dubai werden gegen Diebstahl strenge Strafen verhängt, was die Kriminalitätsrate niedrig hält.

Mohamed

Mohamed stammt aus dem Norden Pakistans, wo er vor 20 Jahren geboren wurde. Nach seinem Abitur zog es ihn vor zwei Jahren nach Dubai, wo er als Taxifahrer arbeitet. Sein Arbeitgeber ist eine Firma, die von Mohameds Onkel geführt wird. Mohamed wohnt in einem kleinen Zimmer im Haus seines Onkels.

Die Taxifahrer der Firma erhalten ein fixes Gehalt von 1500 Dirham sowie eine Umsatzbeteiligung von 20 %, sobald sie einen bestimmten Mindestumsatz erreichen. Realistisch verdient Mohamed etwa 3500 Dirham im Monat. Da es in Dubai keine soziale Absicherung gibt, hat Mohamed den Wunsch, nach Europa zu gehen, um dort zu studieren.

8.12.2024

Heute startet unsere Reise. 6.05 Uhr Flughafen Stuttgart. Das erste Ziel: Dubai. Am nächsten Tag geht es nach Manila und von Manila nach Melbourne.

Die Vorbereitungen waren lang .

Wir sind mit der Buchung der Flüge schon im Januar 2024 gestartet, verschiede Optionen verglichen und uns für die Route über Dubai und Manila entschieden. 

Wir bevorzugen die Verbindungen ab Stuttgart; weil wir in der Nähe des Flughafens wohnen und kleinere Flughäfen überschaubar und nicht überfüllt finden.

Die Strecke Stuttgart – Dubai fliegt die Eurowings in 6 Stunden. Das fanden wir okay.

Dann brauchten wir eine Verbindung von Dubai nach Australien.

Auf verschiedenen Suchportalen (Booking/Check 24…) haben wir die Preise zu den großen internationalen Flughäfen in Australien, wie Sydney, Melbourne, Perth, und Brisbane  verglichen. Der Flug nach Melbourne mit Philippian Airlines mit Stopp in Manila war der Günstigste.

In Manila hat man tagsüber 10 Stunden Aufenthalt. Das ist für uns auch okay, wir nehmen ein Taxi und fahren in die Stadt. 

Beide Strecken sind Nachtflüge was wir  angenehm finden.

Comfort der Reise war für uns auch ein Kriterium bei der Suche, deshalb kam die Business Class infrage.

Als wir die Flüge ausgewählt und gebucht haben, kam der nächste Schritt- das Hotel in Dubai finden. 

Das Angebot ist riesig groß, für uns stand fest, wenn wir schon dort übernachten, dann wollen wir auf der „Palme“ wohnen. Und wieder fing die Suche über verschieden Anbieter…letztendlich  haben wir uns für The Royal Central Hotel Resort The Palm entschieden.

Und hier eine kleine Anekdote von heute: Bei der Buchung des Hotels hat Booking gleich vorgeschlagen , ein Taxidienst dazu zu buchen. Eh dachten wir warum nicht und haben den Dienst gebucht. Erst heute im Flugzeug stellten wir fest, dass wir zu anderem Flughafen das Taxi bestellt haben. Und jetzt im Flugzeug ohne WLAN kann man nichts machen. .. 

Final haben wir ein reguläres Taxi genommen, der Preis allerding fast 3 fach so hoch als bei Booking.com. Übrigens Uber war nicht wesentlich billiger als Taxi. Tipp von uns: Bei Fahrten zu und von Flughafen immer bei Booking.com Taxipreise überprüfen.

Die Fahrt am Dienstag zum Flughafen haben wir bei Booking gebucht. 

Dubai in der Nacht